Der Begriff Trojaner – auch trojanisches Pferd genannt – bezeichnet ein schädliches Computerprogramm. Dieses erweckt den Anschein, als sei es eine vertrauenswürdige Anwendung. Tatsächlich aber schleusen Hacker und Cyber-Kriminelle diese Art von Software auf fremden Computern ein, um beispielsweise vertrauliche Daten auszuspionieren oder einen Zugang zum System zu erhalten. Mit einer Anti-Malware-Software schützen Sie Ihren Computer vor Trojanern.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Trojaner – weder Virus noch Wurm
  3. Wie kommt ein Trojaner auf den Computer?
  4. Woran lässt sich erkennen, dass ein System mit einem Trojaner infiziert ist?
  5. Das System mit einem Trojaner-Scanner schützen
  6. Das System frei von Trojanern halten - mit diesen Tipps
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Trojaner ist eine schädliche Software, die sich als nützliche Anwendung tarnt.
  • Hacker verwenden Trojaner unter anderem, um sich Zugang zu einem PC zu verschaffen, Daten zu stehlen oder den Rechner vollständig zu übernehmen.
  • Spezielle Trojaner-Scanner sowie Antivirenprogramme sind eine Schutzmaßnahme gegen Trojaner.

Trojaner – weder Virus noch Wurm

Viele Nutzer verwenden den Begriff "Trojaner" auch als Synonym für Viren und Würmer. Diese gelten jedoch als eigenständige Klasse von Schadsoftware. Grundsätzlich fallen sowohl Trojaner als auch Viren und Würmer in die Kategorie bösartiger Computerprogramme ("Malicious Software", kurz "Malware"). Ihre Gemeinsamkeit ist der mögliche Schaden, den sie auf einem Computer anrichten. Allerdings weist jede Malware-Ausprägung eigene Charakteristiken auf.

Der größte Unterschied zu Computerviren und -würmern besteht darin, dass sich ein Trojaner nicht selbstständig reproduziert. Stattdessen führt er weitere Programme wie Viren oder Adware mit sich und schleust diese unerkannt auf den Computer ein.

Arten von Trojanern

Die Bezeichnung "Trojaner" leitet sich vom Trojanischen Pferd ab, mit dem die Griechen in der Erzählung von Homer die Verteidiger der Stadt Troja täuschten. Analog dazu beinhaltet der Trojaner ein schädliches Programm in einer auf den ersten Blick ungefährlichen Datei. Mittlerweile existiert eine Vielzahl an Trojanern, die verschiedene Funktionen erfüllen. Zu den gängigsten Typen gehören:

  • Backdoor-Trojaner – verschaffen dem Angreifer Zugriff auf einen Computer
  • Downloader-Trojaner – dienen dazu, weitere Inhalte auf den infizierten PC herunterzuladen
  • Infostealer-Trojaner – zielen auf den Diebstahl von Daten ab
  • DDoS-Trojaner – nutzen befallene Computer, um ein Netzwerk mit Anfragen zu überschwemmen und dadurch abzuschalten
  • Remote-Access-Trojaner – bringen Computer vollständig unter die Kontrolle des Angreifers

Wie kommt ein Trojaner auf den Computer?

Damit ein Trojaner auf einen Computer gelangt, ist eine Datenübertragung notwendig. Folglich sind Downloads – zum Beispiel von E-Mail-Anhängen – die Hauptquellen für einen Befall mit der Malware. Beim bloßen Besuch einer Website besteht dagegen keine Gefahr, den PC mit einem Trojaner zu infizieren. Ein weiterer Verbreitungsweg ist die Weitergabe der Schadsoftware durch einen bereits Geschädigten: Solange dieser den Trojanerbefall auf seinem Rechner nicht erkannt hat, kann er die dafür verantwortliche Software nach wie vor für harmlos halten – und sie anderen Nutzern weiterempfehlen oder weitergeben. Diese laden sich das Schadprogramm dann zwar unwissentlich, aber aktiv selbst auf ihre PCs.

