Apple iPhone 6

Apple iPhone 6

  • Betriebssystem iOS 8
  • 8 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Bildstabilisator
  • 4,7 Zoll IPS Touchscreen, 750 x 1334 Pixel
  • bis zu 128 GB Speicher
mehr Details
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Apple iPhone 6

Allgemein
Das iPhone 6 von Apple kommt wie gewohnt mit einer üppigen technischen Ausstattung. Neben dem A8-Chip verfügt das Modell auch über einen M8-Motion-Coprozessor, der etwa bei der Anwendung von Fitnessfunktionen Akkukapazitäten einsparen soll und permanent die Bewegungsdaten des Nutzers sammelt. Mit dieser iPhone-Generation kann erstmals via Apple Pay bezahlt werden: Das iPhone muss dafür lediglich in der Nähe eines Lesegerätes positioniert werden. Die Zahlung bestätigt man per Fingerabdruck.
HerstellerApple
Modell-NameiPhone 6
KategorieBusiness-Handy, Multimedia-Handy, Style- / Fashion-Handy
Handy-TypBarren-Handy
Herstellungsjahr2014
MarktstartSeptember 2014
Einführungspreisgold 128 GB: 899,00 €
gold 16 GB: 699,00 €
gold 64 GB: 799,00 €
silber 128 GB: 899,00 €
silber 16 GB: 699,00 €
silber 64 GB: 799,00 €
spacegrau 128 GB: 899,00 €
spacegrau 16 GB: 699,00 €
spacegrau 64 GB: 799,00 €
Farben
Silber / Grau
Gold
AbmessungenHöhe: 138 mm
Breite: 67 mm
Tiefe: 6,9 mm
Gewicht129 g
Simkarten-TypnanoSIM
Display
Technologie Touchscreen
TypIPS
Größe4,7 Zoll
Auflösung750 x 1334 Pixel
Pixeldichte326 ppi
AnmerkungenFingerabdruck-abweisende Schicht
Speicher
Prozessor und Akku
Software
Daten und Netze
Messaging und Multimedia

Das Smartphone iPhone 6 von Apple für effiziente Leistung

Von Apple kommt das Smartphone iPhone 6, das per Touchdisplay bedient wird. Das iPhone 6 bringt hilfreiche Benefits mit sich: So zum Beispiel ein 4,7 Zoll großes IPS-Display und einen Akku, der im Standby circa 10 Tage durchhält. Der Akku reicht für eine Gesprächszeit von bis zu 14 Stunden.

Mit welcher Arbeitsleistung das iPhone 6 dienen kann

Seine Leistungsfähigkeit erhält das Gerät vom A8-Chip mit 64-Bit-Architektur-Prozessor. Der RAM hat eine Größe von 1.024 MB.

Was hat das iPhone 6 in puncto Grafik auf Lager?

Wie stark ist die Grafikpower des iPhone 6? Das Ergebnis bringt eine Überprüfung der Einzelkomponenten – anschließend werfen wir einen Blick darauf, was dies in Bezug auf das grafische Gesamtpaket bedeutet. Bei diesem Mobiltelefon ist ein IPS-Bildschirm verbaut. Die Auflösung des IPS-Displays beträgt 1.334 x 750 Pixel. Diese Auflösung ist nicht schlecht, positioniert das iPhone 6 im Vergleich mit ähnlichen Geräten im Mittelfeld. Heißt: Die pure Auflösungsleistung des Geräts ist gut genug, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen. Damit sind die Voraussetzungen für Bilder, Videos und Games bestens. Wichtig: Man muss immer die Auflösung in Relation zur Displaygröße betrachten! Das iPhone 6 verfügt über einen 4,7 Zoll großen Bildschirm. Das iPhone 6 ist mit der gerade genannten Bildschirmgröße und der entsprechenden Auflösungsqualität überzeugend ausgestattet. Noch mehr technische Fähigkeiten sollte man im Auge haben. Wie bereits gesagt: Nicht nur die Auflösung macht den Smartphone-Bildschirm aus. Auch die Pixeldichte von 326 ppi ist wichtig. Damit befindet sich das Smartphone von Apple im starken Mittelfeld. Ppi beschreibt die Auflösung im Verhältnis zur Fläche, kurz: pixel per Inch. Dies wird auch als dots per Inch (dpi) angegeben. Das iPhone 6 kann ja mit einem über dem Durchschnitt befindlichen, hohen ppi-Wert glänzen. Die Bildbausteine sind also sehr fein, anders als bei einem TV. Die großen TV-Bildschirme haben einen ppi-Wert von beispielsweise 50, weil die Augen weit vom Display entfernt sind.

