Alterszuschlag in der Kfz-Versicherung

Der Alterszuschlag in der Kfz-Versicherung ist nur den wenigsten Autofahrern bekannt. Wer 35 Jahre oder mehr unfallfrei gefahren ist, zahlt nur noch eine marginale Prämie. Wer 35 Jahre oder mehr unfallfrei gefahren ist, weist aber auch ein gewisses Alter auf. Und das Alter ist der Faktor, der im Verborgenen den Schadensfreiheitsrabatt konterkariert. Denn der Alterszuschlag macht die Versicherungsprämie wieder teurer.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Der Alterszuschlag in der Autoversicherung
  3. Seniorenzuschlag in der Kfz-Versicherung – wer hat davon gehört?
  4. Altersdiskriminierung: Kfz-Versicherung zählt dazu
  5. Kein spezieller Kfz-Versicherungstarif für Rentner
  6. Diese Tipps helfen beim Sparen
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Autoversicherer erhöhen ab einem bestimmten Alter der Versicherungsnehmer die Prämie.
  • Die Begründung des erhöhten Unfallrisikos halten Verkehrswissenschaftler erst ab dem 75. Lebensjahr für schlüssig.
  • Trotz Anbietertreue kann ein Wechsel Einsparungen im dreistelligen Bereich mit sich bringen.
  • Mit einem einfachen Trick lässt sich der Alterszuschlag zudem umgehen.

Der Alterszuschlag in der Autoversicherung

Die Prämie in der Autoversicherung setzt sich aus zahlreichen Komponenten zusammen. Auf die Regionalklasseneinstufung hat der Fahrzeughalter ebenso wenig direkt Einfluss wie auf die Einstufung seines Autos in eine Risikoklasse. Der Gutachterausschuss der deutschen Kfz-Versicherer wertet jedes Jahr aufs Neue aus, in welchen Regionen die meisten Unfälle stattfinden, und welche Fahrzeuge mit welcher Häufigkeit involviert sind.

Autoversicherungen werden teilweise signifikant teurer, wenn es einen Fahrer unter 23 Jahren gibt, der nicht am begleiteten Fahren teilgenommen hat. Hier können die Eltern gegensteuern, in dem sie ihre Kinder mit 17 den Führerschein machen lassen.

Unfallfreies Fahren ist der nächste Schritt, um die Entwicklung der Prämie selbst positiv zu beeinflussen. Aber eines Tages kommt das böse Erwachen. Die Schadensfreiheitsklasse sinkt, der Beitrag zur Autoversicherung steigt. Dies mag damit zu tun haben, dass die Regionalklasse oder das Auto höher eingestuft wurden. Es kann aber auch sein, dass der Versicherungsnehmer ein bestimmtes Alter erreicht hat und der Alterszuschlag greift.

Seniorenzuschlag in der Kfz-Versicherung – wer hat davon gehört?

Über den Seniorenzuschlag in der Kfz-Versicherung wird selten berichtet. Es gibt auch keine konkreten Aussagen, ab welchem Alter die einzelnen Versicherer die Prämien für ihre älteren Versicherungsnehmer erhöhen. Dieses Vorgehen erfolgt uneinheitlich. Es kann schon ab dem 60. Lebensjahr der Fall sein, es kann mit 65 beginnen oder mit 70.

Verkehrswissenschaftler haben ermittelt, dass die Unfallgefahr tatsächlich mit höherem Alter ansteigt. Allerdings sehen sie den Anstieg nicht bei 60-jährigen, die Schallgrenze liegt bei 75 Jahren, also weit später, als die verdeckten Beitragsanpassungen beginnen. Während die private Haftpflicht oder die Rechtsschutzversicherungen spezielle, günstigere, Seniorentarife vorsehen, geht die Versicherungswirtschaft bei Autoversicherungen den umgekehrten Weg.

Altersdiskriminierung: Kfz-Versicherung zählt dazu

Salopp formuliert stellen die deutschen Autoversicherer einen 65-Jährigen mit 40 Jahren Fahrpraxis einem 19-jährigen mit etwas mehr als einem Jahr Fahrpraxis gleich. Unstrittig ist, dass die Altersgruppe der bis zu 23-jährigen überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt ist. Gäbe es konkrete Anhaltspunkte, dass dies auch bei Senioren bis zu einem gewissen Alter der Fall ist, hätten die Versicherer hier auch ein einheitliches Vorgehen gefunden. So scheint die Altersgrenze, ab der es teurer wird, allerdings eher willkürlich festgelegt.

Ein Grund, weshalb sich die Autoversicherer dieses Vorgehen leisten können, liegt in der mangelnden Wechselbereitschaft der Versicherungsnehmer. Diese haben vor Augen, dass die Prämie ja jedes Jahr gesunken ist. Der Anstieg wird daher zwar mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, dies aber auf einen Alterszuschlag in der Kfz-Versicherung zu schieben, der Gedanke kommt niemandem.

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Vergleiche haben ergeben, dass ein 65-jähriger bei absolut identischen Bedingungen durchaus einen um 50 Prozent höheren Beitrag bezahlen muss als ein 55-jähriger.

Kein spezieller Kfz-Versicherungstarif für Rentner

Eigentlich wäre es wünschenswert, wenn es einen speziellen Kfz-Versicherungstarif für Rentner gäbe. Dann wüssten die Versicherungsnehmer, woran sie sind, ein Vergleich wäre deutlich einfacher möglich.

Vor dem aktuellen Hintergrund kann es für ältere Autofahrer nur eine Handlungsempfehlung geben: Ab dem 60. Lebensjahr sollten sie ihre Police jedes Jahr auf den Prüfstand stellen.

Diese Tipps helfen beim Sparen

Im Rahmen eines Kfz-Versicherungvergleichs lässt sich leicht feststellen, ob es günstigere Anbieter gibt. Sie können dort auch austesten, ob ihr Versicherer einen Alterszuschlag einfließen lässt oder nicht. Wer sich richtig Mühe machen möchte, testet alle Anbieter für die Altersgrenze zwischen 60 und 70 Jahren in Einjahresschritten aus. Damit wird deutlich, welche Versicherung mit welchem Alter des Versicherungsnehmers den Seniorenzuschlag in die Beitragskalkulation einfließen lässt. Findet sich ein günstigerer Anbieter bei gleichen Versicherungsbedingungen, heißt es, die laufende Police spätestens zum 30.11. eines Jahres zu kündigen.

Alternativ dazu bietet es sich an, die Autoversicherung über die Kinder abzuschließen. Noch mehr Geld sparen Senioren, wenn sie das Fahrzeug auch über die Kinder zulassen. Bis zu 300 Euro Ersparnis sind so drin. Damit der Trick funktioniert, müssen die Eltern den Schadenfreiheitsrabatt übertragen.

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