Upload-Geschwindigkeit

Ein Video streamen oder Musik im Internet hören und nebenbei auf den Lieblingswebseiten surfen: Das ist bei den großen Bandbreiten und hohen Download-Geschwindigkeiten, die heutzutage möglich sind, kein Problem mehr. Die Bandbreite bestimmt auch die mögliche Upload-Geschwindigkeit. Sie ist in der Regel deutlich niedriger als die Downstream-Rate. Ein durchschnittlicher Internetnutzer benötigt meist keine allzu hohe Upload-Geschwindigkeit – wer jedoch große Datenmengen hochlädt, der fährt mit einer höheren Upload-Rate häufig besser. Doch was genau ist unter der Upload-Geschwindigkeit zu verstehen? Welche Faktoren beeinflussen sie? Und für welche Aktivitäten im Internet ist eine hohe Upload-Rate besonders wichtig?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Upload-Geschwindigkeit gibt an, wie schnell Daten über eine Internetleitung hochgeladen oder versendet werden können.
  • Wie hoch die Upload-Rate ist, hängt von der Bandbreite des jeweiligen Internetanschlusses ab.
  • Zumeist ist die Geschwindigkeit für Downloads sehr viel höher als die für Uploads.

Was ist die Upload-Geschwindigkeit?

Das Wort „Upload“ heißt übersetzt „Hochladen“. Konkret bedeutet das: Daten ins Internet hochladen, sodass diese auf einer Website verfügbar sind oder sich an eine andere Person versenden lassen. Ein Upload erfolgt entweder über einen Computer, einen Laptop oder ein mobiles Endgerät wie ein Smartphone oder Tablet.

Mit jeder Aktion, die ein Nutzer im Internet durchführt, lädt er entweder eine bestimmte Menge an Daten herunter oder hoch. Das Streamen von Videos zählt beispielsweise zu den Downloads, die Veröffentlichung von Bildern oder Beiträgen in den sozialen Netzwerken zu den Uploads. Wie hoch die Upload-Geschwindigkeit ist, ist abhängig von der Bandbreite: Je größer sie ist, desto schneller erfolgt der Datenupload – und desto teurer ist meist der Internetvertrag.

Welche Upload-Geschwindigkeit lohnt sich?

Welche Upload-Geschwindigkeit sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Nutzungsverhalten ab. Der durchschnittliche Internetnutzer, der sich über das Internet ab und zu Videos anschaut, Onlinebanking betreibt oder shoppt, kommt meist gut mit einer DSL-Bandbreite von 16.000 Megabit pro Sekunde aus. Je nach Anbieter sind hier – theoretisch – Upload-Geschwindigkeiten bis zu 2.400 Kilobit pro Sekunde möglich; die meisten 16.000er-Anschlüsse erreichen allerdings derzeit noch höchstens 1.024 Kilobit pro Sekunde im Upload.

Für Nutzer, die ihre Erlebnisse in Form von Bildern und Videos mit der Community auf Blogs oder sozialen Netzwerken wie YouTube, Facebook, Instagram oder Snapchat teilen, ist eine hohe Upload-Geschwindigkeit praktisch. Für Haushalte mit vielen Mitgliedern, also etwa für große Familien oder Wohngemeinschaften, ist eine hohe Bandbreite ebenfalls empfehlenswert: Denn je mehr Nutzer gleichzeitig online sind, desto störanfälliger ist die Internetverbindung. Mit einer hohen Bandbreite profitiert jeder Nutzer von einer ausreichenden Down- und Upload-Geschwindigkeit. Für die oben genannten Beispiele eignet sich gut eine DSL-Bandbreite von 50.000 Kilobit pro Sekunde oder mehr.

Upload-Geschwindigkeit beim mobilen Internet

Im mobilen Internet sind heute LTE-Tarife der Standard. Je nach Anbieter liegen die Raten für den Downstream bei etwa 50 Megabit pro Sekunde; für den Upstream bei etwa 10 Megabit pro Sekunde. Bei höheren Download-Raten ist ein entsprechend schnellerer Upload möglich. Wer häufig sein mobiles Datenvolumen verwendet, um Bilder und andere Daten in der Cloud zu sichern, sollte bei Vertragsabschluss auf einen möglichst schnellen Upload achten. Welche Geschwindigkeit am Ende tatsächlich erreicht wird, hängt allerdings auch davon ab, wie gut der Handyempfang ist. Zudem drosselt der Internetprovider die Geschwindigkeit, sobald das im Vertrag enthaltene Datenvolumen aufgebraucht ist.

Upload-Geschwindigkeit erhöhen: Wie funktioniert das?

Wer die maximale Upload-Geschwindigkeit erreichen möchte, der sollte sicherstellen, dass sich niemand anderes in der Internetleitung befindet und Daten hoch- oder herunterlädt. Denn was bei sehr großen Bandbreiten fast nicht spürbar ist, macht sich bei geringen Bandbreiten umso stärker bemerkbar: Je mehr Geräte über den WLAN-Router eingeloggt sind, desto langsamer laufen Up- und Downloads; je weniger es sind, desto schneller geht es. Zudem sollten während dem Upload alle Downloads pausiert werden.

Große Dateien vor dem Upload zu komprimieren kann die Upload-Geschwindigkeit ebenfalls erhöhen. Sogenannte Zip- oder WinRAR-Dateien sind deutlich kleiner als die Dateien in Originalgröße. Der Nutzer benötigt somit weniger Zeit, um sie hochzuladen. Der Empfänger kann die Dateien wieder entpacken und dann auf die Originalversion zugreifen.

Ist es möglich, die Upload-Geschwindigkeit zu überprüfen?

Speedtests zeigen an, welche Geschwindigkeiten die betreffende Leitung für Down- und Upload erreicht. Anhand der Testergebnisse ist es möglich, Störungen zu erkennen und den zuständigen Internetanbieter darüber zu informieren. Störungen oder Beschädigungen an der Leitung können dazu führen, dass das Internet nicht so schnell ist, wie es eigentlich sein sollte. Unter Umständen sind niedrige Upload- oder Download-Raten auch auf eine überlastete Leitung zurückzuführen – zum Beispiel, wenn zu viele Hausbewohner denselben Anschluss nutzen. Es empfiehlt sich, mehrere Speedtests zu unterschiedlichen Uhrzeiten durchzuführen, um eventuelle tageszeitbedingte Unterschiede festzustellen.

Wer beim Speedtest merkt, dass die vertraglich vereinbarte Download- oder Upload-Geschwindigkeit nicht erreicht wird, sollte sich an den Provider wenden, um die Leitung auf technische Störungen prüfen zu lassen. Lässt sich eine Störung nicht sofort beheben, ist es ratsam, nach einem Rabatt auf die Grundgebühr zu fragen oder einen Providerwechsel in Betracht zu ziehen.