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Welcher Handytarif und welches Smartphone für Senioren?
Ein Handy kann den Alltag komfortabler und sicherer gestalten. Doch welcher Handytarif ist der richtige für ältere Nutzerinnen und Nutzer? Und was ist bei der Wahl eines passenden Smartphones zu berücksichtigen? Unser Ratgeber hilft Ihnen bei der Entscheidung.
- Das Wichtigste in Kürze
- Was sind Handytarife für Senioren und warum sind sie sinnvoll?
- Prepaid vs. Handyvertrag für Senioren – was passt besser?
- Die passenden Tarif-Optionen für verschiedene Bedürfnisse
- Tarifkosten niedrig halten
- Infos und Tipps zu Handys für Seniorinnen und Senioren
Das Wichtigste in Kürze
- Für Wenignutzer eignen sich Prepaid-Tarife. So zahlen Sie nur das, was Sie verbrauchen.
- Bei manchen Anbietern gibt es Tarifvorteile für Senioren.
- Spezielle Seniorenhandys sind perfekt an die Bedürfnisse älterer Nutzer angepasst.
- Seniorenhandys haben oft große Tasten und eine einfache Menüführung.
- Die Bedienung regulärer Smartphones lässt sich mit dem "Einfachmodus" vereinfachen.
- Auch spezielle Launcher-Apps sorgen für eine vereinfachte Benutzeroberfläche.
Was sind Handytarife für Senioren und warum sind sie sinnvoll?
- Manche Anbieter bieten spezielle Rabatte für Kunden ab 60 Jahren. So gewähren einige Unternehmen monatliche Preisnachlässe auf ihre Tarife – bei Telefónica o2 etwa sind dies 5 bis 15 Euro Rabatt. Diese Vergünstigungen machen Mobilfunk für Senioren besonders attraktiv.
- Ein wichtiger Vorteil ist die volle Kostenkontrolle. Mit Flatrates für Telefonie und SMS fallen keine unerwarteten Zusatzkosten an. Das schafft Sicherheit und ermöglicht eine bessere Budgetplanung.
Prepaid vs. Handyvertrag für Senioren – was passt besser?
Bei der Tarifwahl stehen grundsätzlich zwei Optionen zur Verfügung: Prepaid-Tarife oder Handyverträge. Beide haben ihre Berechtigung, je nach individuellen Bedürfnissen.
Prepaid-Tarife wirken auf den ersten Blick attraktiv, da sie keine Vertragsbindung haben und theoretisch volle Kostenkontrolle bieten. Allerdings sind die Preise häufig höher als bei Handyverträgen. Zudem muss das Guthaben regelmäßig aufgeladen werden. Der Aufladeprozess ist oft mit einem gewissen Aufwand verbunden.
Handyverträge für Senioren bieten den entscheidenden Vorteil, dass sich Nutzer nach Vertragsabschluss um nichts mehr kümmern müssen. Die monatliche Abrechnung erfolgt automatisch, und Flatrates für Telefonie und SMS sorgen dafür, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen. Praktisch ist auch, dass über einen Handyvertrag direkt ein neues Smartphone erworben werden kann.
Moderne Handyverträge sind zudem flexibler geworden. Das überarbeitete Telekommunikationsgesetz ermöglicht es seit 2021, alle neuen Verträge monatlich zu kündigen, sobald die Mindestlaufzeit abgelaufen ist. Dies schafft deutlich mehr Flexibilität als früher.
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Die passenden Tarif-Optionen für verschiedene Bedürfnisse
Die Auswahl des richtigen Tarifs hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Einsteigern reicht meist ein günstiger Tarif mit geringem Datenvolumen. Eine Flatrate für Telefonie und SMS ist in modernen Tarifen inzwischen Standard.
- Für Wenignutzer eignen sich Tarife mit 10–25 GB Datenvolumen monatlich. Diese kosten zwischen 15 und 25 Euro pro Monat und beinhalten in der Regel mindestens 100 Freiminuten sowie 100 SMS. Das enthaltene Datenvolumen reicht für gelegentliches Surfen, das Versenden von Fotos über WhatsApp und einfache Internetnutzung.
- Für aktivere Nutzer, die regelmäßig Video-Telefonate führen oder Videos schauen möchten, bieten sich Tarife mit 35–60 GB Datenvolumen an. Diese kosten etwa 20–30 Euro monatlich und ermöglichen eine intensivere Internet-Nutzung.
Manche Anbieter gewähren spezielle Senioren-Rabatte. So bietet o2 Kunden ab 60 Jahren monatliche Nachlässe von 5–15 Euro auf die regulären Tarifpreise. Vodafone bewirbt Seniorentarife mit 25 GB Datenvolumen für 19,99 Euro monatlich.
