Umfrage: Kritik des Partners am Fahrstil nervt jeden Vierten – Fahrstil des Partners jeden Fünften
Stand: 15.04.2026
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Mitbremsen auf dem Beifahrersitz, den Radiosender verstellen oder ungefragte Navigationstipps – vieles rund ums Auto bietet Zündstoff in einer Beziehung. Am häufigsten ärgert, wenn der Partner Kritik am Fahrstil äußert: 23 Prozent der Autobesitzer mit Partner nennen diesen Punkt in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Am zweithäufigsten (18 Prozent) stört wiederum der Fahrstil des Partners. Insgesamt nerven eine Mehrheit (66 Prozent) bestimmte Verhaltensweisen des Partners.
Fahrstil sorgt für Kritik
Kritik von der Partnerin oder vom Partner am eigenen Fahrstil nervt fast jeden Vierten – in der Verivox-Umfrage geben 23 Prozent an, dass sie sich daran stören. Fast genauso unbeliebt ist mit 18 Prozent aber auch die Fahrweise des Partners. Immerhin: Nur 7 Prozent derer, die sich über Kritik beschweren, ärgern sich wiederum über die Fahrweise des Partners.
Nur drei Prozent der Autobesitzer mit Lebenspartner geben in der Verivox-Umfrage an, dass ihr Partner das Auto nicht nutzen dürfe. Doch diese Freigiebigkeit bringt auch Ärger mit sich. Nur etwas mehr als jeder Dritte (34 Prozent) gibt an, sich in Bezug auf das Auto nie über den Liebsten oder die Liebste zu ärgern. Die Toleranz steigt hierbei mit dem Alter: Unter den 18- bis 29-Jährigen stören 83 Prozent bestimmte Verhaltensweisen und Angewohnheiten rund ums Auto, unter Befragten zwischen 60 und 69 Jahren nur knapp die Hälfte (49 Prozent).
Leidiges Thema Sauberkeit
In den eigenen vier Wänden kann die Sauberkeit für Streit sorgen, im Auto wohl auch: 16 Prozent nerven Essen oder Krümel im Fahrzeug oder wenn es nicht geputzt ist. Auch darüber scheint der Ärger mit dem Alter abzunehmen. Während mangelnde Sauberkeit unter den 18- bis 29-Jährigen mehr als ein Viertel (26 Prozent) stört, ist es unter den Autobesitzern im Alter von 60 bis 69 Jahre nur noch ein kleiner Anteil (6 Prozent).
"Da hättest du abbiegen müssen" – 13 Prozent ärgern sich darüber, wenn der Partner bei der Navigation alles besser weiß. Doch nur 6 Prozent stört es, wenn der Partner die falsche Route fährt oder die Navigation ignoriert.
Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr
Acht Prozent der Befragten stören sich daran, wenn der Partner ungefragt ins Lenkrad greift – ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. "Bei einem Unfall wird ein solches Eingreifen als Mitverschulden des Beifahrers gewertet", sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. "Die Haftpflichtversicherung springt zwar erstmal für die Schäden am anderen Fahrzeug ein, kann sich die Kosten aber vom Beifahrer zurückholen."
Wenn der Partner das Auto nutzt, sollte der Versicherte das auch bei der Kfz-Versicherung angeben. Diese haftet dann auch für Schäden, die vom weiteren Fahrer verursacht werden. Das ist übrigens nur für wenige (6 Prozent) ein Ärgernis. "Wenn Lebenspartner nicht als Fahrer eingetragen sind, kann das im Schadenfall finanzielle Konsequenzen haben – etwa durch eine Nachforderung oder Anpassung des Beitrags", sagt Aljoscha Ziller.