Baukredite im Test: Bis zu 65.000 Euro Kostenunterschied

24.03.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Auch im anhaltenden Zinstief gibt es bei Baukrediten enorme Kostenunterschiede. Das berichtet die Stiftung Warentest, die für ihr Magazin „Finanztest“ (4/2020) Immobilienkredite geprüft hat. Bauherren und Eigenheimerwerber können sich demnach nicht darauf verlassen, in jedem Fall ein günstiges Angebot für ihre Baufinanzierung zu erhalten.

Bis zu 65.000 Euro Kostenunterschied

Für vier Modellfälle haben die Prüfer Immobilienkredite von 90 Banken, Kreditvermittlern, Bausparkassen und Versicherungen getestet. „Auch wenn die Zinsen derzeit immer noch sehr niedrig sind, gibt es doch riesige Unterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Kredit“, sagt Heike Nicodemus von Finanztest. In einem Modellfall betrug dieser Unterschied für die gleiche Finanzierung unglaubliche über 65.000 Euro.

Kleine Zinsunterschiede mit großer Wirkung

„Bei einer Baufinanzierung geht es meist um hohe Kreditsummen und lange Laufzeiten“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Deshalb wirken sich schon kleine Zinsunterschiede empfindlich auf die Kosten aus.“ Bei einem Darlehen über 300.000 Euro mit 20-jähriger Zinsbindung erhöht ein 0,1 Prozentpunkte höherer Bauzins die Kosten schon um mehr 4.500 Euro.

Tipps für die Baufinanzierung

Finanztest empfiehlt, für die Immobilienfinanzierung Angebote von mindestens zwei Vermittlern, von Banken in der Region sowie der Hausbank einzuholen. Wichtig sei zunächst, die richtige Höhe der Kreditsumme zu bestimmen, sich niedrige Zinsen lange zu sichern und für die Tilgung eine möglichst hohe Rate zu wählen.