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Internet und Handy: Das müssen Verbraucher 2016 wissen

28.12.2015 | 15:20

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg - Neues Jahr, neue Regeln: 2016 warten auf Telekommunikations-Kunden einige Veränderungen. Verivox nennt die 4 wichtigsten.

1. Noch mehr Speed beim Surfen

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als Modems eine halbe Ewigkeit „nur“ zum Einwählen brauchten? Nein? Kein Wunder, surfen wir doch mittlerweile mit bis zu 400 Megabit pro Sekunde statt anfänglicher 64 Kilobit pro Sekunde. Und es wird noch rasanter: Im kommenden Jahr soll das herkömmliche Kupferleitungsnetz im großen Umfang aufgerüstet werden – ganz ohne Grabungsarbeiten.

Was muss ich hierzu wissen?

  • Mit der sogenannten Vectoring-Technik werden Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s erreicht – das ist doppelt so viel wie bisher bei VDSL und schließt die Geschwindigkeitslücke zu den Kabelnetzen.
  • Diese Technik bringt uns dem von der Bundesregierung geforderten Breitband-Ausbauziel bis zum Jahr 2018 ein großes Stück näher.
  • Die Anbieter beraten noch zusammen mit der Netzagentur, wer an welchen Stellen ausbauen darf.
  • Das Sparpotenzial für Verbraucher beträgt beim schnellen Internet über 60 Prozent.

Übrigens: Gedrosselt wird beim stationären Internet zu Hause nur in ganz wenigen Tarifen. Gerade erst wollte Vodafone Kabel eine Drosselung für bestimmte Dienste einführen, hat jedoch nach massiver Kritik wieder einen Rückzieher gemacht.

2. Roaming-Gebühren adé

Endlich können wir auch im Urlaub entspannt telefonieren, ohne ständig die Kosten im Blick zu behalten. Oder zumindest fast, denn ab dem 30.  April 2016 werden die Roaming-Gebühren so günstig wie nie.

Was muss ich hierzu wissen?

  • Die Preise für Telefonieren, Simsen und Surfen im Ausland sinken großteils bis auf ein Viertel des Vorjahresniveaus.
  • Ab dem 15. Juni 2017 werden die Gebühren sogar komplett gestrichen – außer für Vielnutzer.
  • Trotz der regulierten Preise  sparen Verbraucher am meisten, wenn sie ihren Inlandstarif unter die Lupe nehmen. Eine Regel besagt: Je länger der Vertragsabschluss zurückliegt, umso größer ist das Sparpotenzial.

Alle Preise in Eurocent. Es handelt sich um Bruttopreise, die mit deutschem Steuersatz berechnet wurden.

*Die zukünftige Obergrenze für Gebühren für ankommende Gespräche wird bis spätestens 31.12.2015 festgelegt.

3. Handykarte 2.0

25 Jahre hat die klassische SIM-Karte inzwischen auf dem Buckel. Zeit, um in den Ruhestand zu gehen, denn die SIM-Karte 2.0 steht schon in den Startlöchern. Ab dem kommenden Jahr soll in den ersten Handy-Serien eine elektronische Karte eingesetzt werden – die in verschiedenen Handynetzen eingebucht werden kann. Vor allem Apple wird nachgesagt, den Markt der Netzbetreiber durch diese Maßnahme aufrütteln zu wollen.

Was muss ich hierzu wissen?

  • Die neue, so genannte Virtual-SIM-Karte ist dann fest im Endgerät integriert.
  • Der Anbieter kann auf die Karte elektronisch zugreifen und sie beispielsweise bei einem Anbieterwechsel umprogrammieren.
  • Unnötige Zusatzkosten wie Ausstellung und Zusendung neuer SIM-Karten entfallen dann.
  • Alte Geräte lassen sich nicht nachrüsten.

4. Netz-Hochzeit: O2 und E-Plus werden eins

Die erfolgreiche Übernahme von E-Plus durch den O2-Mutterkonzern Telefónica ist vor gut einem Jahr über die Bühne gegangen. Schon bisher konnten Kunden von O2 und E-Plus beide Netze benutzen, sie existierten jedoch parallel. Jetzt läuten die Hochzeitsglocken, denn ab Januar werden beide Netze eins.

 Was muss ich hierzu wissen?

  • Die Netzzusammenlegung beginnt in den Ballungsräumen.
  • Der Netzbetreiber verspricht nur minimale Einschränkungen für die Kunden.
  • An den Vertragskonditionen für Bestandskunden soll sich nichts ändern.
  • Die endgültige Zusammenführung wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 andauern.