Wer gegen Verkehrsregeln verstößt, muss mit einem Fahrverbot rechnen. Ein solches ist vor allem für all diejenigen extrem ärgerlich, die ihre Fahrerlaubnis für den Beruf benötigen. Wichtig ist es, ein Fahrverbot nicht mit einem Führerscheinentzug zu verwechseln, denn zwischen ihnen gibt es Unterschiede.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie kommt es zum Fahrverbot?
  3. Ein Monat Fahrverbot: Wie viele Tage sind das genau?
  4. Verjährung
  5. Fahrverbot vermeiden
  6. Fahrverbot verschieben
  7. Führerscheinentzug und Fahrverbot
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Je nach Vergehen dauert ein Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten.
  • Für gewöhnlich setzt die zuständige Behörde Betroffenen eine viermonatige Frist, in der sie den Führerschein abgeben müssen.
  • In manchen Fällen besteht die Möglichkeit, das Fahrverbot durch ein erhöhtes Bußgeld abzuwenden.
  • Das Fahren ohne Führerschein gilt als Straftat, die eine hohe Geldstrafe oder sogar einen Freiheitsentzug nach sich ziehen kann.

Wie kommt es zum Fahrverbot?

Ein Fahrverbot ist entweder die Folge eines Gerichtsurteils oder eines Bußgeldbescheids. Je nach Schwere des Vergehens darf der Betroffene zwischen einem und drei Monaten im öffentlichen Straßenverkehr kein Kraftfahrzeug führen. Ein Fahrverbot kann verschiedene Gründe haben.

Fahrverbot wegen grober Pflichtverletzung

In diesem Fall ist der Grund der Sanktion eine sogenannte grobe Pflichtverletzung, die einen schweren Unfall zur Folge haben könnte. Eine grobe Pflichtverletzung liegt vor, wenn der Fahrzeugführer sich in besonderem Maße verantwortungslos verhält. Als typische Verstöße in dieser Kategorie gelten etwa Abstands- und Geschwindigkeitsverletzungen, aber auch das Überfahren einer roten Ampel (bei mehr als einer Sekunde nach der Umschaltung).

Fahrverbot wegen beharrlicher Pflichtverletzung

Missachtet ein Fahrzeugführer wichtige Verkehrsregeln mehrfach – beispielsweise die Geschwindigkeitsvorgaben oder den Mindestabstand –, gehen die Behörden unter Umständen von einer beharrlichen Pflichtverletzung aus. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn es innerhalb kurzer Zeit zu einem zweiten Verstoß kommt. Zunächst verhängt die Behörde ein Fahrverbot von einem Monat. Bei der nächsten Missachtung der entsprechenden Vorschrift muss der Fahrer mit hoher Wahrscheinlichkeit den Führerschein länger abgeben.

Fahrverbot aufgrund einer Geschwindigkeitsübertretung

Wer zu schnell fährt, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Daher ist es verständlich, dass der Gesetzgeber extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einem Fahrverbot sanktioniert. Allerdings unterscheidet er zwischen Verstößen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften. Die nachfolgende Liste gibt einen Überblick darüber, mit welchen Strafen Raser rechnen müssen:

  • 1 Monat Fahrverbot: Geschwindigkeitsübertretungen von mindestens 31 Stundenkilometern innerorts oder 41 Stundenkilometern außerorts, zweimalige Geschwindigkeitsübertretung von mindestens 26 Stundenkilometern innerhalb von 12 Monaten
  • 2 Monate Fahrverbot: Geschwindigkeitsübertretungen von mindestens 51 Stundenkilometern innerorts oder 61 Stundenkilometern außerorts
  • 3 Monate Fahrverbot: Geschwindigkeitsübertretungen von mindestens 61 Stundenkilometern innerorts oder 71 Stundenkilometern außerorts

Fahrverbot durch Alkohol- oder Drogeneinfluss

Auch bei Alkohol und Drogen sind die gesetzlichen Bestimmungen streng. Wer sich mit mehr als 0,5 Promille Alkoholgehalt im Blut oder unter Einfluss von Betäubungsmitteln wie Cannabis ans Steuer setzt und in eine Polizeikontrolle gerät, erhält ein einmonatiges Fahrverbot. Bei einem erneuten Verstoß steigert sich die Dauer auf drei Monate. Gefährdet der unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehende Fahrer durch sein Verhalten andere Verkehrsteilnehmer, ist ein Führerscheinentzug die Folge.

