Welchen Router benötige ich für DSL, Kabel oder Glasfaser?
Stand: 26.11.2025
Bildquelle: ©AVM / Text: Verivox
Die Wahl des richtigen WLAN-Routers hängt von mehreren Faktoren ab, etwa von der Art des Internetanschlusses. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.
Routerwahl abhängig vom Internetanschluss
Zunächst müssen Sie wissen, welche Art von Internetanschluss Sie haben:
- DSL-Anschluss: Für klassische DSL- und VDSL-Anschlüsse benötigen Sie einen Router mit integriertem DSL-Modem. Die meisten gängigen WLAN-Router, wie die FRITZ!Box-Modelle des deutschen Herstellers FRITZ!, unterstützen diese Technologie.
- Kabelanschluss: Bei Kabelinternet (zum Beispiel Vodafone Kabel) brauchen Sie einen Kabelrouter mit DOCSIS-Standard. Diese Router haben einen speziellen Kabelanschluss statt eines DSL-Anschlusses.
- Glasfaseranschluss: Für Glasfaseranschlüsse (FTTH) benötigen Sie entweder einen Router mit Glasfaser-Modem oder Sie nutzen das vom Provider bereitgestellte Modem und schließen Ihren eigenen Router dahinter an.
Geschwindigkeit und Leistung: Premium-Router bieten mehr
Wählen Sie einen Router, der die Geschwindigkeit Ihres Internettarifs unterstützt:
- Für Tarife bis 100 Mbit/s reichen Standard-Router aus.
- Ab 250 Mbit/s sollten Sie zu leistungsstärkeren Modellen greifen.
- Bei Gigabit-Tarifen achten Sie auf die Ausstattung des Routers mit Gigabit-Ethernet-Ports und auf Unterstützung aktueller WLAN-Standards.
WLAN-Standard beachten
Moderne Router sollten mindestens Wi-Fi 5 (802.11ac) unterstützen, besser noch Wi-Fi 6 (802.11ax). Der neueste WLAN-Standard ist W-Fi 7 (802.11.be). Sie profitieren bei aktuellem WLAN von:
- Höheren Übertragungsgeschwindigkeiten
- Besserer Reichweite
- Stabileren Verbindungen bei vielen Geräten
- Zukunftssicherheit
Weitere wichtige Ausstattungsmerkmale eines WLAN-Routers:
- Anzahl der LAN-Anschlüsse für kabelgebundene Geräte
- USB-Anschlüsse für Drucker oder Speichermedien
- Dual-Band oder Tri-Band für mehrere Frequenzbereiche
- Telefonanlage (falls Sie Festnetztelefonie nutzen möchten)
- Mesh-Fähigkeit für größere Wohnungen
FRITZ!Box-Router günstig bei Verivox kaufen
Bei einem Tarifvergleich auf Verivox können Sie auch prüfen, ob Ihr Wunschanbieter einen Router zur Miete anbietet oder ob sich die Investition in ein eigenes Gerät langfristig lohnt. Bei Wahl von Internettarifen der Telekom oder Vodafone bietet Verivox verschiedene FRITZ!Box-Router günstig zum Kauf an. Aktuell sind das beispielsweise die FRITZ!Box 7690, 7510 und 6670 Cable. Zudem können Sie sich bei vielen Tarifen zusätzlich einen Verivox-Cashback sichern. Welche Tarife bei Ihnen verfügbar sind, können Sie mit dem Verivox-Tarifrechner ganz einfach ermitteln. Klicken Sie auf den folgenden Button, geben Sie im Anschluss Ihre Adresse ein und wir zeigen Ihnen die verfügbaren Tarife.
Kann ich meinen Router bei einem anderen Internetanbieter weiterverwenden?
Die gute Nachricht: Seit 2016 gibt es in Deutschland die Routerfreiheit. Das bedeutet, Sie können grundsätzlich jeden frei erhältlichen Router nutzen. Aber es gibt einige Einschränkungen:
Technische Kompatibilität prüfen
- Bei gleichbleibender Anschlussart: Wenn Sie von einem DSL-Anbieter zu einem anderen DSL-Anbieter wechseln, können Sie Ihren DSL-Router in der Regel problemlos weiterverwenden. Das Gleiche gilt, jedoch mit Einschränkungen bei manchem Anbieter, für Kabelanschlüsse untereinander.
- Bei unterschiedlicher Anschlussart: Ein DSL-Router funktioniert nicht am Kabelanschluss und umgekehrt. Bei einem Wechsel der Technologie (zum Beispiel von DSL zu Kabel-Internet) benötigen Sie einen neuen Router.
Anbieter-spezifische Besonderheiten
- Vodafone Kabel: Kabelrouter anderer Anbieter können Sie in der Regel nicht nutzen, da Vodafone die Router an seine Infrastruktur koppelt. Ein eigener Kabelrouter (beispielsweise FRITZ!Box Cable) funktioniert jedoch meist problemlos.
- Telekom: Die Telekom-Router können Sie prinzipiell auch bei anderen Anbietern nutzen, wenn die Anschlussart passt. Umgekehrt funktionieren Drittanbieter-Router problemlos im Telekom-Netz.
- 1&1 und o2: Diese Provider sind in der Regel sehr offen für Drittanbieter-Router.
Wichtig: Sogenannte gebrandete Router eines Internetanbieters lassen sich meist nicht bei anderen Providern verwenden. Diese Router verfügen über eine angepasste Firmware, die speziell für die Dienste dieses Anbieters konfiguriert wurden.
Konfiguration des Routers erforderlich
Beim Anbieterwechsel müssen Sie Ihren Router meist neu konfigurieren mit:
- Neuen Zugangsdaten (Benutzername, Passwort)
- Provider-spezifischen Einstellungen
- Eventuell neuen Telefonie-Daten
Die meisten modernen Router haben einen Einrichtungsassistenten, der Sie durch diesen Prozess führt. Je nach Anbieter kann die Einrichtung des Routers auch komplett automatisch erfolgen.
Was sind die Vorteile eines eigenen Routers?
- Einmalige Investition: Keine monatliche Mietgebühr. Der Kauf rentiert sich je nach Kaufpreis bereits während der 24-monatigen Vertragslaufzeit oder oft ab dem 3. Vertragsjahr.
- Anbieterwechsel: Einfacher Umzug zu neuem Provider
- Bessere Leistung: Oft leistungsstärker als Mietgeräte
- Mehr Funktionen: Größerer Funktionsumfang, da ohne providerseitige Einschränkungen
Wann ist ein neuer Router sinnvoll?
Ein neuer Router beim Anbieterwechsel kann sinnvoll sein, wenn:
- Ihr alter Router die neue Geschwindigkeit nicht unterstützt.
- Sie auf eine andere Anschlusstechnologie wechseln.
- Ihr Router älter als fünf Jahre ist und veraltete WLAN-Standards nutzt.
- Sie die Gelegenheit für ein Upgrade nutzen möchten.
Fazit
Die Wahl des richtigen Routers richtet sich nach Ihrer Anschlussart, Geschwindigkeit und persönlichen Anforderungen. Dank Routerfreiheit können Sie beim Anbieterwechsel Ihren Router meist weiterverwenden – vorausgesetzt, die Anschlussart bleibt gleich. Achten Sie auf technische Kompatibilität und planen Sie Zeit für die Neukonfiguration ein, falls diese nicht automatisch erfolgt.