Google Chrome

Unter den etablierten Web-Browsern ist Google Chrome aus den USA einer der jüngsten – 2008 vorgestellt, ist inzwischen die 19. Version auf dem Markt. Schon kurz nach seinem Erscheinen avancierte Google Chrome zum weltweit meistgenutzten Browser. Was ist das Besondere an Google Chrome? Wie arbeitet der Browser und mit welchen Nachteilen muss der User rechnen? Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google Chrome ist der Internet-Browser des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC.
  • Google Chrome war 2017 weltweit der am meisten genutzte Browser.
  • Über den Browser sind viele Erweiterungsfunktionen von Google (Maildienst, Google Earth, Kalenderfunktion) unmittelbar nutzbar.
  • Google Chrome synchronisiert individuelle Anwendungen auf stationären und mobilen Geräten.

So sind Internetbrowser wie Google Chrome entstanden

Webbrowser oder Browser sind spezielle Computerprogramme, die Webseiten im Internet oder auch allgemein Dokumente oder Daten darstellen. Der Begriff „to browse“ stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie stöbern, schmökern oder umsehen. Erfunden wurden diese Programme von Tim Bernes-Lee am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in der Schweiz. In der Pionierzeit der Webbrowser wurden zum Beispiel Grafiken nicht automatisch geöffnet, sondern mussten jeweils manuell angeklickt werden. Damit aber nahm eine Entwicklung ihren Anfang, die zu den heutigen modernen Browsern wie Google Chrome führte.

Was unterscheidet Google Chrome von anderen Browsern?

Die derzeit bekanntesten Browser sind neben Google Chrome

  • Firefox
  • Microsoft Edge
  • Apple Safari
  • Opera

In der Vergangenheit zählte dazu auch der Microsoft Internet Explorer, dessen Weiterentwicklung allerdings nicht mehr verfolgt wird, seit Microsoft den Browser Edge (ab Windows 10) auf den Markt brachte. Auf älteren Betriebssystemen läuft der Explorer aber nach wie vor.

Der entscheidende Unterschied, den Google Chrome zu anderen Browsern aufweist, ist die Tatsache, dass hinter jedem Tab ein einzelner Prozess abläuft. Das bedeutet einen deutlich schnelleren Zugriff auf Inhalte im Web. Sollte ein Tab abstürzen, funktionieren die anderen einwandfrei weiter.

Das sind die Vorteile für User von Google Chrome

Google Chrome gilt derzeit als der schnellste Browser auf dem Markt. Verantwortlich dafür ist die Multi-Prozess-Architektur, die hier zum Einsatz kommt. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Browser Suchverläufe, Webseitenvorschläge, Lesezeichen und Einstellungen auf Ihrem PC mit anderen Geräten synchronisieren kann, sofern Sie über ein Google Konto verfügen. Integriert in Google Chrome sind unter anderem ein PDF-Viewer zum Lesen von PDF-Dateien sowie eine Flash-Unterstützung. Damit entfällt die Notwendigkeit, für bestimmte Anwendungen Drittsoftware zu benutzen. Ein weiteres wichtiges Feature ist die Übersetzerfunktion in Google Chrome, die fremdsprachige Seiten automatisch in Ihre Muttersprache übersetzt. Das erweitert den Informationsradius für Personen, die keine Fremdsprachen beherrschen.

Welche Nachteile gibt es bei Google Chrome?

Durch die Multi-Prozess-Architektur offenbart sich eine der Schwächen von Google Chrome. Je mehr Tabs geöffnet sind, desto mehr Arbeitsspeicher wird vom Browser benötigt. Damit verringert sich die Geschwindigkeit, mit der Ihr Computer arbeitet, unter Umständen erheblich. Nachteile sehen Experten darüber hinaus in der Absicherung der Privatsphäre. Datenschützer kritisieren hier, dass Google in manchen Bereichen eher unsauber mit Nutzerdaten umgeht. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit Daten gezielt gesammelt und statistisch ausgewertet. Das wurde inzwischen allerdings erheblich zurückgestuft und dürfte durch die neue Europäische Datenschutzverordnung auch weiter erschwert werden. In der Sicherheit vor Fremdzugriffen und Schadsoftware liegt Google allerdings ziemlich weit vorn. Trotzdem gibt es immer wieder Sicherheitslücken, die jedoch von Google auch schnell wieder geschlossen werden.

Google Chrome herunterladen und nutzen

Der Webbrowser Google Chrome ist kostenlos. Durch das verwendete Instant Page Rendering werden bestimmte Webseiten bereits vorausgeladen. Klickt der User bei einer Suche nach bestimmten Begriffen eine dieser Seiten an, öffnet sie sich sofort. Darüber hinaus gibt es eine Warnfunktion für unsichere Seiten und Download-Fallen.

Nach dem Installieren von Google Chrome können Sie den Browser im Bereich Einstellungen personalisieren. Eher unerfahrene User können bedenkenlos die vorgeschlagenen Parameter übernehmen. Einen Zwiespalt erzeugt häufig die Speicherung von Cookies. Damit werden Seitenbesucher einfacher und schneller. Allerdings können Cookies von ihren Erzeugern abgefragt werden, und Ihre Internetaktivitäten werden für Dritte sichtbar.

Google Chrome bietet dafür eine praktische Lösung. Im Bereich der Einstellungen können Sie einfach den Punkt „Cookies beim Schließen des Browsers löschen“ aktivieren.

Google Chrome Ja oder Nein – eine individuelle Entscheidung

Aufgrund des schnellen Seitenaufbaus und der vielen zusätzlichen Features wie zum Beispiel Google Earth, Google Translate, Kalender- und Mailfunktionen sowie die integrierte Flash- und PDF-Viewer-Funktionen macht das Surfen im Internet mit Google Chrome richtig viel Spaß. Sicherheitsorientierte User werden möglicherweise Bedenken haben, weil hinter dem Browser ein großes Unternehmen mit einer der bekanntesten Internet-Suchmaschinen steht. Die Frage, inwieweit hier Manipulationen und ungerechtfertigte Datenspeicherungen möglich sind und angewendet werden, ist kaum sicher zu beantworten. Wer jedoch über die Einstellungen seiner Privatsphäre alle bekannten Risiken so weit wie möglich ausschließt, findet in Google Chrome einen zuverlässigen und schnellen Internetbrowser.