Die Hundehaftpflicht - Sicherer Schutz für Sie und Ihren Hund

Tierhalterhaftpflicht

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Wozu braucht man eine Hundehaftpflicht?

Ihr Hund ist wohlerzogen, leinenführig und alles andere als bösartig. Und doch kann es immer mal passieren, dass er plötzlich aus der Reihe tanzt: Voller Euphorie könnte er das Nachbarskind umrennen und verletzen oder sich vor Schreck losreißen und einen Verkehrsunfall verursachen.

Je nachdem wie schwer die Folgen solcher Unglücksfälle sind, kann es für den Hundehalter teuer werden. Denn: Tatsächlich muss dieser persönlich mit seinem kompletten Vermögen haften, wenn sein Tier einen Schaden verursacht. Doch drohende finanzielle Katastrophen lassen sich abwenden – mit einer Hundehaftpflichtversicherung. Zudem ist die Hundehaftpflicht in den meisten Bundeländern verpflichtend.

Kein Schutz durch die Privathaftpflicht

Anders als es bei Schäden durch kleinere Haustiere wie beispielsweise Katzen, Vögel oder Nager der Fall ist, sind Schäden, die durch Hunde verursacht werden, nicht im Versicherungsschutz der Privathaftpflicht des Halters enthalten. Verursacht der Vierbeiner einen Schaden haftet der Halter ohne Versicherung mit seinem gesamten Vermögen.

Eine Hundehaftpflichtversicherung muss nicht teuer sein. Gute Policen sind schon für einen Gesamtbeitrag von 60 Euro pro Jahr zu haben. Generell kommt die Versicherung für Schäden auf, welche Ihr Hund an Dritten oder deren Eigentum anrichtet. Sie erstattet nicht nur die Kosten für die Reparatur oder den Ersatz von beschädigten Gegenständen, sondern übernimmt auch die medizinische Behandlung von Verletzten. Zu den drei Schadensarten gehören:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden

Passiver Rechtsschutz enthalten

Die Hundehaftpflicht dient nicht nur als finanzielle Absicherung im Falle von Forderungen, sondern steht dem Hundehalter auch als passiver Rechtsschutz vor Gericht bei. So wehrt die Haftpflicht für Hunde unberechtigte Forderungen ab und kommt für die Gerichtskosten auf. Nicht übernommen werden Kosten beim Tierarzt. Hierfür können Besitzer eines Hundes eine eine spezielle Krankenversicherung abschließen.

Schadensbeispiel bei der Hundehaftpflicht

Zu den häufigsten Schadensfällen zählen Sachschäden und/oder Personenschäden. Reißt sich der Vierbeiner beispielsweise von der Leine los und rennt auf die Straße, kann dies einen Autounfall zur Folge haben. Der Tierhalter muss nun für den Sachschaden am Auto sowie für eventuelle Personenschäden aufkommen. Wird eine Person durch den Unfall Invalide, muss der Hundehalter Krankenhausaufenthalte und womöglich eine lebenslange Rente zahlen. Schlimmstenfalls können sich solche Schadensfälle auf mehrere Millionen Euro summieren.

Schäden in diesem Ausmaß sind natürlich selten, aber auch geringere Schäden sind abgesichert. Beim Spielen in einer fremden Wohnung räumt ihr Hund das teure Porzellan vom Tisch oder zerkratzt das neue Ledersofa. Auch hier sind schnell Kosten von tausend Euro entstanden.

Sonderfall: Vermögensschäden

Deutlich seltener und damit nicht in jeder Hundehaftpflicht vollumfänglich abgedeckt sind Vermögensschäden. Damit sind finanzielle Schäden gemeint, die in Folge eines Sach- oder Personenschadens entstehen. So könnte im obigen Beispiel des Autounfalls der Geschädigte seinen Flug verpassen und ihn umbuchen lassen. Die Kosten für die Umbuchung kann er vom Hundehalter einfordern. Achtung: Bei einigen Tarifen ist die Deckungssumme für Vermögensschäden begrenzt. Die Vertragsbedingungen sollten hier genau geprüft werden.

Weitere Leistungen der Hundehaftpflicht

Da sich sowohl die Preise als auch die Leistungen von Hundehaftpflichtversicherungen unterscheiden, lohnt es sich zu vergleichen. Vor dem Abschluss einer Hundehaftpflicht gilt es abzuwägen, welche zusätzlichen Leistungen mitversichert werden sollen. Nicht immer mitversichert sind durch den Hund verursachte Mietsachschäden. Teilweise wird bei hier die Deckungssumme reduziert oder eine Selbstbeteiligung fällig. Versicherte sollten daher den Abschnitt zu den Mietsachschäden im Vertrag genau prüfen.

Gute Hundehaftpflichtversicherungen übernehmen in den ersten Monaten auch Schäden von Welpen. Achten Sie hier auf die Klausel „Welpenschutz“. Wer häufig reist sollte zudem den Auslandsschutz prüfen.

Auf diese Details sollten Sie im Vertrag der Hundehaftpflicht achten!

Hundehalter sollten die Höhe der Deckungssumme unbedingt beachten. Die Deckungssumme ist bei einigen Versicherungen selbst wählbar. Sie sollte nicht zu gering angesetzt werden, da insbesondere bei Personenschäden sehr hohe Kosten anfallen können. Man spart dann zwar bei den Beiträgen, im Schadensfall ist man dann aber trotz Hundehaftpflicht einem enormen Risiko ausgesetzt. Wir empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens 5 Millionen Euro.

Durch eine Selbstbeteiligung kann die monatliche Rate ebenfalls reduziert werden, doch auch hier sollte Versicherten bewusst sein, dass sie im Schadensfall mit höheren Kosten rechnen müssen. Im Vergleichsrechner von Verivox können Versicherte Angebote vergleichen und die für Sie optimale Hundehaftpflicht abschließen. Dank der verschiedenen Filteroptionen werden nur passende Hundehaftpflichtversicherungen mit ausreichendem Versicherungsschutz angezeigt.

Hundehaftpflicht: In vielen Bundesländern ein Muss

Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung macht für jeden Hundehalter Sinn. Tatsächlich ist sie aber in den meisten Bundesländern sogar Pflicht. Lediglich in Bayern, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern besteht keine Versicherungspflicht. Ausgenommen davon sind die jeweils als Listenhunde („Kampfhunde“) geltenden Tiere, welche haftpflichtversichert werden müssen. Hundebesitzer sollten hier vorab die Regelungen der Bundesländer und Gemeinden prüfen. Falls Sie mit dem Hund in den Urlaub fahren, sollten Sie ebenfalls die unterschiedlichen Regelungen der Urlaubsländer beachten.

Nicht jeder Anbieter nimmt Listenhunde in Haftpflicht auf

Als Halter eines Listenhundes hat man es jedoch nicht leicht, denn: Viele Anbieter einer Hundehaftpflicht schließen die Aufnahme von „Kampfhunden“ aus. In diesen Fällen ist die Auswahl an Anbietern der passenden Hundehaftpflicht vergleichsweise gering. Dennoch gilt: Ein Preisvergleich lohnt sich.

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