IP (Internet Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll, es ermöglicht die Übertragung und den Austausch von Daten. Diese Technik stellt die Grundlage des Internet dar. Alle Daten, die im Netz unterwegs sind, werden in Datenpakete desselben Formats unterteilt, unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um eine Webseite oder E-Mail handelt oder welches Betriebssystem der Nutzer verwendet. Damit die Datenpakete an ihr Ziel gelangen und auch in der richtigen Reihenfolge wieder zusammengesetzt werden können, müssen sie eindeutig gekennzeichnet sein. Dies wird durch die IP-Adresse gewährleistet.

Das Wichtigste in Kürze

Jedem Rechner, der im Internet unterwegs ist, wird automatisch eine IP-Adresse zugeordnet.

Alle IP-Adressen werden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) verwaltet.

Die meisten Computer dürften die Umstellung auf IPv6 problemlos mitmachen, allerdings muss das Betriebssystem den neuen Standard unterstützen.

Statische und dynamische IP-Adressen

Jedem Rechner, der im Internet unterwegs ist, wird automatisch eine IP-Adresse zugeordnet. Diese ist eindeutig und ermöglicht so die „Adressierung“ der Datenpakete. In der Regel bekommt man als Nutzer bei jeder Verbindung eine neue IP-Adresse zugewiesen. Dies hat den Vorteil, dass die Provider mit einer geringeren Zahl an dynamischen, also nicht fest zugeteilten, IP-Adressen auskommen, da nicht alle Nutzer gleichzeitig und nonstop mit dem Internet verbunden sind. Statische, also feste IP-Adressen sind dagegen fest zugeordnet und werden beispielsweise für Internet-Standleitungen oder Router verwendet.

Alle IP-Adressen werden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) verwaltet. Die Welt ist in fünf regionale Verwaltungsstellen unterteilt, welche über die Number Resource Organization (NRO) IP-Adressen für ihr Gebiet erhalten und diese dann an die entsprechenden Telekommunikationsfirmen weitergeben. Die für Europa zuständige Stelle RIPE hat ihren Sitz in Amsterdam.

Die Internetprotokolle IPv4 und IPv6

Der aktuelle Internet-Standard heißt IPv4, er wurde bereits im Jahr 1981 eingeführt. Diese IP-Adressen werden dargestellt mit vier Zahlenblöcken, die jeweils aus bis zu drei Ziffern bestehen. Dieser Standard ermöglicht somit knapp 4,3 Milliarden Zahlenkombinationen bzw. IP-Adressen.

Da das Internet jedoch immer weiter wächst und immer mehr IP-Adressen benötigt werden, werden diese in absehbarer Zeit knapp. Denn längst gehen nicht nur immer mehr Computer und auch Smartphones weltweit ins Netz, sondern auch andere Geräte, vom intelligenten Stromzähler bis zur Spielekonsole. Daher wurde der Nachfolgestandard IPv6 entwickelt, der wesentlich mehr Kombinationsmöglichkeiten und damit mehr verfügbare IP-Adressen bietet. Die Darstellung erfolgt dabei nicht länger mit Dezimalzahlen wie bei IPv4, sondern hexadezimal, was bedeutet, dass Buchstaben und Ziffern kombiniert werden.

Die meisten Computer dürften die Umstellung auf IPv6 problemlos mitmachen, allerdings muss das Betriebssystem den neuen Standard unterstützen. Bei Windows ist dies ab Vista der Fall, für XP kann ein Update installiert werden. Auch Mac OS X (ab Version 10.2) und Linux können mit IPv6 umgehen. Allerdings sind viele ältere Router auf IPv4 beschränkt, einige lassen sich jedoch mit entsprechenden Updates fit für den neuen Internetstandard machen. Wer einen neuen Router anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass dieser auch mit dem IPv6-Standard funktioniert.