Es ist nicht außergewöhnlich, dass man beim Zoll in einer Auktion ein Auto kaufen kann. Das Land Nordrhein-Westfalen beispielsweise hat einmal im Monat eine solche Versteigerung. Bis zu 150 Fahrzeuge stehen dann zur Auswahl. Neben den Auktionen vor Ort besteht auch die Möglichkeit von Online-Auktionen. Was muss man dabei beachten und wie ist das Vorgehen?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Zoll-Auktion: Auto Probe fahren entfällt
  3. Welche Autos werden versteigert?
  4. Wie verläuft die Auktion?
  5. Bezahlung und Transport nach der Auktion
  6. Zoll-Auktion von Autos: Die Vorteile und Nachteile
  7. Für wen lohnt sich die Zoll-Auktion?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Zoll-Auktionen für Autos finden überwiegend online statt.
  • Der Vorteil ist die Seriosität des Anbieters.
  • Nachteilig ist, dass es kein Rückgaberecht und keine Möglichkeit zur Probefahrt gibt.
  • Versteigert werden sowohl Behördenfahrzeuge als auch beschlagnahmte Wagen.

Zoll-Auktion: Auto Probe fahren entfällt

Wer beim Zoll ein Auto kaufen möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass es keine Probefahrt gibt. Während die Fahrzeuge, die in Nordrhein-Westfalen versteigert werden, in einer Halle in Düsseldorf stehen, sind die anderen Autos deutschlandweit auf die Dienststellen verteilt.

Da die Fahrzeuge stillgelegt sind, entfällt die Probefahrt. Eine Nutzung mit rotem Kennzeichen entfällt ebenfalls. Allerdings besteht bei Versteigerungen vor Ort die Möglichkeit der Besichtigung.

Welche Autos werden versteigert?

Zur Versteigerung kommen:

  • Kommunale Sonderfahrzeuge, beispielsweise Schneefräsen oder Bauhof-Unimogs der Kommunen
  • Zivilfahrzeuge, militärische Dienstwagen, Polizeiautos, Einsatzfahrzeuge, Lkw
  • Rettungswagen, Feuerwehrautos, Polizei- und Bundeswehrbusse
  • Beschlagnahmte oder eingezogene Fahrzeuge

Die Bandbreite der Autos bei einer Zoll-Auktion reicht vom Nutzfahrzeug bis hin zur Luxuslimousine britischer Hersteller.

Handelt es sich um beschlagnahmte Autos, beispielsweise aufgrund von Steuerschulden, kann der Eigentümer allerdings noch in der laufenden Auktion sein Fahrzeug auslösen, wenn er die offene Schuld begleicht.

Wie verläuft die Auktion?

Der Zoll hat für seine Auktionen die Plattform zoll-auktion.de installiert. Handelt es sich um eine Onlineversteigerung, muss sich der Interessent im ersten Schritt dort registrieren. Diese Anmeldung ist kostenlos. Die Registrierung kann mit Klarnamen oder Pseudonym erfolgen. Der Interessent kann sich nach der Registrierung einen Überblick über die zur Auswahl stehenden Fahrzeuge machen und für seinen Favoriten ein Gebot abgeben. Die Autos sind zwar nicht zu besichtigen, aber dafür detailliert beschrieben.

Theoretisch kann der Erwerb eines Autos im Rahmen der Online-Auktion jederzeit erfolgen. Es gibt keine bestimmte Uhrzeit, zu der eine Auktion beginnt, nur ein festgelegtes Ende. Der Käufer erwirbt das Auto, wenn sein Gebot fünf Minuten Bestand hat. Wurde das Ende der Auktion auf 16:00 Uhr festgelegt und um 15:58 geht ein neues Gebot ein, verlängert sich das Ende auf 16:03 Uhr.

Bei einer Präsenzauktion beendet der Auktionator die Versteigerung. Damit sind auch Angebote in letzter Sekunde möglich, da er das berühmte „zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“ sagt. Dies entfällt im Internet. Damit niemand ein Gebot in letzter Sekunde vor Ablauf der Versteigerung abgeben kann, wurde die Fünf-Minuten-Regelung eingeführt.

