Online Payment nimmt kontinuierlich zu. Dies ist nicht verwunderlich, steigen ja auch die Zahlen im Onlinehandel nach wie vor. Online Payment bietet in seinen unterschiedlichen Facetten zahlreiche Vorteile. Was steckt alles hinter Online Payment und wie profitieren Verbraucher davon?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Unterschiedliche Bezahlsysteme beim Online Payment
  3. Zahlungsabwicklung über Klarna
  4. Vorteile des Online Payment
  5. Nachteile des Online Payments
  6. Marktanteile im E-Commerce
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Jetzt Kreditkarten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorreiter des Online Payment war PayPal.
  • Deutsche Banken und Sparkassen bieten eigene System an.
  • Sofortüberweisung wird aus datenschutzrechtlichen Gründen kritisiert.
  • Generell bietet Online Payment den Verbrauchern hohe Sicherheit bei Zahlungen in Echtzeit.

Unterschiedliche Bezahlsysteme beim Online Payment

Online Payment bedeutet nichts anderes, als dass eine Zahlung nicht physisch, beispielsweise in bar oder mittels Überweisungsträger erfolgt, sondern im Rahmen eines Kaufvorgangs digital ausgeführt wird. Die strenge Definition von Online Payment schließt allerdings nicht die Bezahlung mittels Kreditkarte im Online Shop mit ein. Allen Varianten von Online Payment ist die Ausführung der Zahlung in Echtzeit gemeinsam. Zu den am meisten verbreiteten Varianten des Online Payments zählen

PayPal

PayPal ermöglicht es, Zahlungen mittels E-Mail durchzuführen. Dabei sind die PayPal-Konten von Zahlendem und Empfänger mit E-Mailkonten und jeweils einem Bankkonto oder einer Kreditkarte verknüpft. Die Zahlung wird über das PayPal Portal ausgeführt. PayPal wurde als Bezahldienst von der Auktionsplattform eBay gegründet.

PayDirekt

Bei PayDirekt handelt es sich um die Antwort der deutschen Banken und Sparkassen auf Paypal. Es gibt allerdings einen Unterschied. Während PayPal ein sogenannter Drittanbieter ist, handelt es sich bei PayDirekt um eine zusätzliche Funktion des Girokontos, die nur freigeschaltet werden muss. Da es sich bei PayDirekt um ein deutsches Produkt handelt, gelten auch die deutschen Vorschriften zum Datenschutz. Die Auslösung des Bezahlvorganges erfolgt durch die Eingabe eines Nutzernamens und eines Passwortes. Ab und an kann es auch vorkommen, dass die Eingabe einer TAN zur Bestätigung notwendig ist.

Giropay

Giropay ist ebenfalls ein Produkt von Teilen der deutschen Kreditwirtschaft und funktioniert ähnlich wie PayDirekt. Der Kunde benötigt weder ein spezielles Tool noch eine App. Voraussetzung ist lediglich ein Girokonto bei einer der beteiligten Banken, welches PIN- und TAN-fähig ist. Bei Giropay wählt der Kunde beim Bezahlen im Online-Shop die Bezahlart „Giropay“ aus. Danach muss er seine Bankleitzahl eingeben. Er wird nun direkt zu seinem Onlinebanking-Bereich weitergeleitet und kann die Zahlung ausführen.

Sofortüberweisung

Sofortüberweisung gilt auch als Drittanbieter. Im Rahmen des Bezahlvorgangs wählt der Käufer die Option „Sofortüberweisung“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem der Käufer den Zahlungsdiensteanbieter legitimiert, einmalig auf sein Konto zuzugreifen und die Zahlung auszuführen. Mit Abschluss der Zahlung erhält der Verkäufer eine Information, dass das Geld angewiesen wurde.

Bedenken kamen bei Sofortüberweisung aus datenschutzrechtlicher Sicht auf. Das Unternehmen nimmt Einblick in sämtliche Konten und Unterkonten für den Zeitraum der zurückliegenden vier Wochen, um eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Datenschützer sehen es als zweifelhaft, ob der Blick auf den Depotstand notwendig ist, um eine Zahlung von 25 Euro auszuführen.

Amazon Pay

Amazon Pay macht es dem Kunden möglich, die Zahlungen über sein Amazon-Konto abzuwickeln. Amazon teilt dem entsprechenden Online-Shop den Namen, E-Mail-Adresse und Adresse des Kunden mit. Der Kunde wählt seine gewünschte Zahlungsweise über das Amazon-Konto aus und schließt so den Kaufvorgang ab.