Ein Monat Fahrverbot: Wie viele Tage sind das genau?

Diesbezüglich richtet sich der Gesetzgeber nach den Kalendermonaten. Demzufolge bietet sich insbesondere der Februar an, um den Führerschein für einen Monat abzugeben. Hier beträgt die Dauer des Fahrverbots nämlich nur 28 Tage, während sie in anderen Monaten im ungünstigsten Fall mit 31 Tagen etwas länger ausfällt. Das Gleiche gilt bei einem zwei- oder dreimonatigen Fahrverbot.

Ist eine Verjährung des Fahrverbots möglich?

Aktuell existiert kein Gesetz, das explizit die Verjährung von Fahrverboten behandelt. Grundsätzlich stellt ein Fahrverbot eine Nebenstrafe dar. Daher ist es die gängige Meinung von Experten, dass im Falle einer Verjährung der Hauptstrafe auch das Fahrverbot erlischt. Allerdings kann die Vollstreckungsbehörde dafür sorgen, dass das Verbot bestehen bleibt. Ob dieses Vorgehen im Einzelfall rechtmäßig ist, darüber kann nur ein Anwalt Auskunft geben.

Ein Fahrverbot vermeiden beziehungsweise umgehen: Funktioniert das?

Eventuell besteht die Möglichkeit, ein Fahrverbot umzuwandeln. In diesem Fall verdoppelt sich für gewöhnlich das Bußgeld, im Gegenzug braucht der Fahrer seinen Führerschein nicht abzugeben. Dies gelingt jedoch nur sehr selten. Betroffene können beispielsweise auf ein Augenblickversagen plädieren – das kann beispielsweise vorliegen, wenn das Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung schlicht übersehen wurde. Ebenso ist es möglich, mit einer Notlage zu argumentieren – etwa weil eine verletzte Person schnell ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Zusätzlich empfiehlt es sich, vor Gericht darzulegen, dass ein mögliches Fahrverbot die wirtschaftliche Existenz gefährden würde. Allerdings muss der Verkehrssünder die "unzumutbare Härte" des Urteils glaubhaft nachweisen.

Lässt sich ein Fahrverbot verschieben?

Bei Ersttätern ist der Gesetzgeber gnädig, denn diesen gewährt er für gewöhnlich eine viermonatige Frist, um das Fahrverbot anzutreten. Dieses beginnt, sobald der Führerschein bei der entsprechenden Behörde liegt. Wer innerhalb der letzten zwei Jahre vor dem aktuellen Vergehen schon einmal den Führerschein abgeben musste, profitiert von der Regelung nicht. In diesem Fall beginnt das Fahrverbot an dem Tag, an dem die Entscheidung rechtskräftig wird.

Was einen Führerscheinentzug vom Fahrverbot unterscheidet

Während die Behörden ein Fahrverbot lediglich für einen Zeitraum von einem bis drei Monaten aussprechen, besteht ein Führerscheinentzug dauerhaft. Diese Maßnahme dient dazu, als Fahrzeugführer ungeeignete Personen vom öffentlichen Straßenverkehr auszuschließen. Dazu zählen Personen, die ein Fahrzeug aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen nicht sicher führen können, sowie Menschen, die nicht bereit sind, ausreichend auf andere Teilnehmer im Straßenverkehr zu achten.

Kriterium Fahrverbot Führerscheinentzug
Juristische Grundlage - Paragraph 44 Strafgesetzbuch (StGB)
- Paragraph 25 Straßenverkehrsgesetz (StVG)
- Straßenverkehrsordnung (StVO) und Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
- Paragraph 69 Strafgesetzbuch (StGB)
Konsequenz Vorübergehendes Verbot zum Führen von Kraftfahrzeugen Verlust der Fahrerlaubnis
Dauer 1 bis 3 Monate Dauerhaft
Angeordnet von - Gericht (strafrechtlich)
- Gericht oder Behörde (ordnungsrechtlich)
- Behördenbescheid (behördlich)
- Urteil durch Gericht

Fahren trotz Fahrverbot: Was sind die Konsequenzen?

Das Fahren ohne Führerschein stellt nach Paragraph 21 Straßenverkehrsgesetz (StVG) eine Straftat dar, die Richter mit einer hohen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr sanktionieren. Obwohl die Strafe für Ersttäter meist recht mild ausfällt, kann eine Verlängerung des Fahrverbots die Folge sein. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Behörde dem Fahrer das Auto entzieht.

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