Außen- und Rückspiegel richtig einstellen: So funktioniert’s

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wer mit einem Auto fahren will, das vorher eine andere Person genutzt hat, sollte außer den Sitz auch die Außen- und den Rückspiegel richtig einstellen. Schließlich benötigt der Fahrzeugführer einen guten Blick auf das Geschehen hinter dem eigenen Wagen, um das Unfallrisiko möglichst gering zu halten. Wie Sie für die Seitenspiegel und den Innenspiegel die optimale Einstellung finden, erklärt der nachfolgende Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Einstellen der Außenspiegel und des Rückspiegels ist notwendig, um von hinten herannahende Verkehrsteilnehmer nicht zu übersehen.
  • Bevor Sie die Autospiegel justieren, sollten Sie sich stets in eine Sitzhaltung begeben, die der während der Fahrt entspricht.
  • Während der Innenspiegel den Blick auf die komplette Heckscheibe gewähren muss, sollten die Außenspiegel sowohl den Blick nach hinten in die Ferne ermöglichen als auch auf die Fahrbahn unmittelbar hinter dem Wagen.
  • Auch wenn Sie Außen- und Rückspiegel richtig eingestellt haben, sollten Sie trotzdem niemals auf den Schulterblick verzichten.

Erst die optimale Sitzposition finden

Bevor Sie die Außen- und den Rückspiegel richtig einstellen, passen Sie die Position des Fahrersitzes an Ihre Körpergröße und an Ihre persönlichen Präferenzen an. Im Anschluss nehmen Sie eine Sitzposition ein, die der beim Fahren entspricht. Das ist wichtig, da Ihre Sitzhaltung einen großen Einfluss auf das Blickfeld hat, das Sie durch den Innen- und die Seitenspiegel erkennen können. Zusätzlich sollte der Wagen waagerecht – also auf einem ebenen Untergrund – stehen, da eine Steigung ebenfalls zu einer veränderten Sitzposition führt.

Die Außenspiegel korrekt einstellen

Bei einigen Modellen lassen sich die Außenspiegel mit Hebeln bewegen, die sich an der Fahrer- beziehungsweise Beifahrertür befinden. Bei anderen Fahrzeugen funktioniert dies elektronisch per Knopfdruck. Beim Einstellen der Seitenspiegel gilt es, sowohl die horizontale als auch die vertikale Achse zu berücksichtigen.

Der seitliche Blick sollte möglichst weit nach außen reichen, wobei der hintere Türgriff beziehungsweise das Heck (Zweisitzer) des Fahrzeugs im normalen Sitzen immer noch zu sehen sein muss. Dies reduziert den toten Winkel auf ein Minimum. Die vertikale Achse muss sowohl eine Sicht auf die Fahrbahn unmittelbar hinter dem Auto ermöglichen als auch einen Blick in die Ferne. Daher empfiehlt es sich, den Außenspiegel so einzustellen, dass die Horizontlinie genau mittig liegt. Wiesen und Straßen sind dann in der unteren Hälfte des Spiegels zu erkennen und der Himmel sowie Autos und Häuser vorrangig in der oberen Hälfte.

Den Rückspiegel korrekt einstellen

Den Innenspiegel passen Sie mit Ihrer Hand nach oben und unten sowie nach links und rechts an. Dabei gilt es, den Spiegel so zu justieren, dass Sie durch diesen die komplette Heckscheibe und somit das Verkehrsgeschehen hinter Ihnen einsehen können. Die Mitte des Spiegels sollte im Optimalfall die Mitte der Heckscheibe zeigen. Stellen Sie den Rückspiegel nicht während der Fahrt ein, sondern lediglich, wenn das Auto steht.

Außenspiegel und Rückspiegel richtig einstellen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Beim Einstellen der Außenspiegel begeht so mancher Fahrer den Fehler, die Spiegel zu weit nach außen zu positionieren. So ist die Karosserie des Autos nicht sichtbar, was sich vor allem beim Einparken negativ bemerkbar macht. Wer die Seitenspiegel dagegen zu nah justiert, bemerkt Verkehrsteilnehmer, die sich von hinten nähern, erst relativ spät.

Beim Justieren des Innenspiegels passieren vor allem zwei Fehler: Zum einen kommt es immer wieder vor, dass der Spiegel lediglich einen Teil der Heckscheibe abdeckt. Zum anderen gibt es Autofahrer, die vergessen, den Rückspiegel bei Dunkelheit in die Abblendstellung zu bringen. Dies führt dazu, dass das Scheinwerferlicht der nachfolgenden Autos den Fahrzeugführer unnötig blendet und somit die Sicht verschlechtert.

Weitere Tipps für die optimale Sicht im Auto

Indem Sie Außen- und Rückspiegel richtig einstellen, können Sie zwar den toten Winkel minimieren. Trotzdem sollten Sie beim Spurwechsel, Abbiegen und Überholen nie auf den Schulterblick verzichten. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass Autofahrer den toten Winkel unterschätzen – und das mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Wenn niemand hinten sitzt, empfiehlt es sich zudem, die hinteren Kopfstützen abzusenken. Dies verbessert die Sicht über den Innenspiegel merklich.