Die Begriffe Pedelec und E-Bike werden in der Umgangssprache meist gleich verwendet. Doch nicht nur in der Versicherung besteht zwischen einem E-Bike und einem Pedelec ein Unterschied. Ein E-Bike fährt auf Knopfdruck von alleine. Das Pedelec, Kürzel für Pedal Electric Cycle, schaltet den Motor nur zu, wenn der Fahrer auch die Pedale betätigt. Worauf es bei der Pedelec-Versicherung ankommt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Besteht eine Pedelec-Versicherungspflicht?
  3. Was ist eine Pedelec-Versicherung?
  4. Wie errechnen sich die Kosten?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Für ein Pedelec besteht Haftpflichtversicherungspflicht, wenn es schneller als 25 km/h fährt.
  • Die Pedelec-Versicherung übernimmt die Kosten für Schäden am eigenen Pedelec.
  • Gute Policen schließen auch den Verschleiß des Akkus mit ein.
  • Die Prämie orientiert sich am Leistungsumfang und einer möglichen Selbstbeteiligung.

Besteht eine Pedelec-Versicherungspflicht?

Die Versicherungspflicht von Pedelecs und E-Bikes orientiert sich an der möglichen Geschwindigkeit. Für E-Bikes ist eine gesetzliche Haftpflichtversicherung bereits ab einer möglichen Leistung von sechs Kilometern pro Stunde vorgeschrieben. Das Pflichtversicherungsgesetz regelt in Paragraf 2, Abs. 1, dass die Versicherungspflicht nur für Fahrzeuge besteht, die schneller als sechs Kilometer pro Stunde fahren. Das Fahren eines E-Bikes setzt den Mofa-Führerschein voraus.

Das Pedelec, das auch ohne elektronische Unterstützung fährt, ist bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h zulassungsfrei, da diese Geschwindigkeit auch ohne weiteres ohne Motorunterstützung erreicht werden kann. Ein Pedelec mit dieser Motorisierung gilt als Fahrrad.

Die Versicherungspflicht besteht nur bei einer Motorisierung, die eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreichen. Bikes mit dieser Geschwindigkeit sind als S-Pedelec klassifiziert, "schnelle" Pedelecs. Für diese Pedelecs ist ein Mofa-Führerschein Voraussetzung.

Die Versicherungspflicht bezieht sich nur auf die Haftpflichtversicherung. Allerdings ist es durchaus ratsam, auch den Kaskoschutz mit einzubeziehen.

Was ist eine Pedelec-Versicherung?

Die Pedelec-Versicherung gliedert sich in die Haftpflichtversicherung und in die Kaskoversicherung. Paragraf 1 des Pflichtversicherungsgesetzes gibt eine klare Vorgabe hinsichtlich der Versicherungspflicht:

Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort im Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden nach den folgenden Vorschriften abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen (§ 1 des Straßenverkehrsgesetzes) verwendet wird.

Die Leistungen der Haftpflichtversicherung sind damit klar umrissen. Unterschiede gibt es in der Versicherungssumme. Üblich und empfohlen ist eine Deckung in Höhe von 100 Millionen Euro. Die wesentlichen Unterschiede einer Pedelec-Versicherung, auch bei einer S-Pedelec-Versicherung, liegen jedoch im Fahrradschutz selbst.

Der Kaskoschutz für die Pedelec-Versicherung

Die meisten Versicherer bieten Deckung für Pedelecs bis zu einem Wert von 10.000 Euro an. Voraussetzung ist allerdings, dass das Bike nicht älter als sechs Monate ist. Die Hausratversicherung schützt zwar im Fall von Diebstahl, sieht aber keine Leistung bei Sturzschäden oder Materialschäden vor. Dazu kommt, dass das Pedelec nur als pauschale Größe in Relation zum Hausrat versichert ist. Übersteigt der Wert des Pedelec diese Pauschale, muss der Halter einen Prämienaufschlag entrichten.

Die Pedelec-Versicherung bietet einen weitaus umfassenderen Versicherungsschutz. Ein wichtiger Punkt bei der Absicherung des Pedelec ist der Akku. Ein guter Versicherer kommt sowohl für die Kosten bei Diebstahl als auch für Schäden an der Elektrik auf. Auf Akku und Motor entfällt in der Regel die Hälfte des Kaufpreises. Der umfassende Versicherungsschutz für ein Pedelec gilt für Diebstahl, Reparaturen und Technik. Idealerweise schließt er zumindest in Europa auch einen Pick-up Service bei Unfall oder Reparatur ein.

Im Einzelnen greift die Pedelec-Versicherung bei:

  • Diebstahl
  • Teilediebstahl
  • Akkudiebstahl
  • Vandalismus
  • Unfall-, Pannen- und Sturzschäden, auch bei Totalschaden
  • Neuradersatzleistung, wenn eine Reparatur wirtschaftlich keinen Sinn mehr machtUnsachgemäße Handhabung
  • Nach Ablauf der Garantie Materialfehler, Produktionsfehler und Konstruktionsfehler
  • Pick-up Service
  • Mitversicherung von Zubehör wie Fahrradtaschen gegen Diebstahl oder Vandalismus

Bei der Neuradersatzleistung erhält der Besitzer den Betrag als Zuschuss zu einem neuen Pedelec, den die Reparaturkosten ausgemacht hätten.

Wie errechnen sich die Kosten für eine Pedelec-Versicherung?

Jeder Versicherer kalkuliert die Kosten selbst auf der Basis der wahrscheinlich auftretenden Leistungspflicht in Abhängigkeit der damit verbundenen Kosten. Ein Versicherer, der Fahrradtaschen mitversichert, muss kalkulieren, mit welcher Wahrscheinlichkeit er wie viele gestohlene Taschen ersetzen muss.

Die Selbstbeteiligung spielt bei der Prämienberechnung ebenfalls eine Rolle. Ein Vertrag mit Selbstbeteiligung ist natürlich preiswerter als eine Police, bei der der Versicherer oder der Versicherungsnehmer auf die Selbstbeteiligung verzichtet.

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