Für das Fahrzeug wird ein Mindestgebot festgelegt. Für die Gebote selbst kann der Zoll Mindestschritte, beispielsweise 50 oder 100 Euro festlegen. Nun muss niemand die ganze Zeit, wie in den frühen Tagen von eBay, vor dem Bildschirm sitzen. Die Auktionsplattform bietet einen integrierten Bietagenten. Hier gibt der Interessent einfach seinen maximalen Preis vor, den er bezahlen würde. Klettern die Gebote über diese Höchstgrenze, schaltet der Bietagent ab.

Alternativen zum Zoll

Das Bundesverwertungsunternehmen VEBEG bietet ebenfalls einmal im Monat eine Auktion für Autos von Behörden und deren nachgeordneter Dienststellen an. Parallel dazu gibt es auch Live-Auktionen im Internet.

Bezahlung und Transport nach der Auktion

Wie erfolgt die Bezahlung?

Wird die Zoll-Auktion für Autos als Präsenzversteigerung durchgeführt, muss der Erwerber den Kaufpreis vor Ort bar oder mit Karte entrichten. Bei den Onlineauktionen ist der Zahlungsmodus vorgegeben. In der Regel greift der Zoll auf Überweisungen zurück.

Wie kommt das Auto zu mir?

Die Modalitäten zur Fahrzeugübergabe sind im Rahmen der Auktion ausgeschrieben. Eine kostenpflichtige Zustellung an den Wohnort des Erwerbers ist nur nach Absprache möglich. Alternativ muss der Käufer selbst mit einem Hänger oder Kfz-Transporter den Wagen an seinem Standort abholen.

Zoll-Auktion von Autos: Die Vorteile und Nachteile

Vorteile

Selbst beim Händler ist der Gebrauchtwagenkauf häufig Vertrauenssache. Ein wenig Zweifel an der Seriosität des Anbieters bleiben meist. Im Fall des Zolls muss man sich über die Seriosität keine Gedanken machen. Einen weiteren Vorteil bietet die Zoll-Auktion dahin gehend, dass das Fahrzeug im Vorfeld begutachtet wurde und das Gutachten als Beschreibung vorhanden ist. Dazu kommt, dass der Kauf unabhängig vom Standort des Autos erfolgen kann.

Bei beschlagnahmten Fahrzeugen kann es der Fall sein, dass es keine Papiere gibt. In diesem Fall kommt auf den Erwerber ein zusätzlicher Aufwand in Bezug auf die Zulassung zu.

Nachteile

Leider bietet der Kauf eines Autos bei einer Zoll-Auktion auch Nachteile. Dazu zählt, dass eine Probefahrt auch bei einer Präsenzauktion nicht möglich ist. Bei einer Online-Versteigerung entfällt auch die Besichtigung. Der Zoll gibt, im Gegensatz zu einem Händler, auch keine Gewährleistung. Diese entfällt aber auch, wenn ein Auto von Privat erworben wird. Zu guter Letzt ist eine Rückgabe ausgeschlossen. Wer sein Auto sieht und es doch nicht möchte, muss es dann andernorts weiterverkaufen.

Für wen lohnt sich die Zoll-Auktion?

Das Risiko, dass am Auto Reparaturen notwendig sind, ist zu Beginn der Auktion bekannt. Wer sich mit Autos auskennt und Erfahrung mit Instandsetzungen hat, kann im Rahmen einer Autoversteigerung beim Zoll durchaus sehr günstige Angebote finden.

Kaufe ich nicht besser beim Gebrauchtwagenhändler?

Die Frage beantwortet sich durch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ist es möglich, ein Auto in gutem Zustand zu einem günstigeren Preis zu ersteigern, als beim Händler zu kaufen, liegt die Antwort auf der Hand. Kann der Käufer bei einem reparaturbedürftigen Wagen viel selbst machen und bekommt das Auto zu einem sehr guten Preis, lohnt sich der Kauf ebenfalls.

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