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Blackberry Z30 im Test: Darfs ein bisschen mehr sein?

17.03.2014 | 11:19

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Der Touchscreen des Blackberry Z30 misst rund 5 Zoll und fällt damit ein gutes Drittel größer aus als beim Vorgängermodell, dem Z10. Was sich sonst noch geändert hat und was es über das Z30 zu wissen gibt, sagt der Test.

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Es ist weitaus mehr, was das Blackberry Z30 vom Vorläufer Z10 unterscheidet, als der erste Blick offenbart. Der Touchscreen misst nun 62 x 100 Millimeter und erzielt somit eine Diagonale von 126 Millimeter respektive 4,98 Zoll – das macht in der Fläche einen Zuwachs von 37 Prozent. Doch bleibt dabei die Auflösung mit 720 x 1280 Pixel so gut wie gleich, weshalb die Schärfe im selben Maße sinkt: auf 135 Pixel pro Quadratmillimeter (295 ppi). Damit liegt die Pixeldichte des Z30 gut 24 Prozent unter dem Durchschnitt aller in den letzten zwölf Monaten getesteten Smartphones. Trotzdem lassen sich auch kleine Schriften noch bestens lesen. Das liegt auch an der verwendeten Panel-Technologie: Denn obwohl es sich um ein AMOLED-Display handelt, wird jeder Bildpunkt wie bei LCDs aus den üblichen drei Subpixeln (rot, grün, blau) gebildet, die zudem annähernd gleich groß und regelmäßig verteilt sind, was weitaus keine Selbstverständlichkeit ist bei OLED-Monitoren.

Ausdauernd: Gute Laufzeit

Diese Technik birgt zwei weitere Vorteile: Weil schwarze Bildpunkte komplett ausgeschaltet werden, erreichen solche Panels grandiose Kontraste. Doch beim Z30 enttäuscht die Helligkeit des Bildschirms selbst in Maximalposition: Weiß wirkt wie Grau. Außerdem verbrauchen dunkle Pixel kaum Energie, weiße hingegen umso mehr. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Ergebnisse des Akkutests aus: Das eher dunkle 720p-Testvideo spielt das Z30 im Flugmodus satte 728 Minuten lang ab. Damit liegt der Proband 86 Prozent über dem Durchschnitt! Der Stromspeicher ist leider fest verbaut und lässt sich nicht spontan vom Nutzer austauschen. Beim 1080p-Testclip mit hohem Weißanteil reduziert sich die Laufzeit des Z30 auf 547 Minuten: 30 Prozent weniger, doch immer noch eine stolze Leistung, die 66 Prozent über dem Mittelwert rangiert.

Beschleunigt: Respektabler Prozessor

Auch den Prozessor unterschätzt man leicht: Aus dem Snapdragon S4 Plus wurde der S4 Pro – beides Dual-Core-Chips. Die Taktung wurde auf 1,7 Gigahertz angehoben und anstelle des Adreno 225 kommt nun der Adreno 320 als Grafikeinheit zum Einsatz. Auch wenn das Z30 signifikant schneller ist als sein Vorgänger, so liegt dessen Leistung im Vergleich zur gesamten Konkurrenz unterm Strich gerade mal einen Prozentpunkt über dem Durchschnitt. Für einen Zweikern-Prozessor im Umfeld zahlreicher Quad-Core-Chips muss aber auch diesem Resultat Respekt gezollt werden.

Komplizierter Festplattenmodus

Die restliche Ausstattung mit LTE, DC-HSPA, NFC und Bluetooth 4.0 war bereits beim Z10 ansehnlich, auch der Speicher mit 16 Gigabyte, von denen ab Werk netto noch 11,1 Gigabyte frei verfügbar sind, blieb gleich. Diesmal lässt er sich mit Micro-SDXC-Karten sogar um bis zu 64 Gigabyte erweitern. Außerdem beherrscht der Proband USB-On-the-Go, sodass zum Beispiel USB-Sticks oder externe Festplatten mit Hilfe eines optionalen Adapters an die Micro-USB-Schnittstelle angestöpselt werden können. Der Festplattenmodus leidet weiterhin unter dem Haken, dass er zunächst ausschließlich mit der eingelegten SD-Karte funktioniert. Will der Nutzer die interne Ablage des Z30 direkt anzapfen, muss er zunächst die PC-Software „Blackberry Link“ installieren – anschließend klappt der Dateitransfer auch ohne diese Software. Der Haken: Die Verbindung wird im Hintergrund hergestellt; soll sich nach dem Verbinden des Telefons automatisch ein Fenster in Windows öffnen, muss man im Tray des PC den „Blackberry Device Manager“ mit der rechten Maustaste und „Eigenschaften“ öffnen, danach unter „Optionen“ das Häkchen bei „Datei-Explorer beim Bereitstellen des Datenträgers starten“ setzen und mit „OK“ bestätigen. Komfortabel geht anders!