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Das Wiko Highway im Test: Es geht auch billig

01.04.2014 | 09:50

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg - Ein Smartphone mit Achtkern-Prozessor, 5-Zoll-Touchscreen in Full-HD-Auflösung für unter 350 Euro ohne Vertrag? Mit 16-Megapixel-Kamera und edlem Design? Kein Problem: Das Wiko Highway bietet darüber hinaus sogar noch eine Frontkamera mit 8 Megapixel. Ob es auch einen Haken gibt, klärt unser Test.

Wiko vertreibt seine Smartphones seit Herbst letzten Jahres auch in Deutschland. Dabei garantieren die Franzosen neben den üblichen Garantieleistungen auch einen Reparaturservice. Dessen Preise bleiben moderat: Je nach Modell kostet zum Beispiel ein neuer Akku zwischen 19 und 25 Euro, für den Austausch eines fest verbauten Stromspeichers werden 45 Euro fällig. Sämtliche Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und Rückversand des Gerätes. Ein Kostenvorschlag wird mit 29 Euro berechnet, die im Fall einer Reparatur verrechnet werden. Auch die Verarbeitung des Highway weckt Vertrauen in die Marke: Obwohl das Smartphone gerade mal 7,7 Millimeter dick ist, hält es Verwindungsversuchen problemlos stand. Da wackelt oder knarzt nichts, und auch die Glasfront drückt sich nicht auf das Panel durch. Dafür sorgt ein ringsum verlaufender Aluminiumrahmen. Die Rückseite besteht ebenfalls aus Glas, weshalb das kantige Design stark an die Xperia Z-Serie von Sony erinnert. Also durchaus hochwertig und edel.

IPS-Mattscheibe

Beim Touchscreen handelt es sich um ein Display mit 62 x 110 Millimetern und einer Diagonale von 126 Millimetern respektive 4,96 Zoll. IPS sorgt dabei für eine hohe Blickwinkelstabilität, weshalb sich die Anzeige auch aus extremen Winkeln heraus prima ablesen lässt. Die Auflösung von 1080 x 1920 Bildpunkten erzeugt eine Schärfe von 306 Pixel pro Quadratmillimeter (444 ppi), damit rangiert das Highway auf Rang drei nach dem HTC One (472 ppi) und Nexus 5 (446 ppi). Kurzum: Die Mattscheibe des Highway kann sich rundum sehen lassen.

Achtkern-Prozessor

Das Highway stellt das erste hierzulande vertriebene Smartphone mit Octa-Core-Prozessor. Die acht Kerne des MediaTek MT6592 können mit bis zu 2 Gigahertz getaktet werden. Klingt nach dem Ferrari unter den Mobiltelefonen. Allerdings lässt sich die Leistung eines Prozessors nicht allein anhand der Anzahl seiner Kerne und deren Taktung bestimmen. Vielmehr spielen zahlreiche weitere Faktoren hinein, wie das Grafikmodul (Mali 450MP) oder der Arbeitsspeicher (2 Gigabyte). Auch die Architektur des Chips ist wichtig, in diesem Fall handelt es sich um acht ARM Cortex-A7-Kerne. Diese sind nicht die stärksten, was auch die Ergebnisse der Benchmarks erklärt, in denen das Highway höchst unterschiedlich abschneidet. Quadrant beispielsweise kommt auf 15.500 Punkte, was im Vergleich zu allen anderen Smartphones der letzten zwölf Monate 49 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Im Linpack-Test hingegen kommt der Proband auf lediglich 359 MFLOPS (Millionen Fließkomma-Operationen pro Sekunde): 39 Prozent unterdurchschnittlich. Auch bei Grafiktests wie Icestorm Unlimited von 3DMark schneidet das Wiko deutlich unterdurchschnittlich ab, 34 Prozent um genau zu sein. In der Gesamtwertung von zwölf der bekanntesten Benchmarks rangiert das Highway somit lediglich neun Prozent über dem Durchschnitt; für einen Octa-Core-Prozessor enttäuschend. Berücksichtigt man allerdings den relativ moderaten Preis von jetzt zum Start knapp 350 Euro ohne Vertrag, liegt das Ergebnis 39 Prozent über dem Durchschnitt. Soll heißen, der Kunde bekommt vergleichsweise viel Leistung für sein Geld.