Eine Einparkhilfe ist eine Vorrichtung in Kraftfahrzeugen, die das Einparken erleichtert. Dazu überwacht das Fahrassistenzsystem einen Bereich von etwa zweieinhalb Metern vor und hinter dem Fahrzeug. Stellt das System ein Hindernis fest, warnt es den Fahrer. Dies ist vorrangig beim Rückwärtsfahren von Bedeutung, da das Heck des Autos hier die Sicht einschränkt. Viele neue Modelle verfügen bereits serienmäßig über eine Einparkhilfe.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Arten der Einparkhilfe
  3. Vorteile
  4. Nachteile
  5. Einparkhilfe nachrüsten
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Einparkhilfe trägt dazu bei, Unfälle zu vermeiden.
  • Es gibt drei unterschiedliche Varianten: die sensorische Einparkhilfe, die Rückfahrkamera und selbstlenkende Systeme.
  • Schlechtes Wetter kann in seltenen Fällen dazu führen, dass die Sensorik temporär nicht korrekt arbeitet.

Arten der Einparkhilfe

Aktuell bieten Unternehmen am Markt unterschiedliche Einparkhilfen an. Je nach Umfang des Systems zeigt es dem Fahrzeugführer die Distanz akustisch und/oder optisch an. Bei der akustischen Variante erklingen schneller werdende Warntöne bei der Annäherung an ein Hindernis. Optische Systeme dagegen nutzen ein Display zur Darstellung und warnen bei sehr geringem Abstand meist zusätzlich mit einem Dauerton. Auf dem Display kommen meist optische Ampelwarnsysteme zum Einsatz: Bei Grün ist alles in Ordnung, bei Gelb wird es langsam eng. Gelangen Sie in den roten Bereich, nimmt die Lautstärke des Warnsignals zu.

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Vorrichtungen wie folgt kategorisieren:

Sensorische Einparkhilfen

Diese Systeme arbeiten mit Ultraschall- und/oder Radarsensoren. Sie werden meist in die Stoßfänger des Fahrzeugs eingebaut. Die Sensoren senden und empfangen Signale, die sie an das Steuergerät weitergeben. Dieses errechnet aus den erhaltenen Daten die Distanz. Die benötigte Anzahl an Sensoren hängt von der Breite des Fahrzeugs ab. Tendenziell gilt dabei: Je mehr Sensoren, desto genauer das Messergebnis.

Rückfahrkameras

Hier befindet sich am Heck des Fahrzeugs eine Kamera, die die Umgebung hinter dem Auto filmt. Das System schaltet sich automatisch ein, wenn der Fahrer den Rückwärtsgang einlegt und stellt die Aufnahme auf einem Bildschirm dar. Dabei zeigen verschiedenfarbige Hilfslinien dem Fahrer den optimalen Lenkradeinschlag an. Allerdings müssen Rückfahrkameras nicht zwangsläufig über ein Abstandsmesssystem verfügen. Es existieren auch sogenannte Surround-View-Systeme. Diese arbeiten mit weiteren Kameras und erzeugen so eine Draufsicht auf das Fahrzeug.

Selbstlenkende Systeme

Diese Art Einparkhilfe ist für Autofahrer am komfortabelsten, denn ein Parklenkassistent übernimmt die nötigen Lenkmanöver komplett. Der Fahrzeugführer muss lediglich leicht Gas geben. Die Grundlage für selbstlenkende Systeme bilden horizontal zur Fahrtrichtung ausgerichtete Messsensoren und eine von einem Elektromotor angetriebene Servolenkung. Manche Systeme arbeiten zudem mit einer Rückfahrkamera. Hier muss der Fahrer die gewünschte Parklücke vor dem Manöver auf dem Bildschirm auswählen.

Vorteile von Einparkhilfen

Einparkhilfen minimieren die Unfall- beziehungsweise Kollisionsgefahr beim Einparken, indem im Regelfall ein optisches und/oder akustisches Signal vor Hindernissen warnt. Damit trägt ein solches System dazu bei, Kraftfahrzeuge vor Schäden zu bewahren. Mithilfe einer derartigen Vorrichtung können Autofahrer auch sehr enge Parklücken nutzen.

Nachteile von Einparkhilfen

Ein Nachteil sind die für die Anschaffung anfallenden Kosten. Insbesondere die Ausstattung älterer Fahrzeuge beinhaltet oft keine Einparkhilfe. Allerdings zahlt sich die Investition bereits beim ersten vermiedenen Blechschaden aus.

In verschiedenen Situationen können technische Probleme auftreten. So erkennt das System tiefliegende Hindernisse wie Bordsteinkanten nicht immer. Außerdem sorgen Niederschläge wie Regen oder Schnee unter Umständen dafür, dass die Sensoren keine oder eine fehlerhafte Abstandsmessung vornehmen.

Worauf sollten Autofahrer achten, wenn sie eine Einparkhilfe nachrüsten?

Während die Mehrheit der Neuwagen über eine entsprechende Vorrichtung verfügt, sind viele ältere Modelle noch nicht mit einem der Systeme ausgestattet. Einparkhilfen lassen sich aber nachrüsten. Am Anfang stellt sich die Frage, ob es ein System mit Rückfahrkamera werden soll oder ob die Variante mit Sensoren ausreicht. Für manche Fahrer stellt der Blick auf den Bildschirm eine gute Absicherung dar, andere erachten bereits das akustische Signal als ausreichend. Demnach ist ein Kamerasystem vor allem als Ergänzung sinnvoll. Damit es jeden Bereich abdeckt, sollte ein Set generell mindestens über vier Parksensoren verfügen.

Kosten eines Einparkhilfe-Systems

Wie hoch der Preis ausfällt, hängt einerseits vom Umfang des Systems ab und andererseits von der Marke. Ein Standardmodell mit Piepton kostet zwischen 50 und 200 Euro, eine Rückfahrkamera 50 bis 150 Euro. Wer sich für eine optische oder sensorische Einparkhilfe interessiert, sollte eventuell anfallende Werkstattkosten nicht vergessen. Ob ein Selbsteinbau sinnvoll ist, hängt sowohl von Ihrem technischen Know-how und Können als auch vom Fahrzeugmodell ab. Ein Werkstattbesuch kann dagegen bis zu 400 Euro kosten. Dieser enthält dann den Einbau von Messsensoren sowie der Rückfahrkamera.

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