Amazon Pay ist für den Kunden sehr einfach zu nutzen. Amazon selbst verspricht eine 87-prozentige Kaufabschlussrate, wenn Amazon-Pay angeboten wird. Nachteilig zu nennen ist, dass für den Online-Shop-Anbieter fallen Gebühren an. Außerdem ist nicht sicher, inwiefern die Daten von Amazon zur Auswertung des Kaufverhalten der Kunden genutzt werden.

Zahlungsabwicklung über Klarna

Klarna wickelt als externer Dienstleister den Kauf zwischen Kunde und Händler ab. Dazu stehen dem Kunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Kauf auf Rechnung: Der Kunde erhält zuerst die Ware und hat dann 14 Tage Zeit, die Rechnung zu begleichen.
  • Ratenkauf: Die flexible Möglichkeit, die Kosten für den Einkauf auf bis zu 24 monatliche Raten zu verteilen.
  • Direktzahlung: Der Käufer kann per Karten- oder Bankzahlung die Rechnung auf direktem Weg schnell und sicher bezahlen.

Klarna bietet neben den Zahlungsmethoden weitere nützliche Vorteile für Käufer und Verkäufer. Die Klarna-App ermöglicht es dem Kunden, alle offenen Rechnungen und Ratenzahlen auf einen Blick einzusehen und verwalten zu können. Personalisierte Zahlungs-Promotions melden dem Käufer, was er wann und wie bezahlen kann. Für Verkäufer bietet Klarna ein Merchant Portal, in welchem alle Transaktionen überwacht werden können. Das Adressmodul hilft, Kunden zu identifizieren, Adressen zu validieren und dient zur sicheren Authentifizierung.

Viele E-Commerce Plattformen bieten Klarna bereits als Bestandteil an, sodass die Integration von Klarna auf die eigene Website für den Verkäufer keinen Mehraufwand darstellt.

Vorteile des Online Payment

Neben PayPal bieten auch Giropay und PayDirekt einen Käuferschutz an. Damit soll sichergestellt sein, dass dem Käufer keine falsche oder beschädigte Ware geliefert wird.

Dazu kommt, dass die Bezahlsysteme im Online Payment nicht, wie bei einer Kreditkarte eventuell möglich, ausgelesen werden können. PayDirekt, Giropay und Sofortüberweisung gehen direkt vom Onlinebanking der jeweiligen kontoführenden Bank aus. Das Risiko läge hier bei der Bank, wenn es zu Datenmissbrauch kommen würde.

Online Payment erfolgt bei allen Anbietern in Echtzeit. Das heißt für den Verkäufer, dass er nicht wie bei einer Überweisung auf den Zahlungseingang warten muss. Er kann die Ware sofort versandfertig machen. Der Käufer wiederum hat das gewünschte Produkt schneller in den Händen. Diese Option greift sonst nur bei Kreditkartenzahlung, die wiederum einige Verbraucher aus Angst vor Datendiebstahl bei Onlinekäufen vermeiden.

Nachteile des Online Payments

Der einzige Nachteil, den Online Payments mit sich bringen, liegt in den geäußerten Vorbehalten der Daten- und Verbraucherschützer in Bezug auf den Anbieter Sofortüberweisung.

Marktanteile im E-Commerce

Die Marktanteile bei den Bezahlvorgängen zeigen eine interessante Verteilung. Im Jahr 2019 setzten knapp 33 Prozent der Käufer auf Rechnung. Auf Platz zwei lag PayPal mit 20,2 Prozent. Eine Kreditkarte nutzten nur 10,5 Prozent der Käufer und verwiesen das Plastikgeld damit auf Rang vier. Sofortüberweisung lag mit einem Anteil von 1,8 Prozent nur auf Platz acht der Zahlungsmöglichkeiten.

Für viele Händler stellt sich die Frage, weshalb sie PayDirekt und Giropay in ihr Kassensystem implementieren sollen. Wer als Verbraucher bereits PayPal nutzt, hat vermutlich keinen Grund, noch ein alternatives, aber ähnliches Bezahlsystem zu testen. Dies dürfte einer der Gründe sein, weshalb die von den deutschen Banken und Sparkassen angebotenen Online Payment Systeme wenig Nutzer finden.

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