Eine Einparkhilfe ist eine Vorrichtung in Kraftfahrzeugen, die das Einparken erleichtert. Dazu überwacht das Fahrassistenzsystem einen Bereich von etwa zweieinhalb Metern vor und hinter dem Fahrzeug. Stellt das System ein Hindernis fest, warnt es den Fahrer. Dies ist vorrangig beim Rückwärtsfahren von Bedeutung, da das Heck des Autos hier die Sicht einschränkt. Viele neue Modelle verfügen bereits serienmäßig über eine Einparkhilfe.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aktive und passive Einparkhilfen
  3. Welche Einparkhilfen sind heute möglich?
  4. Kann man Einparkhilfen nachträglich einbauen?
  5. Vorteile
  6. Nachteile
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktive Einparkhilfen basieren auf vier unterschiedlichen Funktionsweisen.
  • Bei einer Nachrüstung empfiehlt sich eine Lösung mit Funkübertragung.
  • Nachrüstbare Einparkhilfen gibt es als Kamera oder als akustisches Signal.
  • Kennzeichenhalter sind deutlich günstiger als der Einbau von Sensoren in die Stoßstange.

Aktive und passive Einparkhilfen

Schon in den 50er Jahren gab es als passive Einparkhilfen die Stahlfedern, die von den Stoßstangen seitwärts herausragten und beim Berühren des Bordsteins ein kratzendes Geräusch machten. Lkws hatten auf den Kotflügeln kleine Stangen montiert, die ebenfalls der Orientierung dienen sollten. Diese passiven Einparkhilfen gibt es schon lange. Bei den modernen Varianten, den aktiven Einparkhilfen, darf allerdings die Elektronik und Elektrik nicht fehlen.

Welche Einparkhilfen sind heute möglich?

Bei den modernen Einparkhilfen, die heute ab Werk in den Autos verbaut sind, spielen vier Varianten eine Rolle:

  • Ultraschall-basierte Systeme
  • Kamera-basierte Systeme
  • Radar-basierte Systeme
  • Selbstlenkende Systeme

Die Information des Fahrers, wie viel Platz er noch hat, erfolgt entweder akustisch oder visuell. Die einfache, die akustische Variante, piept immer schneller bis hin zum Dauerton, je näher das Fahrzeug einem Hindernis kommt. Die visuelle Option basiert in der Luxusvariante auf einer Rückfahrkamera, die das Außenbild auf das Display im Auto projiziert. In der einfachen Variante handelt es sich um einen Punkt auf einem Bildschirm, der einem Objekt näherkommt oder sich entfernt. Aktiviert wird Einparkhilfe meist durch Einlegen des Rückwärtsganges.

Ultraschall-basierte Systeme

Fahrzeuge mit Ultraschall-basierten Systemen sind an den Sensoren in den Stoßstangen erkenntlich. Sie werden mit zwei, vier oder sechs Sensoren geliefert. Das Gerät ermittelt aus der Dauer, die der Schall vom Senden bis zum Empfang durch den Sensor benötigt, den Abstand zum Hindernis.

Kamera-basierte Systeme

Kamera-basierte Systeme zählen zweifelsfrei zu den teureren Möglichkeiten. Allerdings sind Kamera-basierte Systeme nicht zwingend mit einem Abstandswarner ausgestattet. Der Fahrer sieht auf dem Bildschirm, welche Distanz zwischen Auto und Hindernis besteht.

Surround-View-Systeme greifen nicht nur auf Kameras im Heck des Fahrzeuges zurück, sondern auch auf Weitwinkelkameras am Heck und den Außenspiegeln. Damit wird eine Aufnahme aus der Vogelperspektive erzeugt, die nicht nur den Blick auf „hinten“ ermöglicht, sondern auch zeigt, wie viel Platz noch an der Seite vorhanden ist.

Radar-basierte Systeme

Radar-basierte Systeme haben gegenüber Ultraschall den Vorteil, dass das Mikrowellenradar die Distanz durch die Stoßstange hindurch misst. Damit entfallen die Sensoren in den Stoßfängern.

