Wenn Ihnen die Zeit für das An- oder Ummelden Ihres Autos fehlt, können Sie eine Person Ihres Vertrauens damit beauftragen. Um die erforderlichen Formalitäten erledigen zu dürfen, benötigt diese eine Vollmacht von Ihnen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wann ist eine Vollmacht für die Kfz-Zulassung sinnvoll?
  3. Die Vollmacht beim Fahrzeugkauf
  4. Vollmacht bei Umzug und Abmeldung
  5. Formulierung der Vollmacht
  6. Was noch zur Vollmacht für die Kfz-Zulassung dazugehört
  7. So läuft die An- und Ummeldung konkret ab
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs oder bei Umzug muss das zugelassen Fahrzeug bei der Zulassungsbehörde angemeldet werden.
  • Die Anmeldung kann mit einer unterschriebenen Vollmacht und Ausweispapieren auch von einer dritten Person übernommen werden.
  • Zusätzlich wird für eine erfolgreiche Zulassung mit Vollmacht eine unterschriebene Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer) benötigt.

Wann ist eine Vollmacht für die Kfz-Zulassung sinnvoll?

Der Gang zur Zulassungsbehörde ist für viele Verbraucher eine zeitaufwändige Angelegenheit. Erschwerend kommt für Berufstätige hinzu, dass sich die Öffnungszeiten oftmals nur schwer mit der arbeitsfreien Zeit vereinbaren lassen. Doch es gibt eine Lösung für dieses Problem: Wenn Sie selbst keine Zeit für die Anmeldung Ihres Autos haben, können Sie einer Person Ihres Vertrauens eine Vollmacht für die Kfz-Zulassung ausstellen.

Die Vollmacht beim Fahrzeugkauf

Wenn Sie beim Händler ein Auto kaufen, bietet dieser häufig an, die Formalitäten für die Zulassung zu übernehmen. In diesem Fall erteilen Sie beispielsweise beim Kauf eines Neuwagens dem Händler eine Vollmacht für die Kfz-Anmeldung, die Sie in der Regel zusammen mit dem Kaufvertrag ausfüllen und unterschreiben.

Erwerben Sie das Auto privat, müssen Sie selbst aktiv werden. Häufig übernehmen Sie beim privaten Gebrauchtwagenkauf ein Fahrzeug, das bei der Übergabe noch auf den vorigen Eigentümer zugelassen ist. Als neuer Eigentümer sind Sie verpflichtet, das Auto ohne schuldhafte Verzögerung umzumelden. Eine exakte Frist schreibt der Gesetzgeber nicht vor, doch länger als eine bis maximal zwei Wochen sollten Sie sich damit nicht Zeit lassen.

Falls Sie kurzfristig keine Zeit haben, können Sie einem Dritten die erforderliche Vollmacht für die Kfz-Ummeldung ausstellen.

Vollmacht bei Umzug und Abmeldung

Auch bei einem Umzug sind Sie verpflichtet, Ihr Auto zeitnah umzumelden. Auch in diesem Fall können Sie sich per Vollmacht vertreten lassen, um den Behördengang nicht selbst antreten zu müssen.

Ohne Vollmacht ist die Kfz-Abmeldung durch einen Dritten möglich. Um die Abmeldung vorzunehmen, benötigt die Zulassungsstelle lediglich die Zulassungsbescheinigung Teil I und II – früher als „Fahrzeugschein“ und „Fahrzeugbrief“ bezeichnet – sowie die Nummernschilder des Fahrzeugs. Ob Sie selbst oder jemand anderes die Abmeldung in die Wege leitet, ist für die Behörde unerheblich.

Formulierung der Vollmacht

Für die Mitarbeiter der Zulassungsbehörde muss klar erkennbar sein, dass die bevollmächtigte Person in Ihrem Sinne handelt. Schreiben Sie daher unmissverständlich, welche Handlung der Bevollmächtigte ausführen soll.

Beispiel für eine eindeutige Formulierung:

„Hiermit erteile ich (Ihr Name, Ihre Adresse und Ihr Geburtsdatum) die Vollmacht zur Zulassung meines Fahrzeugs an (Name, Adresse und Geburtsdatum des Bevollmächtigten). Das Fahrzeug VW Golf, Baujahr 2014 mit der Fahrzeug-Identifikationsnummer (hier die in der Zulassungsbescheinigung vermerkte Identifikationsnummer einfügen) soll auf mich angemeldet werden.“

Wichtig: Die Vollmacht ist nur dann gültig, wenn sich die Identität des Vollmachtgebers und des Bevollmächtigten eindeutig feststellen lässt. Nennen Sie daher neben den Namen und Adressen stets auch die Geburtsdaten der beteiligten Personen. Diese gewährleisten zusammen mit dem Vor- und Zunamen die eindeutige Identifizierung, wenn als Ausweisdokument ein Reisepass dient. Denn im Gegensatz zum Personalausweis enthält der Pass keine Wohnadresse.

