Energie aus Bananenschalen: Biogasanlage erhält Umweltpreis

Berlin - Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt zeichnet jährlich besonders umweltfreundliche Projekte aus der Wirtschaft aus. Dieses Jahr geht der Preis unter anderem an eine Biogasanlage, die mit Bananenresten betrieben wird.

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Bild: Langsam welkende Gänseblümchen Bild: ©Uschi Hering/fotolia.com / Text: dpa

Vier Projekte sind am Dienstag mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 (IKU) ausgezeichnet worden. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wollen mit dem Preis angesichts des Klimawandels und einem starken Verbrauch endlicher Ressourcen das Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie stärken. Der IKU ist jeweils mit 25 000 Euro dotiert.

Erntereste aus Bananenstauden

Der Preis für "Technologietransfer" ging an Ingenieure ohne Grenzen in Berlin. Der Verein entwickelte für die Landbevölkerung in Tansania Kleinst-Biogasanlagen, die genügend Energie liefern, um zwei Mahlzeiten am Tag zu kochen und für Beleuchtung zu sorgen, hieß es. Rohmaterial für die Mini-Anlagen sind Erntereste aus Bananenstauden.

In der Kategorie "Prozessinnovationen für den Klimaschutz" siegte das Team der Fels-Werke und Ecoloop aus Goslar mit einem Verfahren, bei dem mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas hergestellt werden kann.

Klimafreundlicher Zement und Laser

Die Firma Celitement aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe gewann in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen" für die Entwicklung von klimafreundlichem Zement. Celitement lasse sich schon bei rund 200 Grad Celsius erzeugen und brauche daher im Vergleich zur herkömmlichen Zementproduktion nur halb so viel Energie, hieß es zur Begründung. Zudem werde nur halb so viel CO2 ausgestoßen und bis zu zwei Drittel weniger Kalkstein verbraucht.

Das Unternehmen Freudenberg Sealing Technologies aus Weinheim gewann in der Kategorie "Umweltfreundliche Technologien" für ein Laserverfahren zur Metallumformung metallischer Stützringe mit dem durchschnittlich 73 Prozent Stahl eingespart werden können.

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