Fotofanatiker hergehört – das kann das iPhone 6

Selbsterklärend hat Apple dem iPhone 6 eine Kamera spendiert. Die Kamera-Auflösung erreicht 8 MP. Im Vergleich mit der Konkurrenz kann das Gerät hierbei nicht punkten. Schießt man Bilder mit der Kamera, wird man wohl mit erkennbaren Pixeln rechnen müssen. Damit keine Bilder verwacklen, besitzt das Gerät einen Stabilisator. An verschiedenste Feinheiten wurde gedacht, denn die Kamera des iPhone 6 verfügt über eine Autofokus-Funktion. Die Version 8 ist hier vorinstalliert. Zur Auswahl stehen die Speichergrößen 16 GB, 64 GB oder 128 GB. Mit 129 Gramm ist das iPhone 6 eines der leichtesten Modelle auf dem Markt. In welcher Farbe das iPhone 6 verfügbar ist? Hier die Antwort: Silber / Grau und Gold.
Weiterhin zu beachten:

  • Das iPhone 6 ist NFC-Fähig
  • Es muss eine Nano-SIM-Karte verbaut werden
  • Das iPhone 6 kann sich mit anderen Geräten per Bluetooth verbinden

Apple iPhone 6 Test

Testbericht vom 22.09.2014

Schon letztes Jahr hatten viele ein größeres Display für das iPhone prognostiziert oder wenigstens erhofft - doch Apple beließ es bei den 4 Zoll für iPhone 5, 5S und 5C. Den Kaliforniern waren Handlichkeit und Bedienung mit einer Hand wichtiger als Markttrends. Niemand kaufe ein Smartphone mit ausladendem Display, hatte Apple vor geraumer Zeit in Richtung Samsung und seiner Note-Modelle getönt. Nun hat die Mannschaft um Tim Cook nachgegeben und seinen Jüngern ein iPhone mit 4,7-Zoll-Mattscheibe gegönnt. Das iPhone 6 Plus kommt gar mit einem 5,5 Zoll großen Bildschirm. Auch das stellt ein absolutes Novum dar: Nie zuvor hatten Apple-Fans die Wahl, durften selbst entscheiden, ob sie lieber ein kleines, handliches oder ein großes, üppiges Smartphone wollen. Wer primär Fotos, Videos, Präsentationen & Co. betrachtet, dürfte fraglos zum 6 Plus tendieren, alle anderen eher zum iPhone 6.

iPhone 6

Widgets der anderen Art

Gemein ist beiden Telefonen freilich das neue Betriebssystem iOS 8. Wenig überraschend haben die Entwickler das Grundkonzept nicht angerührt, obwohl es nach sieben Jahren inzwischen alles andere als aktuell ist. So sucht man auch weiterhin eine individualisierbare Startseite wie bei Android oder Windows Phone vergebens. Zwar kennt iOS 8 nun Widgets, unter denen Apple jedoch etwas anderes versteht als Android-Nutzer es gewohnt sind. Vielmehr meint der Hersteller damit Benachrichtigungen, die jederzeit und überall am oberen Bildrand sowie im Benachrichtigungscenter erscheinen. Ein Fingerwisch nach unten öffnet kontextabhängig weitere Optionen, zum Beispiel zur Beantwortung einer SMS das Textfenster inklusive Tastatur.

