Der Zahnriemen ist nur ein kleines Bauteil im Kfz-Motor. Als Antriebselement hat er dort eine wichtige Funktion. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass der Zahnriemen problemlos funktioniert und das Material einwandfrei ist.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Welche Funktion hat ein Zahnriemen?
  3. Wie ist ein Zahnriemen aufgebaut?
  4. Was kostet ein Zahnriemen?
  5. Wie oft ist ein Zahnriemen zu wechseln?
  6. Was kostet es, den Zahnriemen wechseln zu lassen?
  7. Welche Vorteile hat ein Zahnriemen gegenüber einer Steuerkette?
  8. Welche Nachteile hat ein Zahnriemen gegenüber einer Steuerkette?
  9. Verwandte Themen
  10. Weiterführende Links
  11. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die von der Kurbelwelle stammende Kraft überträgt der Zahnriemen auf die Nockenwelle.
  • Zahnriemen sind vergleichsweise kostengünstig und arbeiten geräuscharm.
  • Zahnriemen müssen regelmäßig kontrolliert und gewechselt werden. Das vom Hersteller vorgegebene Wechselintervall ist unbedingt einzuhalten, weil sonst ein Motorschaden droht.

Welche Funktion hat ein Zahnriemen?

Dem Zahnriemen kommt die Aufgabe zu, Kraft zu übertragen. Konkret geht es um die Kurbelwelle und deren Drehbewegung, die den Zahnriemen antreibt und die bei der Nockenwelle ankommen soll. Die Nockenwelle ist dafür da, die Ventile des Motors mit Hilfe dieser Bewegung auf die exakt richtige Art und Weise sowie zum richtigen Zeitpunkt zu öffnen und zu schließen. Der Zahnriemen ist somit am korrekten Verbrennungsprozess im Motor beteiligt, indem er dafür sorgt, dass Ventile und Motorkolben nicht miteinander in Berührung kommen.

Wie ist ein Zahnriemen aufgebaut?

Der Zugstrang im Inneren besteht aus stark belastbaren Fasern. Sie übertragen den größten Teil der Kraft. Die Fasern sind von Kautschuk, Gummi oder Kunststoff umgeben. Aus diesem Material bestehen auch die Zähne. Spezielles Gewebe verhindert Abrieb und schützt somit die Zähne davor, zu verschleißen. Sie sind entweder trapez- oder kurvenförmig. Die Größe der Abstände zwischen den Zähnen kann variieren. Der Abstand sollte immer richtig gewählt werden, um zu gewährleisten, dass die Verzahnung wie vorgesehen funktioniert. Andernfalls kann der Riemen überspringen, was wiederum einen Motorschaden bewirken kann.

Was kostet ein Zahnriemen?

Ein Zahnriemen ist ein vergleichsweise günstiges Bauteil, für das nicht einmal 100 Euro zu zahlen sind. Es ist empfehlenswert, auf Originalteile zu setzen, weil diese oft langlebiger sind als Nachbauteile.

Wie oft ist ein Zahnriemen zu wechseln?

Wie oft ein Zahnriemen zu wechseln ist, unterscheidet sich je nach Fahrzeugtyp. Die Abstände können zwischen 60.000 und 150.000 zurückgelegten Kilometern schwanken. Im Serviceheft wie in der Bedienungsanleitung sind zudem Jahresangaben vermerkt, weil das Material unabhängig davon ermüdet, ob das Auto bewegt wird. Das Wechselintervall ist unbedingt einzuhalten, weil andernfalls der Motor Schaden nehmen könnte. Dazu kommt es, wenn Ventile und Kolben kollidieren, weil der Zahnriemen reißt. Bei der Inspektion sollte der Zahnriemen auch außerhalb des vorgeschriebenen Wechsels geprüft werden. So lassen sich Risse und nachlassende Spannung entdecken.

Was kostet es, den Zahnriemen wechseln zu lassen?

Auch die Kosten für das Auswechseln variieren stark. Unter anderem spielt es eine Rolle, wie leicht die Werkstatt an den Zahnriemen herankommt. Bei manchen Modellen ist sogar der Motor ganz auszubauen. Fahrzeughalter sollten einen dreistelligen Betrag einplanen, der hoch oder niedrig ausfallen kann. In Einzelfällen sind die Kosten eventuell höher. Außerdem muss die Werkstatt sicherstellen, dass nach dem Wechsel alles wie vorgesehen ineinandergreift. Es kann sich ergeben, dass auch andere Teile zu erneuern sind. Das betrifft häufig die Wasserpumpe. Sie zu ersetzen bedeutet ungefähr so viel Aufwand wie der Wechsel des Zahnriemens selber. Weil das Zusammenspiel komplex ist, ist es nicht ratsam, den Zahnriemen selbständig auszuwechseln.

Welche Vorteile hat ein Zahnriemen gegenüber einer Steuerkette?

  • Kraftübertragung: Die Zähne ermöglichen es, die Kraft ohne Schlupf und synchron zu übertragen. Die Übersetzung ist konstant und es lassen sich hohe Leistungen übertragen.
  • Sparsamkeit: Der Zahnriemen benötigt keine Abdichtung, sondern lediglich eine Abdeckung. Das spart Material und Kosten.
  • Wartungsarm: Der Zahnriemen muss im Gegensatz zur Steuerkette nicht geschmiert werden.
  • Geräuscharm: Der Zahnriemen arbeitet mit wenig Gewicht und Geräusch sowie mit mehr Laufruhe als eine Steuerkette.
  • Kosten: Ein Zahnriemen ist erschwinglicher als eine Steuerkette.
  • Aufwand: Einen Zahnriemen zu montieren ist weniger aufwendig als die Montage einer Steuerkette.

Welche Nachteile hat ein Zahnriemen gegenüber einer Steuerkette?

  • Langlebigkeit: Die Steuerkette besteht aus Metall und muss nicht so oft gewechselt werden. Aus diesem Grund geben Hersteller für Steuerketten keine Wechselintervalle an. Oft halten sie so lange wie der Motor.
  • Kaum Motorschäden: Die Steuerkette ist zwar regelmäßig zu ölen, die Gefahr von Materialermüdung ist allerdings gering. Einen Verschleiß kündigt zudem ein rasselndes Motorgeräusch an. Ein teurer Motorschaden durch einen gerissenen Riemen ist somit nicht zu erwarten.

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