Jede Kfz-Zulassungsstelle stellt Kennzeichen für den Export ins Ausland aus. Dort sind die Export- oder Ausfuhrkennzeichen zu beantragen. Die Zulassung ist befristet und lässt sich auch online beantragen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Ausfuhrkennzeichen und wofür wird es genutzt?
  3. Ausfuhrkennzeichen beantragen – das wird gebraucht
  4. Wo sind Ausfuhrkennzeichen erhältlich?
  5. Wie lange ist ein Ausfuhrkennzeichen gültig?
  6. Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?
  7. Sind Fahrzeuge mit Ausfuhrkennzeichen versicherungspflichtig?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Das sogenannte Zoll- oder Ausfuhrkennzeichen ist notwendig, wenn Fahrzeuge ins Ausland außerhalb der EU exportiert werden. Es ist länger gültig als das Kurzzeitkennzeichen.
  • Um das Kennzeichen zu bekommen, sind eine Kfz-Haftpflichtversicherung und eine gültige Haupt- und Abgasuntersuchung unabdingbar.
  • Das Kennzeichen ist maximal ein Jahr gültig.
  • Für die Dauer der Gültigkeit fallen Kfz-Steuern an.

Was ist ein Ausfuhrkennzeichen und wofür wird es genutzt?

Soll ein Fahrzeug ins Ausland überführt werden, gibt es dafür ein spezielles Zollkennzeichen, das auch Ausfuhrkennzeichen oder Exportkennzeichen genannt wird. Findet die Auslandsüberführung in ein EU-Land statt, ist kein Ausfuhrkennzeichen nötig. Dort genügt im Normalfall das Kurzzeitkennzeichen inklusive der sogenannten grünen Karte. Die grüne Karte ist der internationale Versicherungsschein. Er weist nach, dass das Fahrzeug im Ausland versichert ist. Es gibt einige Staaten außerhalb der EU, die auch das Kurzzeitkennzeichen inklusive grüner Karte anerkennen. Die Kfz-Versicherung oder die Zulassungsstelle können Auskunft darüber geben, welche Länder das sind.

Ausfuhrkennzeichen beantragen – das wird gebraucht

Folgende Dokumente sind für den Antrag wichtig:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Versicherungsbestätigungskarte (gelbe Versicherungsdoppelkarte)
  • Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung I und II)
  • Nachweis über die gültige Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU)
  • SEPA-Lastschriftmandat beziehungsweise Einzugsermächtigung: Auch für die Ausfuhr ist Kfz-Steuer fällig. Die Zulassungsstelle braucht deshalb den Nachweis, dass sie die Steuern abbuchen darf.
  • Alte Kennzeichen: Einige Zulassungsstellen möchten die alten Nummernschilder vorgelegt bekommen, um sie vernichten zu können. Das betrifft Fahrzeuge, die vor dem Antrag in Deutschland zugelassen waren.
  • Abmeldebestätigung: War das Fahrzeug bislang außer Betrieb, ist neben den Fahrzeugpapieren die Abmeldebestätigung vorzulegen.
  • Das Fahrzeug selbst: Das Kraftfahrzeug ist der Zulassungsstelle vor der Ausfuhr vorzuführen, wenn es in Deutschland nicht zugelassen war oder bereits ein Ausfuhrkennzeichen hatte.

Auch bei vorliegender gültiger HU-Bescheinigung kann die Zulassungsbehörde verlangen, dass ihr das Fahrzeug vorgeführt wird. Üblich ist das außerdem bei Gebrauchtwagen, deren HU schon länger zurückliegt. Teilweise ist dies sogar verpflichtend. Ausnahmen davon gibt es nur, wenn das Fahrzeug neu ist oder die Hauptuntersuchung nicht länger als vier Wochen zurückliegt. Wichtig: Wer das Ausfuhrkennzeichen beantragt, darf weder Kfz-Steuer noch Gebühren aus anderen Zulassungen schulden.

Gibt es Ausfuhrkennzeichen auch ohne TÜV?

Für Ausfuhrkennzeichen sind eine gültige HU und AU Pflicht. Ohne sie wird das Kennzeichen nicht ausgestellt.

Wo sind Ausfuhrkennzeichen erhältlich?

Die Kfz-Zulassung beziehungsweise das Straßenverkehrsamt geben die Kennzeichen aus. Dort wird das Ausfuhrkennzeichen auch beantragt.

Ausfuhrkennzeichen online beantragen

Die meisten Zulassungsstellen ermöglichen es, das Kennzeichen online zu beantragen. Die nötigen Dokumente lassen sich einscannen und hochladen. Auch die Verlängerung der Zulassung lässt sich online erledigen.

Wie lange ist ein Ausfuhrkennzeichen gültig?

Das Kennzeichen ist mindestens zwei Wochen gültig. Die Dauer der Gültigkeit richtet sich danach, wie lange Autoversicherung und HU noch gelten. Der Halter gibt die Kennzeichen nach Ablauf der Gültigkeit nicht zurück, sondern vernichtet sie.

Lässt sich die Gültigkeit verlängern?

Auf Antrag ist die Gültigkeit verlängerbar. Das geht ebenfalls online. Ein Ausfuhrkennzeichen gilt maximal ein Jahr.

Wo lässt sich ablesen, wie lange das Kennzeichen gültig ist?

Im roten Streifen rechts auf dem Ausfuhrkennzeichen stehen sechs Ziffern in Zweiergruppen untereinander. Die oberen beiden geben den Tag an, die mittleren den Monat und die unteren das Jahr. Bis zu diesem Datum ist das Kennzeichen gültig. Nach diesem Datum ist die Zulassung erloschen. Dann darf das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen nicht mehr gefahren und auch nicht abgestellt werden.

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?

Für das Ausfuhrkennzeichen fallen mehrfach Kosten an:

  • Bearbeitungsgebühr bei der Zulassungsstelle
  • Kosten bei der Prägestelle
  • eventuell die Kosten für die gelbe Versicherungskarte
  • Versicherungskosten

Wird das Kennzeichen online bestellt, kommen die Kosten für den Versand hinzu.

Fallen Kfz-Steuern an?

Für die Dauer der Gültigkeit sind Kfz-Steuern fällig.

Sind Fahrzeuge mit Ausfuhrkennzeichen versicherungspflichtig?

Für die Ausfuhr muss eine gültige Haftpflichtversicherung vorliegen. Ohne sie wird kein Kennzeichen ausgestellt. Deshalb ist die Kfz-Haftpflichtversicherung beim Antrag nachzuweisen. Solche Policen bieten Versicherer mit unterschiedlichen Laufzeiten bis zu zwölf Monaten an. Eine Voll- oder Teilkaskoversicherung ist für den Export allerdings selten.

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