Was noch zur Vollmacht für die Kfz-Zulassung dazugehört

Um Ihre Identität als Vollmachtgeber zu bestätigen, machen Sie am besten eine Kopie Ihres Ausweises, die Sie nochmals eigenhändig unterschreiben. Der Bevollmächtige benötigt darüber hinaus seinen eigenen Personalausweis oder Reisepass, um ihn zur Legitimierung vorlegen zu können.

Darüber hinaus benötigt die Zulassungsstelle die folgenden Unterlagen:

  • Bei Gebrauchtwagen die Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie einen gültigen Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung,
  • bei Neuwagen die Zulassungsbescheinigung Teil II, da Teil I dann direkt von der Behörde ausgestellt wird,
  • ein vom Vollmachtgeber unterzeichnetes SEPA-Lastschriftmandat, damit der Fiskus die Kfz-Steuer vom Bankkonto abbuchen kann sowie
  • eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) in Form einer Zahlen- und Buchstabenfolge, die Sie von der Kfz-Versicherung erhalten. Die eVB ist der Beleg dafür, dass eine Haftpflichtversicherung besteht und das Fahrzeug somit am Straßenverkehr teilnehmen darf.

So läuft die An- und Ummeldung konkret ab

Je nachdem, ob Sie einen Neu- oder Gebrauchtwagen erwerben, läuft die Kfz-Anmeldung oder Kfz-Ummeldung unterschiedlich ab.

Kfz-Anmeldung eines Neuwagens mit Vollmacht

Wenn Sie einen Neuwagen gekauft haben und keinen Händlerservice für die Zulassung in Anspruch nehmen, findet die Anmeldung mit Vollmacht in folgenden Schritten statt:

  1. Der Hersteller liefert den von Ihnen bestellten Wagen an den Händler, der das Fahrzeug abholbereit bei sich stehen lässt.
  2. Sie lassen sich nach der Bezahlung des Kaufpreises die Zulassungsbescheinigung Teil II aushändigen.
  3. Sie stellen einer Person Ihres Vertrauens eine Vollmacht für die Kfz-Anmeldung aus und erteilen ein SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug der Kfz-Steuer.
  4. Sie entscheiden sich für einen Kfz-Versicherer und lassen sich die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) übermitteln.
  5. Der Bevollmächtigte geht zur Zulassungsbehörde, die sowohl die Zulassungsbescheinigung Teil I ausstellt als auch die Nummernschilder anfertigt. Damit ist Ihr Fahrzeug zugelassen.

Kfz-Ummeldung eines Gebrauchtwagens mit Vollmacht

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens handelt es sich häufig um ein Fahrzeug, das noch auf den Vorbesitzer zugelassen ist. Dadurch gestaltet sich der Ablauf der Ummeldung etwas anders als bei der Zulassung eines Neuwagens:

  1. Sie übernehmen nach dem Bezahlen des Kaufpreises das Auto, das noch auf den alten Eigentümer zugelassen ist. Bis zum Abschluss einer neuen Versicherungspolice treten Sie auch in den bestehenden Versicherungsvertrag ein. Mit der eVB der noch laufenden Autoversicherung können Sie die Ummeldung veranlassen.
  2. Achten Sie darauf, dass Sie neben der Zulassungsbescheinigung Teil I und II auch den Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung erhalten haben oder dass zumindest die erfolgreiche und noch gültige Prüfung in der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist.
  3. Stellen Sie bei Bedarf einer Person Ihres Vertrauens die Vollmacht aus, um die Kfz-Ummeldung vorzunehmen.
  4. Geben Sie dem Bevollmächtigten neben den oben genannten Unterlagen auch die alten Nummernschilder mit auf dem Weg zur Zulassungsbehörde, um sie dort entwerten zu lassen und gegen die neuen einzutauschen.

Tipp: Wenn Sie einen Gebrauchtwagen im abgemeldeten Zustand erwerben, benötigen Sie für die Überführungsfahrt ein Kurzzeitkennzeichen das maximal fünf Tage lang gültig ist. Zur Ausstellung des Kurzzeitkennzeichens benötigt die Zulassungsstelle eine eVB.

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