Tarifkosten niedrig halten
Zur Smartphone-Nutzung wird ein Mobilfunktarif benötigt. Doch welcher Tarif passt für Senioren bzw. Wenignutzer am besten?
- Vermeiden Sie Kostenfallen: Einsteigern reicht meist ein günstiger Minutentarif. Eine Flatrate ist nicht notwendig, wenn Sie nur selten telefonieren, in vielen neuen Tarifen aber inzwischen Standard.
- Tarife mit Minutenkontingent beginnen bei Kosten von rund 5 Euro pro Monat und beinhalten oft schon mindestens 100 Freiminuten für Telefonate bzw. 100 Einheiten für SMS und ab 500 Megabyte für die Internetnutzung.
Unser Tipp: Wählen Sie zunächst ein Angebot mit einer kurzen Vertragslaufzeit – auch im niedrigen Preissegment gibt es übrigens Laufzeittarife, die monatlich gekündigt werden können. So können Sie Ihren Tarif schnell anpassen, falls Sie Ihren Bedarf noch nicht einschätzen können und Sie doch mehr Zeit mit dem Smartphone verbringen als zunächst gedacht.
Für Wenignutzer eignen sich Prepaid-Tarife besonders gut.
- Dabei wird vorab ein Guthaben aufs Handy geladen und dann verbraucht. So sparen Sie sich die monatliche Grundgebühr, zahlen nur das, was Sie wirklich verbrauchen – und bleiben ungebunden.
- Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Aufladen des Guthabens. Entweder Sie entscheiden sich für automatisches Nachbuchen, oder Sie kaufen Guthaben bewusst einzeln nach – was mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Prüfen Sie hier am besten das Angebot der Provider.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, bei der Tarifauswahl genau hinzuschauen: Gilt der genannte Preis wirklich über 24 Monate? Fallen möglicherweise Zusatzkosten an? Vergleichsportale wie Verivox geben einen guten Überblick. Die Tarife sind hier nach dem monatlichen Effektivpreis geordnet, bei dem der Monatsbeitrag bereits mit allen anderen Gebühren und Gutschriften verrechnet ist.
Gut zu wissen: Das geänderte Telekommunikationsgesetz macht Tarifwechsel viel flexibler: Seit dem 1. Dezember 2021 können Sie alle neuen Verträge für Internet oder Mobilfunk monatlich kündigen, wenn die Mindestlaufzeit vorbei ist. Bis dahin galt: Wer nicht rechtzeitig selbst kündigte, hing meist weitere 12 Monate im Vertrag fest. Wenn Sie Ihren Vertrag jedoch freiwillig um weitere zwei Jahre verlängern, etwa, weil Sie ein neues Smartphone finanzieren, kommen Sie erst wieder einen Monat nach diesen 24 Monaten aus dem Vertrag heraus.
Infos und Tipps zu Handys für Seniorinnen und Senioren
Es kann frustrierend sein, wenn die Bedienung des Smartphones trotzdem nicht klappt: Wer Probleme hat, sollte über spezielle Smartphones für Senioren nachdenken. Hersteller wie Doro, Olympia, oder Emporia bieten Geräte mit großen Tasten, einfacher Menüführung und übersichtlichen Displays.
Diese Geräte sind auf die Ansprüche älterer Menschen abgestimmt – egal, ob jemand schlecht hört oder sieht, motorische Schwierigkeiten hat oder sich für den Notfall absichern möchte. Diese Funktionen können Senioren-Smartphones mitbringen:
- Einfache und übersichtliche Menüführung und Bedienbarkeit
- Große Tasten statt Touchscreens
- Starke Farbkontraste des Displays, eine vergrößerte Schrift
- Lauterer Klang (oder auch: Vibrations- oder Leuchtsignal beim Klingeln)
- Hörgerätekompatibilität ohne Rückkopplungen
- Notruftaste zur Benachrichtigung der Angehörigen
- GPS-Ortung: Standort wird bei Notfall-SMS automatisch mitgeschickt. Angehörige können den Aufenthaltsort dann ausfindig machen.
- Sturzerkennung: Eine fallende Bewegung wird erkannt, darauf wird der Notruf automatisch abgesetzt. Aber Achtung: Fällt das Handy versehentlich runter, kann es zum Fehlalarm kommen.
