Deutlich mehr E-Ladestationen in Deutschland

10.01.2020

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Berlin - In Deutschland gibt es immer mehr Möglichkeiten, ein Elektroauto mit Strom zu betanken. Allein in München existieren aktuell 1.103 Ladepunkte, die öffentlich zugänglich sind. Damit liegt die bayerische Hauptstadt auf Platz eins im Städteranking, wie der Verband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilt.

Knapp dahinter folgten Hamburg mit 1.070 und Berlin mit 974 Ladepunkten. Weit abgeschlagen lägen Stuttgart (405 LP), Düsseldorf (225 LP) und Leipzig (215 LP), so der BDEW.

Baden-Württemberg mit Zuwachs von über 60 Prozent

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht derweil dynamisch voran. So sei es Bayern gelungen, die Anzahl der Ladepunkte innerhalb eines um 56 Prozent zu erhöhen. Baden-Württemberg verzeichne einen sogar einen Zuwachs von über 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es folgen Niedersachsen (plus 46 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 42 Prozent) und Hessen (plus 22 Prozent).

„Über 75 Prozent der öffentlichen Ladepunkte werden von Energieunternehmen errichtet und betrieben. Dieses Engagement setzen sie 2020 fort: Allein im Bereich der Schnelllader werden die BDEW-Mitgliedsunternehmen bis Jahresende 4.000 zusätzliche Ladepunkte errichten. Kurzum: Die Energiewirtschaft treibt die Elektromobilität in Deutschland voran – keine Elektromobilität ohne Energiewirtschaft!“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Ein Ladepunkt für neun E-Autos

Im gesamten Bundesgebiet gibt es rund 24.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Das seien fast 8.000 mehr als vor einem Jahr, teilte der BDEW mit. Demgegenüber stehen rund 220.000 E-Autos und Plug-in-Hybride. Somit würden sich im Durchschnitt gerade einmal neun E-Autos bzw. Plug-in-Hybride einen Ladepunkt teilen. „Die Energiewirtschaft hat eine sehr gute Infrastruktur geschaffen – vor allem, wenn wir uns vor Augen führen, dass über 80 Prozent der Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Umso wichtiger ist es, dass im privaten Bereich jetzt endlich die Hürden für den Aufbau von Ladeinfrastruktur abgebaut werden. Das sollte sich die Politik weit oben auf ihre Agenda für das neue Jahr setzen“, fordert Andreae.