Selbstlenkende Systeme

Die Königsklasse der Einparkhilfen sind zweifelsfrei selbstlenkende Systeme. Diese basieren auf einer Kombination aus aktiver Einparkhilfe, einer elektromechanischen Servolenkung und einer Messsensorik, die quer zur Fahrtrichtung installiert ist. Wird das selbstlenkende System aktiviert, vermisst es zunächst die anvisierte Parklücke. Ist diese ausreichend, erhält der Fahrer die Information. Der Fahrer muss das Auto in einem bestimmten Abstand zur Parklücke anhalten, den Rückwärtsgang einlegen und höchstens noch sehr schwach Gas geben. Bei Erreichen des Mindestabstands nach hinten muss der Fahrer das Fahrzeug stoppen, den Vorwärtsgang einlegen und je nach System selbst nach vorne fahren oder nur leicht Gas geben oder bremsen.

Kann man Einparkhilfen nachträglich einbauen?

Es gibt durchaus Einparkhilfen für den nachträglichen Einbau. Wer die Befürchtung hat, dass er hier komplette Kabelbäume installieren muss, kann aufatmen. Abgesehen von den Einparkhilfen, die durch eine Werkstatt verbaut werden müssen, sind auch Systeme erhältlich, die von Laien installiert werden können. Die Rede ist von Einparkhilfen im Kennzeichenhalter.

Im Kennzeichenhalter befinden sich Parksensoren, die das Signal per Funk an den Empfänger im Wageninnern übertragen. Ein Anbieter sendet das Signal auf das Handy des Fahrers. Jegliches Bohren oder Schrauben entfällt. Die Stromversorgung des Kennzeichenhalters läuft über einen Akku. Die Ladedauer hält einige Monate vor. Die Einparkhilfen im Kennzeichenhalter sind je nach Hersteller zwischen 35 Euro und 90 Euro erhältlich.

Aufwendiger wird es, wenn der Fahrzeughalter Wert auf Sensoren legt, die in der Stoßstange verbaut sind. Hier sollten aufgrund der Verkabelung auch nur geübte Bastler oder eine Werkstatt Hand anlegen.

Für die Stoßfängersensoren muss man mit bis zu 200 Euro kalkulieren, der Einbau durch die Werkstatt schlägt noch einmal mit 300 Euro bis zu 1.000 Euro zu Buche.

Ebenfalls hilfreich und leicht zu installieren sind Funk-Rückfahrkameras. Wichtig ist, dass die Aufnahme einen Winkel von 170 Grad abdecken sollte. Folgende Kriterien sind bei der Auswahl entscheidend:

  • Die IP-Schutzklasse
  • Der Aufnahmewinkel, angegeben in Grad
  • Die Monitorgröße, angegeben in Zoll
  • Die Betriebstemperatur, gemessen in Grad Celsius

Es macht wenig Sinn, wenn die Kamera bereits bei zwei Grad unter null nicht mehr arbeitet. Der Vorteil der Funkkameras liegt darin, dass keine Kabel verlegt werden müssen.

Vorteile von Einparkhilfen

Einparkhilfen minimieren die Unfall- beziehungsweise Kollisionsgefahr beim Einparken, indem im Regelfall ein optisches und/oder akustisches Signal vor Hindernissen warnt. Damit trägt ein solches System dazu bei, Kraftfahrzeuge vor Schäden zu bewahren. Mithilfe einer derartigen Vorrichtung können Autofahrer auch sehr enge Parklücken nutzen.

Nachteile von Einparkhilfen

Ein Nachteil sind die für die Anschaffung anfallenden Kosten. Insbesondere die Ausstattung älterer Fahrzeuge beinhaltet oft keine Einparkhilfe. Allerdings zahlt sich die Investition bereits beim ersten vermiedenen Blechschaden aus.

In verschiedenen Situationen können technische Probleme auftreten. So erkennt das System tiefliegende Hindernisse wie Bordsteinkanten nicht immer. Außerdem sorgen Niederschläge wie Regen oder Schnee unter Umständen dafür, dass die Sensoren keine oder eine fehlerhafte Abstandsmessung vornehmen.

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