Das Erdgasauto ist eine umweltfreundliche Alternative zu einem herkömmlichen Auto, das mit einem Otto- oder einem Dieselmotor betrieben wird. Der Motor ist so ausgestattet, dass Erdgas als Kraftstoff dienen kann. Der Verbrennungsmotor ist mit einem Antriebsaggregat ausgerüstet und das Erdgas-Luft-Gemisch wird in den Zylindern des Erdgasautos verbrannt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Erdgasauto zeichnet sich ebenso wie ein Elektroauto durch niedrige Kraftstoffkosten aus.
  • Besitzer eines Erdgasautos werden steuerlich begünstigt.
  • Seit den 90er Jahren stieg die Zahl der Erdgasautos beständig an.
  • Autos, die mit Diesel- oder Ottomotoren betrieben werden, können in vielen Fällen zu einem Erdgasauto umgerüstet werden.

Vorteile eines Erdgasautos für die Umwelt

Ein Erdgasauto zeichnet sich ebenso wie ein Elektroauto durch niedrige Kraftstoffkosten aus. Außerdem wird die Umwelt geschont. Rußpartikel, Aldehyde und Acroleine, die beim Fahren mit herkömmlichen Autos durch den Auspuff gelangen und die Umwelt belasten, entstehen beim Erdgasauto nicht. Auch andere Schadstoffe, die durch die Verbrennung von Benzin und Diesel entstehen, werden in geringeren Mengen produziert. Erdgas verbrennt vergleichsweise sauber und ist für die Umwelt und für die Gesundheit des Menschen weniger schädlich.

Vorteile eines Erdgasautos für den Geldbeutel

Daher werden die Besitzer eines Erdgasautos steuerlich begünstigt. Diese Regelung gilt noch bis zum 31. Dezember 2018. Darüber hinaus sind zahlreiche Versicherungen bereit, den Fahrern eines Erdgasautos Rabatte auf die Versicherungsbeiträge zu gewähren. Auch wenn der Anschaffungspreis für ein Erdgasauto zum Teil deutlich über dem Preis für ein herkömmliches Auto liegt, kann sich die Investition aufgrund dieser Vergünstigungen lohnen.

Erdgasautos sind aus dem Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken

Gab es anfangs nur sehr wenige Erdgasautos, sind sie heute aus dem Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken. Dies trifft nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere europäische und außereuropäische Länder zu. Auch in Indien, Pakistan und Brasilien ist das Erdgasauto beispielsweise weit verbreitet.

Seit den 90er Jahren stieg die Zahl der Erdgasautos beständig an. Heute werden Erdgasautos von nahezu allen namhaften Autofirmen produziert. Dies trifft sowohl auf VW als auch auf BMW, Ford, Volvo, Fiat, Mercedes oder Opel zu. Waren die anfänglichen Modelle nur sehr einfach ausgestattet, sind sie in den letzten Jahren kontinuierlich weiter entwickelt worden.

Inzwischen gehört es zur alltäglichen Realität, dass nicht nur Erdgasautos, sondern auch Busse im Stadt- und Überlandverkehr mit Erdgas betrieben werden.

Bivalente und monovalente Fahrzeuge

Bivalente Fahrzeuge haben den Vorteil, dass sie sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin fahren können. Um von einer Betriebsform in die andere zu wechseln, muss ein Schalter betätigt werden, der eigens dafür eingerichtet wurde.

Monovalente Fahrzeuge sind für den Betrieb mit komprimiertem Erdgas optimiert. Dennoch verfügen sie oft über einen zusätzlichen, kleinen Nottank für Benzin. Die Erdgastanks werden fast immer unter dem Fahrzeugboden angebracht.

Herkömmliche Fahrzeuge auf Erdgas umrüsten

Autos, die mit Diesel- oder Ottomotoren betrieben werden, können in vielen Fällen zu einem Erdgasauto umgerüstet werden. Damit das Erdgasauto einwandfrei und in der vorgesehenen Art und Weise betrieben werden kann, braucht es jedoch zusätzliche Technik. Dazu gehören ein Druckgasbehälter, ein Druckregler und ein Einspritz- sowie ein Rückschlagventil. Letzteres ist für die elektronische Motorsteuerung erforderlich. Beim Tanken gelangt Erdgas in den Druckbehälter.