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Gewährleistung bei Gebrauchtwagen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Die Gewährleistung für Gebrauchtwagen stellt sicher, dass sich Händler nicht aus ihrer Verantwortung herausreden können, wenn kurz nach dem Kauf eine Störung auftritt oder sich ein Mangel bemerkbar macht. Es kommt aber vor allem darauf an, von wem Sie den Gebrauchten kaufen. Welche Rechte Gebrauchtwagenkäufer haben, wann ein Ausschluss möglich ist und worin sich die Gewährleistung von der Gebrauchtwagen-Garantie unterscheidet, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Rahmen der zweijährigen Gewährleistung haftet der Verkäufer dafür, dass die veräußerte Sache den vertraglichen Vereinbarungen entspricht und frei von Mängeln ist.
  • Die Gewährleistung bei Gebrauchtwagen erstreckt sich nicht auf normale Gebrauchsspuren und Verschleiß.
  • Private Autoverkäufer können die Gewährleistung vertraglich ausschließen.
  • Eine freiwillige, doch in der Regel kostenpflichtige Gebrauchtwagen-Garantie sichert dem Käufer Leistungen zu, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehen.

Gesetzliche Verpflichtung zur Gewährleistung bei Gebrauchtwagen für Händler

Wenn Sie einen Gebrauchtwagen bei einem gewerblichen Händler kaufen, besteht für diesen eine gesetzliche Gewährleistungspflicht. Das bedeutet, der Verkäufer muss dafür haften, dass die von ihm verkaufte Sache frei von Mängeln – sowohl technischer Natur als auch anderer Art – ist beziehungsweise einwandfrei funktioniert. Der Händler hat nicht die Möglichkeit, die Gewährleistung für den Gebrauchtwagen auszuschließen. Waren nicht bemerkte Mängel bereits zum Zeitpunkt des Kaufs vorhanden, muss er für diese einstehen. Zu den typischen Fällen, bei denen die Gewährleistung greift, gehören beispielsweise Schäden am Motor oder dem Getriebe.

Haben Sie das Fahrzeug von einem Unternehmen erworben, das im eigentlichen Sinn nicht als Kfz-Händler aktiv ist, gilt die Gewährleistung für Gebrauchtwagen ebenso. Ein solcher Fall liegt beispielsweise vor, wenn ein selbstständiger Handwerker seinen gebrauchten Dienstwagen an eine Privatperson verkauft.

Wie lange gilt die Gewährleistung?

Grundsätzlich besteht die Gewährleistung zwei Jahre ab dem Zeitpunkt der Übergabe. In der Vergangenheit hatten gewerbliche Verkäufer mitunter Klauseln in ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen integriert, um die Gewährleistungsfrist zu verkürzen – beispielsweise auf ein Jahr. 2015 urteilte der Bundesgerichtshof jedoch, dass diese Vorgehensweise nicht zulässig und gegebenenfalls unwirksam ist. Die Gewährleistung lässt sich nur über eine ausdrückliche einzelvertragliche Vereinbarung verkürzen – nicht jedoch unter ein Jahr.

Bei welchen Mängeln greift die Gewährleistung?

Die gesetzliche Haftung deckt nicht alle erdenklichen Schäden ab. Handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, muss der Käufer des Fahrzeugs normale Abnutzungsspuren hinnehmen. Außerdem erstreckt sich die Haftung nicht auf Verschleiß. Ein solcher liegt vor, wenn sich einzelne Bauteile für gewöhnlicher stärker abnutzen als andere Komponenten und daher regelmäßig erneuert werden müssen. Dies trifft beispielsweise auf die Bremsbeläge, die Reifen und die Zahnriemen zu. Ob ein Sachmangel oder Verschleiß vorliegt, hängt jedoch ebenso vom Alter des Fahrzeugs und seiner Laufleistung ab.

Darüber hinaus müssen die im Kaufvertrag beschriebenen Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale vorhanden sein. Handelt es sich entgegen der vertraglichen Vereinbarungen nicht um ein unfallfreies Fahrzeug, lässt sich dies als echter Mangel werten, da der Wagen nicht der Darstellung entspricht. Das gilt ebenso für Schäden, auf die der Käufer aufgrund des Fahrzeugalters und seiner Laufleistung nicht hätte schließen können.

