5G-Flächenversorgung in Deutschland: Telekom mit Abstand vor Vodafone und o2
Stand: 17.06.2026
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Die Flächenversorgung mit 5G-Mobilfunk in Deutschland variiert stark zwischen den drei Netzbetreibern. Laut aktuellem Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur mit Stand von Dezember 2025 erreicht die Deutsche Telekom mit 87,9 Prozent die höchste 5G-Flächenabdeckung. Die Telekom selbst spricht in einer Mitteilung von Mittwoch sogar von 89,1 Prozent. Mit Abstand folgen Telefónica mit 76,2 Prozent und Vodafone mit 75,7 Prozent.
Bundesnetzagentur-Daten zeigen deutliche Unterschiede bei der Mobilfunkabdeckung
Der Unterschied zwischen dem führenden Netzbetreiber Telekom und den nachfolgenden Anbietern beträgt damit rund 13 Prozentpunkte, was einer Fläche von etwa 46.490 Quadratkilometern entspricht. Zum Vergleich: Dies ist fast so groß wie die gesamte Fläche von Niedersachsen. Besonders in ländlichen Regionen und touristisch genutzten Gebieten zeigen sich die Unterschiede in der Netzabdeckung deutlich.
Bei der 5G-Flächenversorgung liegt die Telekom nach Unternehmensangaben in 324 von 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten vorn. Damit führe sie in mehr als 80 Prozent aller Kreise Deutschlands.
LTE-Versorgung und Sprachdienste nahezu flächendeckend
Bei der LTE-Versorgung erreicht die Telekom nach eigenen Angaben über 92 Prozent Flächenabdeckung. Vodafone versorgt fast 92 Prozent der Fläche mit LTE, Telefónica o2 kommt auf rund 89 Prozent. Sprachdienste sind bei der Telekom mittlerweile auf fast 99 Prozent der Fläche Deutschlands verfügbar, die beiden anderen Netzbetreiber liegen hier aber nahezu gleichauf. Damit ist die Grundversorgung mit mobiler Telefonie weitgehend gesichert, während bei den neueren 5G-Technologien noch Ausbaubedarf besteht.
Herausforderungen beim Netzausbau in der Fläche
Der weitere Ausbau der Mobilfunknetze gestaltet sich anspruchsvoll: Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind bewaldet, etwa 6,5 Prozent stehen unter Naturschutz. In vielen dieser Gebiete sind neue Mobilfunkstandorte nur eingeschränkt oder mit langen Genehmigungsverfahren möglich.
Besonders in der Fläche liegt die größte Herausforderung für Mobilfunknetze. Wälder, Schutzgebiete, Mittelgebirge, Täler und dünn besiedelte, abgelegene Regionen erfordern hohe Investitionen und eine große Zahl an Standorten. Planung, Genehmigung und Bau solcher Standorte sind oft aufwendig und langwierig. Insbesondere die Anbindung mit Strom und Glasfaser macht Ausbauvorhaben hier oftmals besonders komplex. Gleichzeitig sind genau diese Regionen beliebte Freizeit- und Reiseziele.
Weiterer Ausbau geplant
In den kommenden vier Jahren soll die 5G-Flächenversorgung der Telekom nach eigenen Angaben um weitere vier Prozentpunkte wachsen. Dies entspricht etwa 16.000 Quadratkilometern zusätzlicher Abdeckung oder einer Fläche von rund 2 Millionen Fußballfeldern. Im vergangenen Jahr wurden von dem Bonner Konzern rund 1.000 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb genommen.
Netzabdeckung wichtig für Verbraucher bei Tarifwahl
Für Verbraucher können die Unterschiede bei der Netzwahl relevant sein – speziell bei häufigen Aufenthalten in ländlichen Regionen, auf Reisen oder in beliebten Urlaubsgebieten. Wer viel in der Fläche unterwegs ist, sollte bei der Tarifwahl die unterschiedliche Netzabdeckung der Anbieter berücksichtigen.