Bundesnetzagentur: Stromversorgung für den Winter gesichert

Erfurt/Berlin - Damit es im Winter nicht zu Stromausfällen kommt, haben sich die Netzbetreiber zusätzliche Kraftwerksreserven gesichert. Der Reservebedarf sei mit 2500 Megawatt an Kraftwerksleistung berechnet worden, erklärte Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann am Montag am Rande einer Energiekonferenz in Erfurt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Dafür seien mit Unterstützung seiner Behörde verschiedene Szenarien - beispielsweise mit viel Windstrom oder einer längeren Kälteperiode - geprüft worden.

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Bild: Strommasten Bild: ©JWS/fotolia.com / Text: dpa

Unter Vertrag genommen worden sei letztlich sogar eine Kapazität von 2600 Megawatt, um auch in kritischen Situationen die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Davon stammen laut Homann etwa 1000 Megawatt aus Österreich.

Bei Bedarf sollen zudem Gas- und Kohle-Kraftwerke aus Süddeutschland zugeschaltet werden, die sonst nicht genutzt und perspektivisch stillgelegt werden sollen. Nach Angaben von Homann müssen die Netzbetreiber seit der Energiewende mit einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien immer häufiger eingreifen, um Versorgungsengpässe zu verhindern. "Das kostet Geld."

Allein der Netzbetreiber 50Hertz rechne im kommenden Jahr mit Kosten durch die notwendigen Eingriffe ins Stromnetz von etwa 200 Millionen Euro. 2010 seien es erst etwa 40 Millionen Euro gewesen. Im vergangenen, sehr kalten Winter hatte das Netz zeitweise unter starkem Druck gestanden.

Die Bundesregierung hatte Mitte Oktober beschlossen, dass unrentabel gewordene Kraftwerke notfalls zum Weiterbetrieb gezwungen werden können, wenn sonst die Stromversorgung im Winter gefährdet wäre.

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