Heimnetzwerk

Ein Heimnetzwerk, auch LAN (Local Area Network) genannt, ist schnell eingerichtet und stellt in der Regel eine Internetverbindung für die teilnehmenden Geräte her. Doch auch ohne Internet ist ein Heimnetzwerk sehr sinnvoll, da es viele Funktionen übernimmt und umständliche Tätigkeiten bequemer und einfacher macht. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen über das Heimnetzwerk und empfehlenswerte Zugangstechniken und erfahren, welche Geräte Sie im Heimnetzwerk verbinden können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Doch das Heimnetzwerk kann viel mehr, als nur Drucker und WLAN-Lautsprecher mit allen Computern zu vernetzen.
  • Ein Heimnetzwerk kann über verschiedene Zugangstechniken betrieben werden.
  • Damit der Datenaustausch im Heimnetzwerk auch tatsächlich vonstatten geht, ist es erforderlich, die Freigaben zu bestimmen.

Absatzzahlen bestätigen Relevanz des Heimnetzwerks

Nach Schätzungen der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) wurden im Jahr 2014 in Deutschland circa 46 Millionen Geräte verkauft, die vernetzt werden können. Smartphone, Tablet, Musikanlage und Computer sind in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil in Haushalten geworden und können im Heimnetzwerk miteinander kommunizieren. Ob TV, WLAN-Drucker, Radio oder Telefonanlage – sie alle können Daten versenden und empfangen, wodurch das Heimnetzwerk eine Schlüsselrolle einnimmt und den Umgang mit einer Vielzahl von Gerätschaften vereinfacht.

Doch das Heimnetzwerk kann viel mehr, als nur Drucker und WLAN-Lautsprecher mit allen Computern zu vernetzen: Im Fokus steht oftmals nicht nur die Datenübertragungd zwischen den Geräten, sondern der Internetzugang der jeweiligen Produkte. Je nach Art des Heimnetzwerks existieren verschiedene Zugangstechniken, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Ethernet-Kabel, WLAN oder doch das Stromnetz?

Ein Heimnetzwerk kann über verschiedene Zugangstechniken betrieben werden. In den meisten Fällen geschieht dies mittlerweile via WLAN, das mit einer einfachen Einrichtung und drahtlosem Betrieb punktet. Leider kann aufgrund dicker Wände und großen Distanzen das Signal zu schwach sein, um adäquate Datenübertragungsraten zu gewährleisten. Höhere Übertragungsraten bietet das Ethernet-Kabel: Dieses kann bis zu 1000 Mbit/s übertragen, wobei die verlegten Kabel jedoch oft zu Stolperfallen werden. Die Vorteile beider Zugangstechniken vereint Powerline. Hierbei fungiert das bereits im Haushalt verlegte Stromnetz als Trägermedium und kann individuell an jeder Steckdose angezapft werden.

Heimnetzwerk-Freigaben für Ordner festlegen

Damit der Datenaustausch im Heimnetzwerk auch tatsächlich vonstatten geht, ist es erforderlich, die Freigaben zu bestimmen. Diese legen fest, welche Dateien und Ordner man anderen Teilnehmern im Netzwerk freigeben möchte, sodass auf diese zugegriffen werden kann. Dies ist besonders für Netzwerke wichtig, in denen mehrere Personen Dateien tauschen oder bearbeiten. Da die Freigaben nach dem Heimnetzwerk einrichten die größte Fehlerquellen sind, empfiehlt es sich, eine Heimnetzgruppe zu erstellen, der alle Teilnehmer beitreten. So wird eine Vorauswahl von Freigaben automatisch bestätigt. Individuell können dann auch nachträglich einzelne Ordner für das Heimnetzwerk freigegeben oder gesperrt werden.

Zentraler Speicherplatz im Heimnetzwerk

Soll neben dem Internetzugang auch Zugriff auf große Datenmengen für alle Geräte ermöglicht werden? In diesem Fall lohnt sich ein zentraler Datenspeicher. Mit diesem können Videos, Filme, Fotos und Musik zentral gespeichert und allen Clients jederzeit zur Verfügung gestellt werden. Üblicherweise handelt es sich bei diesem Datenspeicher um einen sogenannten Network Attached Storage (NAS), der eine Kombination aus eigenständigem Rechner und Festplatte ist. Auch für Systemsicherungen und Sicherheitskopien kann ein zentraler Datenspeicher sehr sinnvoll sein. Diese Geräte sind jedoch oftmals nicht günstig. Wer es günstiger wünscht, kann den gleichen – wenn auch langsameren – Effekt erreichen, indem eine Festplatte per USB-Schnittstelle an den Router angeschlossen wird.