Sogenannte Wearables – auch Wearable Computer genannt – sind beliebter denn je. Der Begriff stammt vom englischen Verb „to wear“ – etwas tragen oder anhaben. Die handlichen Mini-Computer sind immer direkt am Körper oder an der Kleidung angebracht. Von dort aus sind sie in der Lage, eine Vielzahl an Daten über Aktivitäten zu erfassen und zu verarbeiten. Sie zählen zum Beispiel die täglichen Schritte oder messen den Puls am Handgelenk. Smartwatches und Aktivitätstracker gehören zu den bekanntesten Wearables. Doch was für Wearables gibt es eigentlich noch, welche Funktionen erfüllen sie – und wurden sie ausschließlich für Sportler entwickelt?

Das Wichtigste in Kürze

  • Wearables sind kleine Messgeräte, die direkt am Körper getragen werden und präzise Daten erfassen.
  • Sie dienen vorwiegend der Erfassung und Kontrolle von Daten zu sportlichen Aktivitäten.
  • Als typische Wearables gelten Fitnesstracker oder Smartwatches.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wozu dienen Wearables?
  3. Welche Wearables gibt es?
  4. Vorteile von Wearables
  5. Nachteile von Wearables
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Mobiles Internet Vergleich

Wozu dienen Wearables?

Wearables könnte man als eine Erweiterung des Smartphones betrachten – zumindest funktionieren sie am besten, wenn sie mit einem Smartphone gekoppelt sind. Zu den Aktivitätstrackern gibt es passende Apps, die der Nutzer kostenlos auf dem Handy installieren kann. Sind App und Wearable miteinander verbunden, werden Daten wie Laufstrecken, Schrittanzahl, Geschwindigkeit oder Dauer eines Trainings direkt in die App übertragen. Von dort aus sind sie für den Nutzer jederzeit abrufbar. Die Daten lassen sich individuell auswerten, sodass beispielsweise Trainingsfortschritte ersichtlich werden.

Des Weiteren sind die meisten Wearables in der Lage, die Herzfrequenz am Handgelenk zu messen. Die gezielte Messung im Ruhezustand oder während Trainingseinheiten lässt einen Vergleich der Werte zu. Unter Umständen sind die Ergebnisse hilfreich für ärztliche Untersuchungen, da sie Aufschluss über die körperliche Verfassung geben können.

Welche Wearables gibt es?

Wearable ist nicht gleich Wearable: Die beliebten Gadgets gibt es in vielfältigen Ausführungen – sowohl für Gelegenheits- als auch Profisportler. Drei Gruppen von Wearables sind erhältlich:

  • Aktivitäts-/Fitnesstracker: Sie werden entweder am Handgelenk getragen oder mit einem Clip an der Kleidung befestigt. Eingeschaltet zeichnen sie zum Beispiel alle Schritte und zurückgelegten Strecken des Nutzers auf. Zudem ist es möglich, die Einstellungen in der dazugehörigen App zu personalisieren – um etwa Gewicht und Körpergröße zu erfassen oder Ziele zu erstellen. Mithilfe der über das Wearable gesammelten Daten und der manuellen Einstellungen in der App lassen sich Trainingsschwankungen analysieren, verbrauchte Kalorien erfassen und neue Trainingsziele setzen. Einige Wearables vibrieren, wenn die gewünschte Tagesschrittzahl erreicht ist. Erlaubt der Benutzer der App Push-Nachrichten auf dem Smartphone, sind Trainingserinnerungen möglich. Neuere Modelle ermöglichen außerdem eine Pulsmessung in Echtzeit, wenn sich das Gerät am Handgelenk befindet.
  • Smartwatches: Sie sehen auf den ersten Blick wie normale Armbanduhren aus. Doch bieten sie deutlich mehr als nur die Uhrzeitanzeige. Über ihr Touchdisplay sind auch einige Funktionen des Smartphones nutzbar. Dazu gehören die Anzeige empfangener Nachrichten, Wetter-Apps, Verkehrsmeldungen oder der Zugriff auf den Musikplayer im Smartphone. Sie können Smartphone und Smartwatch entweder durch Bluetooth oder NFC (Near Field Communication) verbinden. Ebenso wie Fitnesstracker sind auch Smartwatches in der Lage, Uhrzeit, Schritte oder zurückgelegte Strecken zu erfassen und anzuzeigen.
  • Datenbrillen: Sie tragen eine Datenbrille wie eine normale Brille; jedoch befindet sich auf dem Rahmen jeder Datenbrille ein Kleinstrechner. Dieser mischt Daten, die er selbst in der Umgebung misst, mit Informationen aus dem Internet. Auf diese Weise ist die Datenbrille zum Beispiel in der Lage, Menschen in Ihrer Nähe zu erkennen bzw. sogar wiederzuerkennen. Die Steuerung der Brille erfolgt durch die Hände und die Augen.

Vorteile von Wearables

Die Vorteile von Wearables liegen auf der Hand: Sie sind klein, handlich und beim Tragen kaum zu spüren oder zu sehen. Lediglich Datenbrillen sind meist auf den ersten Blick als solche identifizierbar. Wearables sind in allen Preisklassen erhältlich, und es gibt unzählige Modelle in vielen Designs und Farben, sowohl batteriebetrieben als auch mit aufladbarem Akku, und sogar wasserdichte Varianten.

Fitnesstracker und Smartwatches zeichnen unter anderem zurückgelegte Schritte sowie Daten zu vielen weiteren Aktivitäten und zur Schlafqualität auf. Sind Sie beispielsweise am Morgen ungewöhnlich müde, können die Aufzeichnungen des Wearables zur Schlafqualität anzeigen, ob Ihr Schlaf in der vergangenen Nacht unruhig war. Für jene, die fitter werden und sich mehr bewegen möchten, können Wearables als Ansporn dienen, täglich gesetzte Ziele einzuhalten und den Nutzer dabei unterstützen, die eigenen Leistungen stetig zu steigern.

Nachteile von Wearables

Die Erfassung persönlicher Daten ist einer der größten Kritikpunkte von Wearables. Der Datenschutz vieler zugehöriger Apps gilt als äußerst mangelhaft. Häufig unverschlüsselte Verbindungen zwischen Smartphone und Wearable machen es Außenstehenden leicht, Zugriff auf die sensiblen Daten zu bekommen. Wer sich gegen eine Nutzung der zugehörigen Apps entscheidet, wird jedoch schnell merken, dass die Datenauswertung kaum möglich ist. Nur über die entsprechende Software auf dem Smartphone können Trainingsleistungen und mehr eingesehen werden.

Günstige Wearables haben außerdem häufig den Nachteil, dass sie nicht in der Lage sind, zwischen unterschiedlichen Sportarten zu differenzieren – dabei macht es für die Fitness einen Unterschied, ob Sie etwa Fahrrad fahren, joggen oder rudern. Demnach sind die Messwerte unter Umständen ungenau.

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