EU-Länder streiten um Energieziele

Luxemburg - Der Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Europa soll laut Bundeswirtschaftsminister Altmaier "mit Augenmaß" erfolgen, womit er meint: nicht zu schnell. Die EU-Energieminister wollen sich seinen Worten zufolge am Montag auf eine neue gemeinsame Position verständigen, um eine Einigung mit dem Europaparlament noch in diesem Monat zu ermöglichen.

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Bild: Windrad Bild: ©John/fotolia.com / Text: dpa-AFX

Bisher klaffen die Positionen deutlich auseinander. Die EU-Länder hatten sich ursprünglich bis 2030 einen Ausbau der erneuerbaren Energien aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse auf 27 Prozent des EU-Energieverbrauchs vorgenommen sowie eine Steigerung der Energieeffizienz um 30 Prozent. Das Europaparlament will bei beidem mindestens 35 Prozent erreichen.

Vor der mutmaßlich entscheidenden Verhandlungsrunde am Mittwoch deuteten beide Seiten Bewegung an. Doch beklagen Umweltverbände, Deutschland verhindere eine ambitionierte Lösung. Die bulgarische Ratspräsidentschaft hat demnach für beide Punkte jeweils zwei Lösungspakete mit Zielwerten von 30 bis 33 Prozent vorgeschlagen. Die Bundesregierung hält aber nach Angaben von Diplomaten nur etwa 30 Prozent bei beiden Zielen für realistisch.

Altmaier sagte, er hoffe auf eine Einigung der EU-Länder, die einen Kompromiss mit dem EU-Parlament erlaube. "Dazu brauchen wir Ziele mit Augenmaß, wir brauchen eine Ambition, und wir brauchen Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge", sagte der CDU-Politiker.

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