Alle zwei Jahre (bei Neuwagen zum ersten Mal drei Jahre nach dem Kauf) müssen Fahrzeughalter in Deutschland zum TÜV, um ihren Pkw bei der Hauptuntersuchung auf Herz und Nieren überprüfen zu lassen. Nach der bestandenen Hauptuntersuchung beweist eine neue TÜV-Plakette die Verkehrssicherheit des Pkw. Wenn der Fahrzeughalter den TÜV jedoch überzieht, drohen mitunter Bußgelder.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Definition: Was ist der TÜV?
  3. Die TÜV-Plakette
  4. Die sechs Farben der TÜV-Plakette
  5. Was bedeuten die Zahlen auf der TÜV-Plakette?
  6. TÜV überzogen: Was passiert?
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • TÜV bedeutet „Technischer Überwachungsverein“.
  • Beim TÜV handelt es sich um eine offizielle Prüfstelle, die die Hauptuntersuchung von Pkw durchführt.
  • Die TÜV-Plaketten zeigen an, wann genau der TÜV fällig ist.
  • Wird der TÜV überzogen, erheben die polizeilichen Behörden Bußgelder, beispielsweise in Verkehrskontrollen.

Definition: Was ist der TÜV?

Der TÜV ist eine der größten deutschen Prüfstellen, die die Hauptuntersuchungen (kurz HU) von Autos, Motorrädern und Co. durchführt. Die Abkürzung steht für „Technischer Überwachungsverein“. Um die Hauptuntersuchung durchzuführen zu lassen, steuern die Fahrzeughalter etwa alle 24 Monate eine der folgenden Prüfstellen an:

Bei der Hauptuntersuchung überprüfen die dortigen Sachverständigen, Prüfingenieure und Prüfer das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit. Hierbei werden zum Beispiel die folgenden Fahrzeugbauteile untersucht:

  • Lenkung
  • Reifen
  • Bremsen
  • Scheiben
  • Spiegel
  • Auspuffanlage
  • Rahmen
  • Karosserie
  • Beleuchtung
  • Elektrische Anlage

Die Kosten der Hauptuntersuchung sind von Region zu Region und von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp unterschiedlich. Ein Beispiel: TÜV Süd berechnet für die Hauptuntersuchung etwa 55 Euro. Bei TÜV Hessen fallen Kosten von etwa 80 Euro an. Wenn die Prüfstellen auch noch die Abgasuntersuchung (AU) durchführen sollen, liegen die Kosten bei insgesamt etwa 100 Euro.

Die TÜV-Plakette

Bei bestandener Hauptuntersuchung erhalten die geprüften Pkw eine neue TÜV-Plakette, die der Prüfer am hinteren Kennzeichen anbringt. Sie besteht aus einer dünnen, reißfesten Folie. Die TÜV-Plakette gibt an, wann die nächste Hauptuntersuchung für den Pkw fällig ist. Sie ist außerdem ein Erkennungszeichen für die Straßenverkehrspolizei, die dank der TÜV-Plakette auch aus größeren Entfernungen erkennen kann, ob ein Fahrzeug für den Straßenverkehr zulässig ist. Dabei orientieren sich die Behörden an der Farbe der Plakette, die jährlich eine andere ist und dabei immer ein bestimmtes Farbschema folgt.

Die sechs Farben der TÜV-Plakette

Die sechs unterschiedlichen Farben der TÜV-Plakette geben zu erkennen, in welchem Jahr der Pkw wieder zur Hauptuntersuchung muss oder ob die Frist bereits verstrichen und der TÜV abgelaufen ist. Die folgenden Farben der TÜV-Plakette gelten für die Jahre 2020 bis 2025:

  • Blau (2020)
  • Gelb (2021)
  • Braun (2022)
  • Rosa (2023)
  • Grün (2024)
  • Orange (2025)

Ab 2026 beginnt der Ablauf des Farbschemas dann wieder von vorn.

Was bedeuten die Zahlen auf der TÜV-Plakette?

Die Zahlen auf der TÜV-Plakette geben noch einmal detaillierter an, wann der TÜV fällig ist. Für den Fahrzeugbesitzer sind diese zwei Zahlen wichtig: die Zahl oben an der TÜV-Plakette und die Zahl in der Mitte der TÜV-Plakette.

  • Die Zahl oben gibt den Monat an, in dem die Hauptuntersuchung ansteht.
  • Die Zahl in der Mitte gibt das Jahr an, in dem die Hauptuntersuchung erfolgen muss.

Beispiel: Eine 10 am oberen Rand und eine 22 in der Mitte der TÜV-Plakette bedeuten, dass der Pkw im Oktober des Jahres 2022 zum TÜV muss. Damit die Zahlen auch aus einiger Entfernung gut zu erkennen sind, dient ein schwarzer Balken am Rand der Zahlen 11, 12 und 1, also bei den Monaten November, Dezember und Januar, als Hilfeleistung. Daran können Mitarbeiter vom Ordnungsamt oder Verkehrspolizisten noch einfacher und schneller erkennen, ob ein Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen ist oder ob der TÜV bereits überzogen wurde.

TÜV überzogen: Was passiert?

Grundsätzlich dürfen Fahrzeughalter ihren TÜV nicht überziehen und sollten die Hauptuntersuchung daher unmittelbar im jeweiligen Monat der Fälligkeit von der Prüfstelle durchführen lassen. Wenn der Fahrzeugbesitzer dieser Pflicht nicht nachkommt, gilt der TÜV schon am ersten Tag des Folgemonats als überzogen.

Ein überzogener TÜV bleibt aber zunächst einmal ohne Folgen. Erst nach dem zweiten Monat der überschrittenen Frist müssen die Fahrzeughalter mit einem Bußgeld durch die Behörden rechnen, zum Beispiel, wenn sie in eine Verkehrskontrolle geraten. Die Bußgelder sind gestaffelt und richten sich nach der Dauer des überzogenen TÜVs in Monaten.

  • Ab zwei Monate: 15 Euro Bußgeld
  • Vier bis sechs Monate: 25 Euro Bußgeld
  • Mehr als acht Monate: 60 Euro Bußgeld, ein Punkt in Flensburg

Die TÜV-Prüfstelle selbst erhebt kein Bußgeld, ist aber gesetzlich dazu verpflichtet, bei einem ab zwei Monaten überzogenen TÜV eine erweiterte Hauptuntersuchung durchzuführen. Hierfür berechnen die TÜV-Prüfstellen einen Aufschlag in Höhe von 20 Prozent. Manche Prüfstellen bezeichnen die erweiterte Hauptuntersuchung auch als Ergänzungsuntersuchung.

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