SSD: Solid-State-Drive

Beim Kauf eines Desktop-PCs oder Laptops stellt sich meist die Frage: Hat das Gerät eine SSD? Das elektronische Speichermedium hat die Computertechnik revolutioniert und ergänzt oder ersetzt mechanische Speicherlaufwerke heute immer öfter.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine SSD?
  3. Wie speichert eine SSD Daten?
  4. HDD oder SSD – was ist besser?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SSD ist ein elektronisches Speichermedium, das ohne bewegliche Bestandteile auskommt.
  • Das sogenannte Halbleiterlaufwerk bietet im Vergleich zu magnetischen oder optischen Festplatten (HDD) diverse Vorteile, ist aber teurer.

Was ist eine SSD?

Die Abkürzung SSD steht für "Solid-State-Drive". Der Name verrät bereits, was dieses Speicherlaufwerk einzigartig macht: Es enthält keine rotierenden Bauteile. Die Technologie der SSD ist seit den 1950er-Jahren bekannt, konnte sich aber aufgrund ihres hohen Preises zunächst nicht gegen günstigere Alternativen wie etwa Trommelspeicher durchsetzen.

Erst seit der Jahrtausendwende stieg durch technische Weiterentwicklungen der SSD auch allmählich ihre wirtschaftliche Rentabilität. Etwa seit 2007 sind Notebook-Modelle auf dem Markt, die als Speichermedium entweder reine SSD- oder Hybrid-Lösungen nutzen – Letztere kombinieren die Solid-State-Drive mit einer magnetischen oder optischen Festplatte. Weitere häufige Einsatzgebiete der SSD sind zum Beispiel USB-Sticks, MP3-Player und andere mobile Geräte, immer häufiger auch stationäre Geräte wie Desktop-PCs.

Wie speichert eine SSD Daten?

Ein SSD-Speichermedium ist nichtflüchtig und sichert Daten elektronisch durch integrierte Schaltkreise. Eine SSD ist in der Regel aus mehreren fest verbauten Halbleiterbausteinen zusammengesetzt, die zu einer Festplatte komprimiert sind. Sie lässt sich in mehrere Bestandteile zerlegen, die jeweils verschiedene Funktionen haben.

  • Die Speichereinheit: Als Speicherchip kommen SDRAMs oder Flash-basierte Zellen infrage. Die Zellen auf der Platine sind entweder im geladenen oder im ungeladenen Zustand vorhanden, sodass die Datenspeicherung über elektronische Ladung und Entladung induziert wird. Sowohl beim Speichern als auch beim Löschen von Daten ist ein Schreibvorgang notwendig – dieser wird von einem Counter erfasst und gezählt. Das ist deshalb wichtig, weil jede Zelle nur für eine begrenzte Anzahl an Speicherzyklen ausgelegt ist.
  • Da die SSD als Flash-Speicher Daten chaotisch anordnet, benötigt sie einen sogenannten Controller. Er übernimmt die Verwaltung der Daten und weiß, wo welche Daten abgelegt sind, damit möglichst schnell auf sie zugegriffen werden kann.
  • Die Schnittstelle oder das Interface ist die Verbindung der SSD zu den anderen Bestandteilen des PCs – etwa zu der Grafikkarte oder dem Prozessor. Gängig sind zum Beispiel S-ATA- oder PCIe-Schnittstellen.

HDD oder SSD – was ist besser?

Ein Laufwerk, das auf Hard-Disk-Drive (HDD) basiert, enthält rotierende Magnetscheiben und speichert darauf Daten mittels mechanischer Schreib-Lese-Köpfe. Eine HDD ist noch in vielen älteren PCs und Laptops verbaut – doch ist diese Technologie überholt? Eine SSD hat gegenüber einer HDD tatsächlich viele Vorteile:

  • Eine SSD kommt gänzlich ohne bewegliche Komponenten aus und ist daher robuster und sturzresistenter als eine HDD, was sie vor allem für mobile Devices wie Notebooks prädestiniert.
  • Ebenso praktisch für mobile Geräte ist das geringere Gewicht, das die SSD im Vergleich zur HDD aufweist.
  • Im Gegensatz zur HDD, bei der die Rotation der Magnetscheiben zu hören ist, arbeitet eine SSD gänzlich geräuschlos.
  • Flash-Speicher sind energieeffizienter – daher punkten Geräte mit verbauter SSD in der Regel mit einem geringeren Stromverbrauch und längerer Akkulaufzeit.
  • Eine SSD-Festplatte kann vier- bis fünfmal schneller auf Daten zugreifen als ein HDD-Laufwerk. Das macht sich auch in der Praxis bemerkbar – zum Beispiel beim Hochfahren des PCs.

Dennoch besitzt auch die HDD einige Merkmale, die im direkten Vergleich für sie sprechen:

  • Auch wenn SSDs inzwischen erschwinglich sind – eine HDD ist immer noch preisgünstiger zu haben.
  • SSDs sind nur begrenzt wiederbeschreibbar. Allerdings fällt dieses Problem in der Praxis kaum ins Gewicht, immerhin enthält eine SSD je nach Kapazität Tausende einzelne Speicherzellen. Wer bei der Lebensdauer des Speichermediums auf Nummer sicher gehen möchte, setzt stattdessen auf eine HDD, die Daten – in der Theorie – unbegrenzt oft überschreiben kann.
  • Bei sehr großen Datenmengen weist ein HDD-Laufwerk noch Vorteile gegenüber der SSD auf: Magnetische Festplatten bieten deutlich mehr Speicherplatz als elektronische.
  • Treten bei einer SSD Systemfehler auf, sind die Daten in der Regel unwiederbringlich verloren. Bei HDDs gibt es im Schadenfall dank spezieller Tools meist die Möglichkeit, die Daten ganz oder teilweise zu retten.

Wer sich nicht für eine der beiden Speicherlösungen entscheiden möchte, kann auf eine sogenannte Hybridfestplatte (auch SSHD) setzen, wie sie heute in vielen Geräten verbaut ist. Sie vereint die Vorteile beider Speicherformen, da eine größere HDD-Festplatte mit einer meist kleineren SSD kombiniert ist. So kann jede Festplatte ihre Stärken ausspielen: die SSD als Bootlaufwerk – sprich zum Starten des PCs und Laden des Betriebssystems – und die HDD zum Speichern großer Datenmengen wie Bilder oder Videos.

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