Bundesnetzagentur: Strom- und Gaspreise sind zu hoch

29.09.2010

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Berlin - Die deutschen Strom- und Gaspreise für Privatkunden sind nach Einschätzung der Bundesnetzagentur zu hoch. "Wir haben es nach wie vor mit mangelndem Wettbewerb zu tun", bemerkte Behördenpräsident Matthias Kurth auf dem Euroforum-Regulierungskongress in Berlin. Demnach hätten Haushaltskunden vom deutlichen Erdgas-Preissturz auf den Spotmärkten noch nichts mitbekommen.

Auch die ständig kletternden Haushaltskundenpreise beim Strom seien angesichts der deutlich gesunkenen Großhandelspreise nicht angemessen, sagte Kurth weiter. Zwar habe es die Branche mit steigenden Steuern und Abgaben wie etwa der Umlage für die Einspeisung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) zu tun. Doch das könne nicht der Grund für die Höhe der Tarifanhebungen sein. "Die steigende EEG-Umlage rechtfertigt nicht die Entwicklung der Strompreise", betonte der Behördenchef.

Darüber hinaus lasse die Informationspolitik der Energieversorger nach wie vor zu wünschen übrig. Beispielsweise würden die Verbraucher bei den Anschreiben der Stromanbieter nur unzureichend über die Gründe höherer Preise informiert. "Bei dem wenig transparenten Informationsverhalten hat sich wenig geändert", sagte Kurth.