Atomausstieg: RWE und Vattenfall werden entschädigt

Berlin - Nun ist es amtlich: Die Energiekonzerne RWE und Vattenfall werden für den 2011 beschlossenen Atomausstieg millionenschwer entschädigt. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Bundestag am Donnerstag verabschiedet.

Nachrichten / Strom

Bild: Atomkraftwerk Bild: ©Orlando Florin Rosu/fotolia.com / Text: dpa-AFX

Damit wird ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Die Karlsruher Richter hatten im Dezember 2016 entschieden, dass die Stromkonzerne für bereits getätigte Investitionen und für verfallene Strom-Produktionsrechte entschädigt werden müssen.

Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hatte die damalige schwarz-gelbe Koalition beschlossen, zum Jahr 2022 aus der Atomenergie auszusteigen. Diese Entscheidung führte zur Stilllegung von acht Atomkraftwerken, für die anderen neun Kraftwerke wurde ein stufenweiser Abschaltplan vereinbart.

Die Höhe der jetzt beschlossenen Entschädigung kann allerdings erst im Jahr 2023 ermittelt werden, wenn die tatsächlich nicht produzierte Strommenge und die damit entgangenen Gewinne konkret feststehen. Die Bundesregierung rechnet laut Gesetzentwurf mit einem Betrag "im oberen dreistelligen Millionenbereich".

Im Gegensatz zu RWE und Vattenfall steht Eon bisher keine Entschädigung zu, weil die Reststrommengen bis zum endgültigen Atomausstieg wohl noch auf andere Atomkraftwerke verteilt werden können. Der vierte Kraftwerksbetreiber EnBW hatte nicht in Karlsruhe geklagt.

Strompreisvergleich
Anzahl Personen oder kWh/Jahr
kWh/Jahr

Nachrichten zum Thema

© 2018 – Richtig sparen mit VERIVOX, den Tarifexperten. Das unabhängige Verbraucherportal vergleicht kostenlos Tarife und Produkte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzen, Fahrzeuge und Immobilien. VERIVOX verwendet größte Sorgfalt auf Vollständigkeit und Richtigkeit der dargestellten Informationen, kann aber keine Gewähr für diese oder die Leistungsfähigkeit der Anbieter übernehmen.