Anders gestaltet sich die Situation bei Mängeln, auf die der Verkäufer den Käufer vor dem Erwerb ausdrücklich hingewiesen hat. Diese sind von der Gewährleistung für den Gebrauchtwagen ausgenommen. Ein Beispiel dafür ist ein gebrauchtes Fahrzeug mit Rostschäden am Kofferraumdeckel. Wenn der Händler den Käufer darauf aufmerksam macht und die beiden Parteien den Hinweis in den Kaufvertrag mit aufnehmen, kann der neue Besitzer im Anschluss keine Gewährleistungsansprüche geltend machen. Schließlich hat er den ihm bekannten Mangel akzeptiert.

Welche Rechte haben Gebrauchtwagenkäufer?

Wenn der Käufer einen Sachmangel entdeckt oder eine vertraglich garantierte Eigenschaft nicht vorhanden ist, kann er zwischen der Beseitigung des Mangels (Nachbesserung) und der Lieferung eines mangelfreien Fahrzeugs (Ersatzlieferung) wählen. Da es in der Regel nicht möglich oder unverhältnismäßig ist, einen absolut gleichwertigen Gebrauchtwagen zu beschaffen, läuft es für gewöhnlich auf eine Nachbesserung hinaus.

Für die Beseitigung des Mangels ist der Verkäufer zuständig. Demzufolge dürfen Sie nicht einfach eine Werkstatt aufsuchen und das Fahrzeug reparieren lassen. Je Mangel hat der Händler zwei Nachbesserungsversuche. Falls sich der Verkäufer der Nacherfüllung verweigert oder diese scheitert, darf der Käufer wahlweise vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine angemessene Minderung des Kaufpreises verlangen. Im ersten Fall wird jedoch der Vorteil angerechnet, den Sie durch die Nutzung des Gebrauchtwagens hatten.

Besonderer Hinweis:

„Falls der Autoverkäufer Sie arglistig täuscht, also bewusst bereits vorhandene Mängel verschwiegen hat, müssen Sie keine Nachbesserung zulassen. Stattdessen können Sie direkt vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine Preisminderung fordern.“

Gewährleistung für Gebrauchtwagen: Bei wem liegt die Beweislast?

In den ersten sechs Monaten muss der Händler nachweisen, dass es sich um keinen bereits beim Kauf vorhandenen Mangel handelt. Nach Ablauf dieser Frist liegt die Beweislast beim Käufer. Allerdings lässt sich meist nur schwer beweisen, dass der entsprechende Fehler schon zum Kaufzeitpunkt vorhanden war. In solch einer Situation kann es sich als sinnvoll erweisen, einen Sachverständigen einzuschalten.

Ausschluss der Gewährleistung beim Privatverkauf möglich

Handelt es sich beim Verkäufer des Gebrauchtwagens um eine Privatperson, darf sie die Gewährleistung ausschließen. Die meisten Muster-Kaufverträge für Gebrauchtwagen enthalten bereits eine solche Klausel. Infolgedessen muss der private Verkäufer nicht für Mängel haften.

Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Arglistig verschwiegene Mängel und Garantiezusagen. Falls der Käufer ihm bereits bekannte Mängel bewusst verschwiegen hat, ist er trotz des Sachmängelhaftungsausschlusses in der Verantwortung. Dies trifft ebenso auf im Kaufvertrag erwähnte Garantiezusagen zu, die sich auf das Vorhandensein bestimmter Eigenschaften beziehen.

Beispiel: Herr Mustermann kauft einen Gebrauchtwagen, der sich bei der nächsten Inspektion als Unfallwagen entpuppt. Hat ihm der Verkäufer diesen Fakt verschwiegen, kann er den Kaufvertrag nachträglich anfechten, das Auto zurückgeben und den gezahlten Kaufpreis zurückfordern.

Gewährleistung und Gebrauchtwagen-Garantie: Die wichtigsten Unterschiede

Nicht zu verwechseln ist die Gewährleistung für Gebrauchtwagen mit der Gebrauchtwagen-Garantie, die Händler häufig im Zuge des Autoverkaufs mit anbieten. Anders als bei der Gewährleistung handelt es sich bei Garantieleistungen nicht um ein gesetzlich verankertes Recht des Käufers. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf:

Gewährleistung
Gebrauchtwagen-Garantie
Rechtliche Grundlage Gesetzlich vorgeschrieben Auf freiwilliger Basis
Kosten Keine Zusatzkosten Für gewöhnlich kostenpflichtig
Kosten vom Garantieumfang abhängig
Dauer Grundsätzlich zwei Jahre, durch individuelle Vereinbarung Verkürzung auf ein Jahr möglich Individuell vereinbart
Wer haftet? Verkäufer Garantiegeber, meist eine Versicherung