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Den Mietwagen richtig versichern

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Im Mietwagen auf eigene Faust von Los Angeles über Las Vegas bis in die Rocky Mountains – ein unvergessliches Erlebnis. Bei vielen Urlauben gehört der Mietwagen einfach dazu, ein ausreichender Versicherungsschutz für diesen sollte es auch.

Tipp: Bereits vor Antritt der Reise sollten Sie sich um den Versicherungsschutz des Mietwagens kümmern.

Achten Sie hier stets auf eine ausreichend hohe Deckungssumme und entscheiden Sie sich für den Vollkaskoschutz. Dieser ist bei der Mietwagen-Suche auf Verivox standardmäßig dabei.

Was sollte ich vor Reisebeginn beachten?

Wenn es kracht, ist ein ausreichender Versicherungsschutz wichtig. Bei den Mietwagenunternehmen ist eine Haftpflicht inklusive, allerdings unterscheiden sie sich in ihren Konditionen. Achten Sie vor allem auf eine ausreichend hohe Deckungssumme von mindestens 10 Mio. Euro.

Unterwegs im EU-Ausland

Viele EU-Länder haben in den letzten Jahren die Deckungssumme für die Kfz-Haftpflicht angehoben. Die vormals vollkommen unzureichenden Mindestdeckungen für Mietwagen werden seltener.

Auf Nummer sicher gehen Urlauber jedoch, wenn sie bei der Kfz-Versicherung ihres heimischen Autos die sogenannte „Mallorca-Police“ dazubuchen. In leistungsstarken Tarifen ist dieser erweiterte Schutz fürs EU-Ausland meist schon inklusive. Sollte bei einem teuren Schaden der Haftpflichtschutz des Mietwagens nicht ausreichen, übernimmt die heimische Versicherung die restliche Summe – üblicherweise bis zu 100 Millionen Euro.

An vielen Stationen möchten die Angestellten noch einen zusätzlichen Schutz für Schäden an Unterboden oder Reifen verkaufen. Aber Reifen gehen selten kaputt und der Schaden wäre überschaubar. Auf diesen Zusatzschutz können Reisende verzichten.

Besonderheiten außerhalb Europas

Wer in den USA, Südamerika oder in asiatischen Ländern unterwegs ist, sollte sich im Vorfeld genau über die Versicherungssumme und -bedingungen informieren. Zum Teil sind die Summen relativ niedrig angesetzt oder es besteht gar keine gesetzliche Regelung. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Mietwagen mit entsprechender Versicherung im Vorfeld von Deutschland aus zu buchen. So verhindern Sie außerdem, dass die Mietwagenfirmen vor Ort Ihnen unnötigen Zusatzschutz verkaufen.

Vollkasko: Passende Selbstbeteiligung wählen

Genauso wichtig ist der Vollkaskoschutz beim Mietwagen. Dieser deckt u. a. selbst verschuldete Schäden und Diebstahl ab. Bei Tarifen ohne Selbstbeteiligung kommen bei Schäden am Mietwagen keine Kosten auf den Reisenden zu. Dafür sind sie um circa 10 Prozent teurer. Eine geringe Selbstbeteiligung kann sinnvoll sein.

Richtig verhalten nach einem Unfall

1. Immer die Polizei rufen

Auch wenn es sich nur um einen Sachschaden wie Kratzer am Lack handelt, sollten Sie immer die Polizei rufen. In einigen Ländern und bei manchen Mietwagenverträgen wird dies sogar ausdrücklich verlangt. Informieren Sie daher auch stets die Mietwagenfirma.

Eine mündliche Übereinkunft mit dem Unfallgegner sollten Sie unbedingt vermeiden. Sonst ist der Versicherungsschutz nicht mehr gewährleistet und Sie bleiben im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen.

2. Unfall dokumentieren

Generell gilt: Wer Fotos vom Unfallort anfertigt, ist auf der sicheren Seite. Im Idealfall notieren Sie sich auch Namen und Adressen der Beteiligten und Zeugen, wenn die Polizei noch nicht eingetroffen ist. Als hilfreich erweist sich hier der sogenannte „Europäische Unfallbericht“. Verbindend ist das Dokument nicht. Es beinhaltet aber alle wichtigen Angaben zur Schadenregulierung und ist in mehreren europäischen Sprachen verfügbar.

Das sollten Sie ebenfalls wissen

Keine Schäden verheimlichen

Sollte der Mietwagen kleinere Schäden aufweisen, lassen Sie sich bei der Abgabe einen Schadenbericht vom Vermietungsunternehmen ausstellen. So verhindern Sie, dass Sie nachträglich die Kosten für weitere Schäden tragen müssen, die Sie gar nicht verursacht haben.

Strafzettel besser selbst zahlen

Strafzettel für Verkehrsverstöße zahlen Sie nach Möglichkeit am besten selbst. Ansonsten kontaktiert die Behörde die Mietwagenfirma und das wird teurer: Diese verlangt für den Verwaltungsaufwand eine Gebühr, die je nach Unternehmen und Land bei mehr als 30 Euro liegen kann. Wenn möglich, lassen Sie sich zudem die Bezahlungen des Bußgeldes quittieren.