Nicht jeder Student kann das Studium aus eigener Tasche – zum Beispiel mit Nebenjobs – finanzieren. Auch die Eltern können nicht immer helfen. Der Staat gewährt zwar eine Unterstützung durch das BAföG, doch diese Förderung tritt nur ein, wenn bestimmte Verdienstgrenzen (auch der Eltern) nicht überschritten werden. Besonders dann, wenn die Universität Studiengebühren verlangt oder wenn Langzeitstudiengebühren fällig werden, kommt ein Studienkredit in Frage.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wer vergibt Studienkredite?
  3. Der zeitliche Ablauf bei einem KfW-Studienkredit
  4. Worauf sollte bei einem Studienkredit besonders geachtet werden?
  5. Weitere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Kreditvergleich starten

Das Wichtigste in Kürze

  • Studienkredite werden bundesweit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und regional von den Darlehenskassen einiges Studentenwerke vergeben.
  • Sie bestehen meist aus 3 Phasen: Auszahlungsphase, Ruhephase und Rückzahlungsphase, damit der Absolvent nach seinem Abschluss Zeit für den Berufseinstieg hat.
  • Studierende, die über regelmäßiges Einkommen verfügen und eine Sofortauszahlung benötigen, können auch einen Ratenkredit beantragen. Günstige Angebote finden Sie im Studentenkredit-Vergleich.

Wer vergibt Studienkredite?

Die Zahl der angebotenen Studienkredite ist recht übersichtlich.

  • Marktführer ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie bietet seit 2006 einen Studienkredit für Studenten an (Produktnummer 174). Dabei verzichtet sie auf Sicherheiten und eine Bonitätsprüfung. Die Antragstellung ist bis zum 31. Lebensjahr möglich. Die monatliche Auszahlung kann etwa zwischen 100 und 650 Euro betragen.
  • Auch einige Sparkassen vermitteln die Studienkredite der KfW. Andere bieten unter dem Namen "Bildungskredit" eine Finanzierung, die von der KfW unabhängig ist.
  • Weitere, regional begrenzte Angebote finden sich bei Darlehenskassen der verschiedenen Studentenwerke. Deren Konditionen unterscheiden sich voneinander – zum Beispiel sind manche zinslos, andere verlangen einen geringen Zinssatz.

Der zeitliche Ablauf bei einem KfW-Studienkredit

Ein KfW-Studienkredit besteht immer aus drei Phasen:

  1. Auszahlungszeit: Die Bank zahlt den Kredit über den festgelegten Zeitraum aus (in Monatsraten). Die Höhe kann vereinbart werden.
  2. Ruhephase: Während der Karenzzeit muss der Student keine Rückzahlungen leisten. Die Ruhephase beträgt in der Regel etwa zwei Jahre.
  3. Rückzahlungsphase: Nach der Karenzzeit beginnt die Zeit der Rückzahlung. Ist der Zinssatz festgelegt, lassen sich die Rückzahlungen besonders gut im Voraus planen.

Worauf sollte bei einem Studienkredit besonders geachtet werden?

Bei der Wahl des Studienkredits sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:

  • Voraussetzungen: Die KfW akzeptiert nur Antragsteller von 18 bis 44 Jahre, die entweder EU-Staatsbürger, Familienangehörige eines EU-Staatbürgers oder Bildungsinländer sind.
  • Höchstsumme: Grenzen bestehen bei der Kredithöhe. Sowohl der Gesamtbetrag als auch der monatliche Zahlbetrag können begrenzt sein. Bei der KfW etwa wird höchstens eine Summe von 650 Euro pro Monat ausgezahlt.
  • Zinsen: Die Zinssätze unterscheiden sich sowohl in der Auszahl- als auch in der Rückzahlphase. Wichtig ist in jedem Fall der effektive Zinssatz. Bei der KfW ist der Zinssatz variabel. Es ist jedoch jederzeit möglich, einen Festzins zu vereinbaren – sogar bereits während der Rückzahlung.
  • Einmalzahlungen: Manche Anbieter ermöglichen auch zusätzliche Einmalzahlungen, zum Beispiel für besondere Anschaffungen (Notebook usw.).

Weitere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren

Für Studierende in einer fortgeschrittenen Phase der Ausbildung vergibt die KfW einen Bildungskredit. Hier ist die monatliche Summe auf maximal 300 Euro begrenzt.

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