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Ratenkredit: Den Kontostand aus dem Minus holen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer mit dem Girokonto dauerhaft ins Minus rutscht, kann sich mit einer Umschuldung auf einen Ratenkredit neuen Spielraum verschaffen.
  • Für einen Ratenkredit zahlen Sie viel weniger Zinsen als für den teuren Dispo – oft lassen sich so mehrere hundert Euro sparen.
  • Achten Sie bei der Kreditanfrage auf den Verwendungszweck „Ausgleich Girokonto".

Günstigen Umschuldungskredit finden

Günstiger Ratenkredit statt teurem Dispo

Es passiert ganz schnell: Die Waschmaschine geht plötzlich kaputt, das Auto muss auch in die Werkstatt und dann bucht auch noch die Versicherung den Jahresbeitrag ab – kurz: Die Rechnungen stapeln sich. Dann kommt der Dispositionskredit der Bank genau richtig, um die Löcher in der Haushaltskasse zu stopfen. Doch die Sache hat einen Haken: Die Zinsen für den Dispokredit sind sehr hoch. In einer Auswertung der Stiftung Warentest im Herbst 2021 lag er bei 9,51 Prozent.

Das Resultat: Viele Verbraucher verschulden sich durch den hohen Zinssatz weiter und schaffen es nur schwer, ihren Kontostand wieder auszugleichen. Als Faustregel gilt: Wenn Sie länger als drei Monate im Dispo sind, ist es Zeit für eine Umschuldung. Mit einem günstigen Ratenkredit lässt sich das Konto einfach ausgleichen und Sie gewinnen Ihren finanziellen Spielraum zurück.

Mit der Umschuldung über 300 Euro sparen

Umschuldungskredite gibt es bei den günstigsten Banken schon ab einem effektiven Zwei-Drittel-Zins von 2,43 Prozent. Das bedeutet, dass zwei Drittel aller Kunden diesen oder einen besseren Zinssatz erhalten.

Folgendes Rechenbeispiel verdeutlicht das Sparpotenzial: Wer 3.000 Euro umschulden will, zahlt für einen günstigen Ratenkredit mit dreijähriger Laufzeit eine monatliche Rate von von 86,64 Euro. Über die volle Laufzeit fallen insgesamt 112 Euro Zinsen an.

Würden Sie die Summe in gleichen Monatsraten über 3 Jahre zum durchschnittlichen Dispozinssatz tilgen, müssten Sie insgesamt 440 Euro Zinsen zahlen. Durch die Umschuldung auf den günstigen Ratenkredit sparen Verbraucher also 328 Euro.

Tipps für die Umschuldung

Das Umschulden des Dispokredits lohnt sich also, wenn sich Ihr Konto dauerhaft im Minus befindet. Sie sollten aber der Versuchung widerstehen, die Kreditsumme extra hoch anzusetzen und sich einen Puffer einzubauen. Guthaben auf dem Girokonto bringt nämlich keine Zinsen. Sie müssten aber auf die volle Summe Kreditzinsen bezahlen. Stattdessen können Sie Ihren Kredit aufstocken, falls das notwendig werden sollte.

Achten Sie außerdem darauf, die Raten nicht zu hoch anzusetzen. Niemandem ist geholfen, wenn Sie durch die monatlichen Zahlungen Ihre laufenden Kosten so sehr erhöhen, dass Sie nach und nach wieder ins Minus rutschen. Rechnen Sie also vorab genau durch, wie viel Geld Sie jeden Monat zurückzahlen können und seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst. Auch ein Ratenkredit mit niedriger Monatsrate und langer Laufzeit ist günstiger als ein Dispokredit.

Noch ein wichtiger Tipp: Wählen Sie bei Ihrer Kreditanfrage unbedingt den Verwendungszweck „Ausgleich Girokonto“ aus. Im Zuge der Bonitätsprüfung erfährt die Bank vom Minus auf Ihrem Konto. Der Verwendungszweck verrät ihr, dass Sie keinen zusätzlichen Kredit beantragen, sondern mit dem Geld ihre bestehenden Verbindlichkeiten abbauen wollen. Das erhöht Ihre Chancen auf ein Kreditangebot und verbessert Ihren Zinssatz.

Überschuldung vorbeugen

Nach der Umschuldung sollten Sie darauf achten, dass Ihr Konto nicht erneut tief in die roten Zahlen rutscht. Ein Haushaltsbuch kann dabei helfen, Ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. Viele Schuldnerberater empfehlen zudem, nach der Umschuldung den Dispo-Rahmen zu senken.