In Deutschland dominieren die zwei Kraftstoffe Diesel und Benzin. Vor allem die geringen Dieselpreise reizen auf den ersten Blick sich ein Fahrzeug mit Dieselmotor zu beachten. Dennoch sollten Verbraucher bei diesem Kraftstoff einiges beachten und vor dem Tanken Spritpreise vergleichen.

Inhalt dieser Seite
  1. Diesel – der Kraftstoff für Dieselmotoren
  2. Warum ist der Dieselpreis günstiger als der von Benzin?
  3. Lkw-Diesel – Kraftstoff für große Motoren
  4. Unterschiede zwischen Lkw- und Pkw-Diesel
  5. Kfz-Versicherungen vergleichen

Diesel – der Kraftstoff für Dieselmotoren

Dieselmotoren basieren auf einem anderen Funktionsprinzip als Ottomotoren. Während beim benzinbetriebenen Ottomotor eine Zündkerze den nötigen Zündfunken liefert, zündet das Diesel-Luft-Gemisch von allein. Daher benötigen diese Motoren einen eigenen Kraftstoff und Diesel und erfüllt die Anforderungen dieser Motorart. Erdöl besteht aus über 500 verschiedenen Substanzen. In der Raffinerie erfolgt die Trennung der verschiedenen Stoffe. Diesel weist viele lange Kohlenwasserstoffketten auf und ist vergleichsweise schwer entzündlich. Benzin dagegen ist leichter und zündet schneller. Die schwere Endzündbarkeit des Diesels sorgt dafür, dass das Gemisch im Kolben erst bei sehr hohen Temperaturen und starkem Druck zündet.

Warum ist der Dieselpreis günstiger als der von Benzin?

Käufer bezahlen für einen Liter Diesel weniger Mineralölsteuer als für einen Liter Öl. Bei Diesel verlangt der Staat einen Steueranteil von 47 Cent pro Liter, bei Benzin dagegen 65 Cent. Dieser Steuervorteil soll den Güterverkehr unterstützen. Zum Ausgleich ist die Kraftfahrzeugsteuer für Pkw mit Dieselmotor teurer als bei Benzinern. Denn der normale Verkehr soll nicht entlastet werden.

Daher lohnt es sich, vor der Anschaffung genau auszurechnen, ob ein Diesel sinnvoll ist. Dem geringeren Verbrauch und den günstigeren Kraftstoffpreisen stehen die höhere Steuer und der meist teurere Anschaffungspreis entgegen. Außerdem wirken sich neben dem Dieselpreis, der eng an die Entwicklung vom Ölpreis gekoppelt ist, die gefahrenen Kilometer und der Verbrauch auf die Kaufentscheidung aus.

Lkw-Diesel – Kraftstoff für große Motoren

Einige Tankstellen, bevorzugt an Autobahnen und vorwiegend vom Güterverkehr genutzten Landstraßen, bieten Lkw-Diesel an. In vielen Fällen sind die Benzinpreise etwas günstiger als bei normalem Dieselkraftstoff. Wahrscheinlich fragen sich Besitzer eines Pkw-Dieselfahrzeugs, ob Sie mit diesem Kraftstoff noch ein wenig zusätzlich sparen können. Darauf ist zu antworten: Es ist nicht ratsam, bei einem normalen Auto Lkw-Diesel zu tanken. Bio-Diesel hingegen wäre okay.

Unterschiede zwischen Lkw- und Pkw-Diesel

Auf den ersten Blick lesen sich die Angaben zu beiden Kraftstoffsorten fast gleich. Denn tatsächlich hat der Lkw-Diesel die gleichen gesetzlichen Vorgaben zur Kraftstoffqualität, wie der normale Dieselkraftstoff. Den Unterschied machen die zugesetzten Additive aus. Lkw-Motoren haben einen größeren Hubraum und laufen mit niedrigeren Drehzahlen. Außerdem ist die Verdichtung in den Kolben geringer. Auf diese besonderen Ansprüche ist der Lkw-Diesel zugeschnitten. Häufig wird ein zusätzlicher Betriebsstoff, das sogenannte Adblue, benötigt. AdBlue ist der Handelsname einer qualitativ hochwertigen, standardisierten und synthetisch hergestellten wässrigen Harnstofflösung. Mit ihr werden bei der BLUETEC-Dieseltechnologie die Stickoxid-Emissionen reduziert. AdBlue ist unschädlich, farb- und geruchlos. In der Fachsprache heißt die Technik Selective Catalytic Reaction-Technologie (SCR).

In einem Dieselmotor mit stärkerer Verdichtung und höheren Drehzahlen verbrennt dieser Kraftstoff nicht optimal. Es ist unbedenklich, den Pkw-Tank einmalig mit Lkw-Diesel zu füllen. Von einem dauerhaften Umstieg raten Experten allerdings ab, denn Motorschäden könnten die Folge sein. Außerdem passen die breiteren Zapfrüssel meist nicht in den Tankstutzen eines Pkws. Der höhere Druck bei der Tankfüllung kann zudem zu einem Überlaufen des Tanks führen.

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