„Keyless Go“ stellt ein von der Daimler AG entwickeltes System dar, welches es ermöglicht, Autos und Motorräder ohne Schlüssel – auf Englisch „keyless“ – zu öffnen und zu betreiben. Bei dem Begriff handelt es sich um eine Wortmarke des deutschen Traditionsunternehmens. Allerdings haben andere Autohersteller vergleichbare Lösungen entwickelt, die beispielsweise als Keyless Entry oder Keyless Drive bezeichnet werden.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie funktioniert Keyless Go?
  3. Keyless Go nachrüsten
  4. Wie sicher ist Keyless Go?
  5. Wie kann man sich vor einem Keyless-Go-Autoklau schützen?
  6. Die Reaktionen der Autohersteller: Neue Innovationen sorgen für höhere Sicherheit
  7. Keyless-Go-Autoklau: Zahlt die Kfz-Versicherung?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Keyless Go ist ein Komfort-Schließsystem, welches das Tür- und das Lenkradschloss mithilfe eines Funkschlüssels öffnet, wenn der Fahrer sich dem Fahrzeug nähert.
  • Fahrzeugbesitzer erhalten trotzdem einen mechanischen Ersatzschlüssel, der für Notfälle gedacht ist.
  • Keyless-Technologien gelten im Vergleich zu anderen Schlüssel-Verfahren als unsicher, da Kriminelle das Signal abfangen können.
  • In den letzten Jahren haben viele Hersteller die Sicherheit ihrer Keyless-Systeme bedeutend verbessert. So lässt sich die Funktion bei vielen heutigen Modellen nach dem Verlassen des Fahrzeugs beispielsweise deaktivieren.

Wie funktioniert Keyless Go?

Bei Keyless Go führt der Fahrer keinen klassischen Autoschlüssel mehr mit sich, sondern einen mit einem Chip ausgestatteten Funkschlüssel. Dieser sendet codierte Signale an einen im Auto verbauten Empfänger aus. Befindet sich der Halter in der Nähe des Fahrzeugs, erkennt die Empfangseinheit das Signal. Daraufhin entsperrt das System automatisch das Türschloss oder die Tür springt auf – je nach Einzelbauweise und Fahrzeugtyp. Der Fahrer muss dabei nicht einmal auf einen Knopf drücken. Wie bereits bei anderen fernbedienbaren Autoschlössern macht das Fahrzeug durch ein Blinkerleuchten auf den Verriegelungs- beziehungsweise Entsperrungsvorgang aufmerksam.

Trotzdem verzichten mit Keyless Go ausgestattete Fahrzeuge nicht vollständig auf Mechanik. Sie erhalten nämlich auch einen mechanischen Ersatzschlüssel, mit dem Sie die Fahrertür öffnen können, falls Sie den Funkschlüssel verlieren sollten oder die Elektronik versagt.

Motorstart nur bei Ortung des Chips möglich

Bei Fahrzeugen, die über Keyless Go verfügen, setzen Sie den Motor in Gang, indem Sie den Startknopf betätigen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Empfangseinheit den im Schlüssel verborgenen Chip innerhalb des Fahrzeugs ortet.

Keyless Go nachrüsten

Wenn Ihr Wagen nicht über Keyless Go verfügt, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, das Fahrzeug umzurüsten. Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass das Auto eine Zentralverriegelung besitzt. Damit der Einbau des Systems gelingt, müssen das Lenkradschloss entriegelt und die Zündung währenddessen eingeschaltet sein. Das funktioniert nur unter der Bedingung, dass der Schlüssel im Zündschloss steckt. Darüber hinaus sieht die Einbauanleitung vor, den sichtbaren Teil des Schlüssels abzuschneiden. Der Bart verbleibt dagegen im Zündschloss. Da sich der Einbau recht kompliziert gestaltet, empfiehlt es sich, diesen von einem Fachmann vornehmen zu lassen.

Wie sicher ist Keyless Go?

Keyless Go punktet zwar mit einem hohen Komfort, offenbart jedoch Mängel bei der Sicherheit. Da der Öffner kontinuierlich Signale aussendet, besteht die Möglichkeit, die Daten abzugreifen und so Zutritt zum Auto zu gelangen. Dafür nutzen Autodiebe spezielle Geräte, die sich mit etwas technischem Know-how und ohne großen Aufwand selbst bauen lassen.

In der Regel gehen Kriminelle wie folgt vor: Der erste Dieb nähert sich dem Funkschlüssel, den der Fahrer beispielsweise in seiner Hose trägt, um die Daten abzugreifen. Im Anschluss wird das Signal mithilfe eines Funkstreckenverlängerers an einen Mithelfer übertragen, der sich in der Nähe des Autos positioniert hat. Das ausgesendete Datensignal gaukelt dem System vor, der Transponder sei in der Nähe, infolgedessen sich das Fahrzeug öffnen und nutzen lässt. Das Tückische an dieser Technik ist, dass das Auto meist so lange in Betrieb bleibt, wie der Motor läuft. Dies ermöglicht es Dieben, mit dem gestohlenen Wagen auch weite Strecken zurückzulegen.

Wie kann man sich vor einem Keyless-Go-Autoklau schützen?

Um sich vor einem Keyless-Go-Autoklau zu schützen, kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen. So kann die Funktion grundsätzlich je nach Hersteller von einem selbst oder einer Werkstatt abgeschaltet werden. Spezielle Hüllen und Aufbewahrungsboxen können die Signale auffangen und vor Verbrechern abschirmen. Außerdem erschweren Alarmanlagen und Wegfahrsperren den Diebstahl.

Die Reaktionen der Autohersteller: Neue Innovationen sorgen für höhere Sicherheit

Die Schwachstelle der Keyless-Go-Technologie ist den Fahrzeugherstellern bereits seit 2010 bekannt. Um dem gegenzusteuern, haben die Automarken unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Bei Mercedes lässt sich diese Funktion zum Beispiel abschalten. Dazu müssen Fahrzeughalter lediglich zwei Mal auf die Verriegelungstaste drücken. Neue Modelle verfügen zudem über einen abnehmbaren Start-/Stopp-Knopf, in welchem die Empfangseinheit integriert ist. Bei Fahrzeugen, bei denen diese Option nicht besteht, lässt sich die Funktion durch eine neue Codierung deaktivieren, was in jeder Fachwerkstatt möglich ist.

Andere Autoproduzenten wie BMW oder Toyota haben ähnliche Abschaltverfahren entwickelt. Jaguar Land Rover hat sich dagegen für einen Sonderweg entschieden. Hier misst das Keyless-System die Zeit, die das Signal vom Funkschlüssel zum Empfänger braucht. Benötigt der Datenstrom zu lange, bleibt das Auto verschlossen.

Keyless-Go-Autoklau: Zahlt die Kfz-Versicherung?

Wer von einem Keyless-Go-Autoklau betroffen ist, sollte umgehend die Polizei und den entsprechenden Versicherer informieren. Wenn das Fahrzeug über eine Frist von vier Wochen nicht wieder auftaucht, greift die Kaskoversicherung, die den Zeitwert des Fahrzeugs erstattet. Sollte das Fahrzeug innerhalb der Frist gefunden werden, übernimmt der Versicherer anfallende Reparaturkosten. Eine Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Versicherung ist eine Anzeige bei der Polizei.

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