Woran lässt sich erkennen, dass ein System mit einem Trojaner infiziert ist?

Befindet sich ein Trojaner auf dem Computer, treten je nach Art der Schadsoftware verschiedene Symptome auf. Zu den Warnsignalen gehören unter anderem:

  • plötzliches Beenden oder Herunterfahren von Windows im Normalbetrieb
  • unerklärliche Abstürze des Betriebssystems
  • Taskleiste auf einmal nicht mehr sichtbar
  • vertauschte Maustasten
  • DVD-Laufwerk öffnet und schließt sich selbstständig
  • Task-Manager zeigt verdächtige Prozesse
  • Websites öffnen sich im Browser ohne Ihr Zutun
  • ausgeschalteter Virenscanner
  • kein Windows-Update mehr möglich

Das System mit einem Trojaner-Scanner schützen

Mit einer aktuellen Anti-Malware-Software können Nutzer ihre Computer vor Schadprogrammen wie Trojanern, Viren und Würmern schützen. Sie finden online jedoch auch spezielle Trojaner-Scanner.

Eine zuverlässige Software erkennt Angriffe durch einen Trojaner nicht nur, sondern blockiert und entfernt diesen gleichzeitig. Da sich immer mehr Hacker auf Smartphones und Tablets fokussieren, sollten Nutzer auch ihre mobilen Endgeräte entsprechend absichern.

Trojaner entfernen – so funktioniert es

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Trojaner zu entfernen. Am einfachsten gelingt dies mit einer Anti-Malware-Software. Führen Sie dazu einen Scan mit dem Programm durch. Im Anschluss entfernen Sie alle Funde. Bei einem neuen Trojaner kann es aber vorkommen, dass sich dieser noch nicht in der Datenbank des entsprechenden Tools befindet und der Scanner das schädliche Programm daher nicht erkennt.

Falls der Trojaner-Scanner den Eindringling nicht findet, starten Sie Ihren Computer im abgesicherten Modus und machen Sie einen erneuten Scandurchlauf. Da Windows in diesem Fall nur die nötigsten Dienste lädt, bleibt der Trojaner hierbei meist deaktiviert. Dies ermöglicht es in vielen Fällen, ihn zu entfernen. Hilft auch dieser Schritt nicht, ist es empfehlenswert, eine Systemwiederherstellung durchzuführen. Dafür ist ein Zeitpunkt zu wählen, zu dem die Schadsoftware das System noch nicht infiziert hatte. Die radikale Lösung besteht darin, das Betriebssystem neu zu installieren.

Trojaner-Entferner kostenlos herunterladen

Viele User fragen sich, ob eine zuverlässige Anti-Malware-Software beziehungsweise ein Trojaner-Scanner oder -Entferner zwangsläufig Geld kostet. Die erfreuliche Antwort lautet: Nein. Zahlreiche Anbieter entsprechender Software stellen diese kostenfrei zum Herunterladen bereit. In vielen Fällen bieten die Entwickler zusätzlich kostenpflichtige Premium-Versionen an, die weitere Funktionen besitzen, etwa einen Schutz vor Sicherheitslücken oder automatische Treiber-Updates.

Das System frei von Trojanern halten - mit diesen Tipps

Ein Trojaner-Scanner bietet einen guten Grundschutz, aber Sie sollten sich nicht allein darauf verlassen. Mit den folgenden Tipps können Sie das Risiko eines Befalls mit Schadsoftware zusätzlich senken:

  • Software und Betriebssystem auf dem aktuellen Stand halten, Sicherheitsupdates sofort installieren
  • automatisch in regelmäßigen Abständen Scans durchführen lassen
  • keine unsicheren Websites besuchen
  • keine Anhänge von unbekannten Quellen öffnen
  • Benutzerkonten mit komplexen Passwörtern schützen
  • Firewall verwenden

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