Jahresrückblick: Datenverbrauch im Mobilfunk erreicht Rekordwerte
Stand: 02.01.2026
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2025 rauschten so viele Gigabyte durch die Mobilfunknetze wie niemals zuvor: knapp 15 Milliarden Gigabyte waren es in allen Netzen. Gleichzeitig wurde der Netzausbau in Deutschland weiter vorangetrieben.
Telekom verzeichnet Datenanstieg von 30 Prozent
Die Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom verbrauchten im Jahr 2025 fast fünf Milliarden Gigabyte. Das ist ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit dieser Datenmenge könnte man rund 20 Jahre lang ohne Unterbrechung Inhalte auf YouTube hochladen.
Der Netzbetreiber verzeichnet mittlerweile 128.000 Antennen, davon funken 108.000 mit 5G. Die Telekom versorgt nach eigenen Angaben 99 Prozent der Menschen in Deutschland mit 5G, bei LTE sind es 99,6 Prozent. Der Ausbau in der Fläche liegt nach Zahlen der Bundesnetzagentur bei 86,7 Prozent (Stand: Oktober 2025). 99,84 Prozent der Telefonate gelingen mittlerweile ohne Abbruch.
Vodafone: Erstmals wieder mehr Telefonate
Auch Vodafone gab einen Anstieg beim Datenverbrauch bekannt: 4,1 Milliarden Gigabyte wurden durchs mobile Netz transportiert, das sind 32 Prozent mehr als 2024. Im Schnitt waren es jeden Tag mehr als 11 Millionen Gigabyte an Daten. Auch der durchschnittliche Datenverbrauch pro Vodafone-Vertragskunde stieg von 14,5 Gigabyte auf 16,5 Gigabyte im Monat.
Im vergangenen Jahr migrierte Vodafone außerdem 12 Millionen 1&1-Kunden. Diese surfen und telefonieren überall dort über das Vodafone-Netz, wo das 1&1-Netz erst noch ausgebaut wird. 1&1 verzeichnet zwei Jahre nach dem Start seiner mobilen Dienste eine Versorgung von 25 Prozent der deutschen Haushalte. In der Fläche kommt der jüngste und vierte Netzbetreiber laut Bundesnetzagentur erst auf 1,4 Prozent (5G) bzw. 1,3 Prozent (LTE).
Erstmals seit drei Jahren ist auch die Anzahl der ein- und ausgehenden Telefonate im Vodafone-Netz wieder gestiegen: um 15 Prozent auf etwa 30 Milliarden. Vodafone-Kunden telefonierten im Jahr 2025 rund 81 Milliarden Minuten, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein durchschnittliches Handygespräch dauerte 2 Minuten und 43 Sekunden.
Der Netzbetreiber blickt auf mehr als 11.000 abgeschlossene Bauvorhaben in Städten und Landkreisen und an Verkehrswegen zurück, mit denen Funklöcher geschlossen oder die Netzqualität verbessert wurde. 1.254 Mobilfunk-Stationen wurden neu gebaut. Insgesamt betreibt Vodafone nun 27.000 Stationen und versorgt 94 Prozent der Bevölkerung mit 5G. In der Fläche liegt die Versorgungsquote laut Bundesnetzagentur bei 75 Prozent (Stand: Oktober 2025).
O2: Spitzenwerte beim Datenverbrauch
Durch das Mobilfunknetz von O2 flossen von Januar bis November mehr als 5,7 Milliarden Gigabyte. Der Netzbetreiber rechnet damit, die 6-Milliarden-Grenze bis Ende Dezember zu knacken. Zum Vergleich: Der monatliche Datenverbrauch liegt heute höher als im gesamten Jahr 2017.
Der Datenrekord ergibt sich zum einen aus dem wachsenden Datenbedarf bei Anwendungen wie Streaming, Videotelefonie oder Live-Sport bei gleichzeitig immer größeren Datenpaketen im Tarif-Portfolio. Zum anderen sorgten Groß- und Sportevents wie Festivals oder die Fußball-Bundesliga für Spitzenwerte. Beim Wacken-Openair wurden rund 110.000 Gigabyte verbraucht, bei Rock am Ring erstmals über 100.000 Gigabyte.
Als einziger Netzbetreiber erwartet O2 einen Rückgang von rund 15 Prozent bei Telefonaten und rechnet mit 1,7 Milliarden Gesprächsstunden bis Jahresende. Als Grund gilt der Trend zu Videocalls und Messaging-Apps. Außerdem nahm die mobile Telefonie über WLAN-Netze (Voice over WiFi/WLAN-Calling) zu.
O2 Telefonica setzte 2025 rund 8.000 Ausbaumaßnahmen im Mobilfunknetz um und nahm mehr als 600 neue Standorte in Betrieb, besonders in ländlichen Gebieten mit dünnerer Versorgungslage. Insgesamt betreibt O2 nun 29.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland und versorgt nach Angaben der Bundesnetzagentur 76,1 Prozent der bundesdeutschen Fläche mit 5G (Stand: Oktober 2025).