Wie geht die Notruf-Funktion? Es lassen sich bis zu fünf Nummern festlegen, die im Notfall der Reihe nach angerufen werden. Geht unter der ersten Nummer niemand ans Telefon, ruft das Handy die nächste an und schickt auf Wunsch zusätzlich eine Notfall-SMS. Sobald jemand abhebt, schaltet sich die Freisprech-Funktion ein. Auch mit regulären Smartphones lässt sich ein Notruf absetzen – gleichzeitig bieten viele Geräte praktische SOS-Funktionen oder speichern wichtige Gesundheitsinformationen.
Spezielle Seniorenhandys sind eher abseits der bekannten Marken zu finden. Die Hersteller heißen Doro, Olympia oder Emporia. Ebenso sind aber auch Einsteigermodelle gut geeignet. Die Anschaffungskosten bewegen sich je nach technischer Ausstattung des Handys häufig zwischen knapp 100 und bis zu 300 Euro.
Wichtig zu wissen: Teilweise unterstützen ältere Geräte nur die Mobilfunknetze der zweiten und dritten Generation (2G und 3G). Das 3G-Netz (UMTS) wurde 2021 abgeschaltet. Im Jahr 2028 erfolgt die Abschaltung des 2G-Netzes. Um das mobile Internet zu nutzen, benötigen Sie daher LTE- oder 5G-fähige Geräte, die die aktuellen Mobilfunkstandards unterstützen.
Wer kein explizites Seniorenhandy nutzen möchte, kann sich für ein "normales" Modell entscheiden und es mit einem kleinen Trick an die individuellen Bedürfnisse anpassen: Bei vielen Smartphones ist ein sogenannter Einfachmodus aktivierbar. Dieser bietet folgende Vorteile:
- Reduzierte Funktionen: Das Menü des Startbildschirms wird auf wenige wesentliche Funktionen beschränkt, was die Benutzeroberfläche deutlich übersichtlicher macht.
- Vereinfachte Menüführung: Auch der Bereich "Einstellungen" und die Menüführung werden stark vereinfacht – so sind nur die häufig verwendeten Bereiche dargestellt.
- Größere Anzeigeflächen, Schrift und Symbole: Außerdem lassen sich die Schrift- und Symbolgröße oder die Bildschirmeinstellungen an die individuelle Sehstärke anpassen.
Die meisten Smartphone-Hersteller bieten Einfachmodi an, allerdings nicht für jedes Modell. Die passende Benutzeroberfläche kann in der Regel in den Geräteeinstellungen aktiviert werden. Weiterer Vorteil: Sind Sie mit dem Gerät vertraut, können Sie jederzeit zur normalen Oberfläche zurückwechseln – und alle Funktionen Ihres Smartphones nutzen.
Gut zu wissen: Apple erlaubt keinen Einfachmodus für seine iPhones. Nutzerinnen und Nutzer können aber die Schriftgröße oder den Kontrast an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen und die wichtigsten Apps auf dem Homescreen hinterlegen.
Eine Alternative zum Einfachmodus sind Launcher-Apps, die ebenfalls die Darstellungen des Smartphones reduzieren und seine Bedienung vereinfachen. Wichtige Kontakte lassen sich zum Beispiel auf dem Startbildschirm mit einer Schnellwahltaste hinterlegen und sind so immer erreichbar. Für Notfälle wird eine SOS-Taste für den Notruf angezeigt. Nutzbar ist etwa die App "Big Launcher" für das Betriebssystem Android. Die Kosten liegen – je nach Umfang der Anwendung – bei unter 10 Euro.
Mit einigen einfachen Funktionen kann ein Smartphone den Alltag komfortabler machen. So bringt mittlerweile jedes Smartphone einen Kalender und einen Wecker mit Erinnerungsfunktion mit. Gerade Ältere können diese nutzen, um zum Beispiel an die Einnahme von Medikamenten zu denken. Auch die integrierte Taschenlampe ist nützlich: Über den Schnellzugriff lässt sich der Blitz der Smartphone-Kamera aktivieren und als Lichtquelle nutzen – ob nachts auf dem Weg ins Badezimmer oder im Winter vor dem Haus an der Mülltonne.
Außerdem gibt es viele nützliche Apps, die im Alltag helfen können. Google Maps erleichtert unterwegs das Navigieren, eine App des Verkehrsbetriebs zeigt Busfahrpläne an – ein Toiletten-Scout das nächste Örtchen in der näheren Umgebung. Wer schon an den passenden Smartphone-Bedarf denkt, kann sich eine Ladeschale zulegen. Wie bei einem Festnetztelefon ist das Gerät immer an einem festen Platz und kann dort aufgeladen werden: Für Senioren kann das praktischer sein als kleinteilige Ladekabel, die in die schmale Öffnung am Smartphone gesteckt werden müssen.
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