Wer eine Kreditkarte oder Girocard mit PayPass-Funktion besitzt, kann seine Einkäufe dank Near Field Communication (NFC) bezahlen, ohne die Karte in ein Lesegerät stecken zu müssen. Der integrierte NFC-Chip überträgt die Bezahldaten kontaktlos über eine Entfernung von maximal 4 Zentimetern – und das innerhalb einer Zehntelsekunde. PayPass ist die NFC-Funktion von Maestro, dem ersten Anbieter von kontaktlosem Bezahlen in Deutschland. Auch Visa bietet mit payWave diese Technologie inzwischen an.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist PayPass?
  3. Wie funktioniert PayPass?
  4. Wo kann ich mit PayPass bezahlen?
  5. Wie sicher ist die NFC-Technologie?
  6. Kontaktlos bezahlen mit PayPass: Vorteile im Überblick
  7. Hat die Bezahlung per PayPass Nachteile?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Kreditkarten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Per NFC können Kunden bis zu einem Einkaufswert von 25 Euro bezahlen.
  • Die Maestro-Karten mit PayPass-Funktion verfügen über einen integrierten NFC-Chip.
  • Dank der kurzen Distanz zur Datenübertragung ist das kontaktlose Bezahlen mit PayPass relativ sicher.

Was ist PayPass?

Ob ihre Karte über die PayPass-Funktion verfügt, erkennen die Inhaber an dem Kontaktlos-Symbol – das ist entweder ein WLAN-ähnliches Zeichen oder das PayPass-Logo. Per NFC bezahlen können Kunden bis zu einem Einkaufswert von 25 Euro. Für darüber liegende Summen oder in Geschäften, die PayPass nicht akzeptieren, können sie die Kreditkarte oder Girocard wie gewohnt nutzen.

Wie funktioniert PayPass?

Maestro-Karten mit PayPass-Funktion verfügen über einen integrierten NFC-Chip. Auch das Kassenterminal ist mit einem solchen Chip ausgestattet, damit es mit der Karte kommunizieren kann. Die Datenübertragung geschieht per Funk auf dem Frequenzband 13,56 Megahertz über eine sehr kurze Distanz von maximal 4 Zentimetern. Das schließt aus, dass sich an der Kasse mehrere Karten in die Quere kommen oder eine Transaktion versehentlich ausgelöst wird. Der Kunde hält seine Kreditkarte oder Girocard zum Bezahlen einfach vor das Lesegerät. Ein akustisches Signal beziehungsweise die Anzeige auf dem Display bestätigt die Zahlung. Die Eingabe der PIN oder eine Unterschrift sind nicht notwendig.

Mithilfe einer entsprechenden App können Nutzer übrigens auch mit ihrem Smartphone kontaktlos bezahlen. Die meisten neueren Modelle verfügen bereits über einen integrierten NFC-Chip. Besitzer älterer Geräte können diese mit einem NFC-Sticker aufrüsten. Langfristig soll die Bezahlung per Smartphone, die in anderen Ländern bereits Standard ist, auch in Deutschland zur Routine werden.

Wo kann ich mit PayPass bezahlen?

Mit der PayPass-Funktion ihrer Maestro-Karte können Kunden in allen Geschäften bezahlen, die über Kassenterminals mit NFC-Technik verfügen. Sie erkennen die entsprechende Ausstattung wieder am MasterCard-Kontaktlos-Symbol. Unterstützt das Kassenterminal PayPass nicht, erfolgt die Zahlung wie gewohnt per Einstecken der Karte in das Lesegerät. Interessierte können auf der Website von Maestro oder mit der PayPass Locator App Akzeptanzstellen in ihrer Umgebung finden. So wissen sie schon vorher, ob sie die Funktion im gewünschten Geschäft nutzen können.

Wie sicher ist die NFC-Technologie?

Besonders interessiert Verbraucher, wie sicher es ist, kontaktlos zu bezahlen. Im Grunde ist PayPass ein sicheres Bezahlsystem. Datendiebe müssten dem Karteninhaber schon sehr nahe kommen, um seine Kontodaten auszuspähen. Anders sieht es aus, wenn die Karte verlorengeht. Da für die kontaktlose Bezahlung von bis zu 25 Euro weder PIN noch Unterschrift nötig sind, kann der Finder oder Dieb zumindest kleine Einkäufe tätigen. Tut er dies in mehreren Geschäften, kann eine beträchtliche Summe zusammenkommen. Daher sollten Verbraucher ihre Karte bei Verlust so schnell wie möglich sperren lassen.

Wer kontaktlos mit dem Smartphone bezahlt, muss sich vor Hackern und Viren schützen. Für mehr Sicherheit sorgen individuelle Passwörter oder die Authentifikation via Fingerabdruckscan. So kann bei Verlust des Telefons niemand Drittes damit bezahlen.

Kontaktlos bezahlen mit PayPass: Vorteile im Überblick

Kontaktloses Bezahlen erhöht den Komfort an der Kasse. Kunden brauchen ihre Kreditkarte oder Girocard nicht mehr in ein Lesegerät zu stecken oder dem Personal auszuhändigen; einfaches Davorhalten genügt. Kleinere Beträge lassen sich so ganz bequem begleichen, ohne die PIN eingeben oder unterschreiben zu müssen. Da die Datenübertragung in Sekundenschnelle abgeschlossen ist, verkürzen sich die Wartezeiten an den Kassen enorm. Im Übrigen ist die PayPass-Funktion der Karten von Maestro kostenlos.

Hat die Bezahlung per PayPass Nachteile?

Dank der kurzen Distanz zur Datenübertragung ist das kontaktlose Bezahlen mit PayPass relativ sicher. Einzig beim Verlust der Karte beziehungsweise des Smartphones wirkt sich die Funktion nachteilig aus. Dritte können dann problemlos für maximal 25 Euro pro Geschäft einkaufen, und zwar so lange, bis der Inhaber die Sperrung veranlasst. Außerdem verfügen nicht alle Kassenterminals über einen NFC-Chip, sodass Kunden häufig doch auf herkömmliche Weise bezahlen müssen. Zukünftig werden jedoch immer mehr Geschäfte die neue Technologie einführen, und kontaktloses Bezahlen wird zum Standard werden.

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