Nach getaner Arbeit schließt sich das Widget wieder und der Nutzer findet sich am Ausgangspunkt wieder. Das klingt zunächst nach einem eher optischen Unterschied, denn auch unter anderen Betriebssystemen kann der Nutzer ja durch einen Klick auf die Benachrichtigung die SMS beantworten. Nur bleibt er nach deren Versand logisch gesehen in der SMS-App und muss daher erst den „Zurück“-Button tippen. Eine Kleinigkeit, doch es ist erstaunlich, wie viel logischer das Prinzip in der Praxis wirkt. Dieses hat Apple zudem auf den Sperrbildschirm übertragen, auf dem beispielsweise Einladungen zu einem Termin nach einem Wisch nach links mit einem Tipp auf „annehmen“ oder „ablehnen“ beantwortet werden können. E-Mails hingegen lassen sich vom Lock Screen aus als gelesen markieren oder ins Archiv verschieben.

Apple öffnet sich

Enormes Potenzial birgt die Tatsache, dass Apple etliche Programmier-Schnittstellen für Entwickler geöffnet hat. Darunter diejenige für die Tastatur, die mit iOS 8 endlich Wortvorschläge präsentiert – unter anderen Betriebssystem seit einer halben Ewigkeit eine Selbstverständlichkeit. Wichtiger noch: Weil Entwickler jetzt Zugriff auf das Keyboard haben, können Firmen wie Swype endlich Apps für die Tastatur im App Store anbieten, die etwa das Eingeben von Texten per Fingerwisch ermöglichen: Das klappt schneller als mit jeder mechanischen Tastatur. Ein echter Quantensprung für die betroffenen iPhones, neben dem 6 und 6 Plus namentlich auch das 4S, 5, 5S und 5C. Gleiches gilt für den Fingerabdruck-Scanner, der selbstverständlich ebenfalls beim iPhone 6 und 6 Plus unter dem mechanischen Home-Button sitzt: Schließlich will Apple mit dessen Hilfe und über die Ultranahfunk-Technologie NFC das Bezahlen mit dem Smartphone weltweit salonfähig machen. Hierzulande hat das zwar noch keine Relevanz, das dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein. Die Karten-App hat Apple ebenfalls für Entwickler geöffnet, sodass nun Informationen Dritter eingebaut werden können, beispielsweise die Berücksichtigung öffentlicher Verkehrsmittel in die Routenplanung.

Eine App, sie alle zu binden

Darüber hinaus will Apple Hausherr werden über derzeit noch wild wuchernde Insel-Lösungen. Die App „Heath“ zum Beispiel sammelt sämtliche Daten von Fitness-Apps und -Trackern – natürlich nur, wenn diese entsprechend für die neue App angepasst wurden. Auf diese Weise erhält der Nutzer einen Überblick in Form anschaulicher Diagramme über seinen Gesundheitszustand, von der Herzfrequenz über den Kalorienverbrauch bis hin zu Blutdruck und Blutzucker. Damit könnte Apple einen ganz neuen Trend setzen, denn auf Wunsch kann das System auch beim Über- oder Unterschreiten definierter Werte den Arzt benachrichtigen oder ausgewählte Daten wie Blutgruppe, Allergien und eingenommene Medikamente dem Notarzt zugänglich machen – auf Wunsch auch bei gesperrtem Display. Ähnlich der Ansatz des „HomeKit“: Diese App soll die diversen System zur Steuerung des digitalen Zuhause unter einem Dach vereinen, sodass künftig zum Beispiel Siri das Licht löschen oder die Heizung aufdrehen könnte.

Eine für alle

iCloud Drive sorgt für den Datenabgleich zwischen verschiedenen Geräten und synchronisiert automatisch Fotos und Videos in Originalgröße. Außerdem lassen sich laufende Aufgaben wie das Schreiben einer Mail an anderen Geräten nahtlos fortsetzen. Im „Familienmodus“ werden Daten wie Termine oder Notizen geteilt, ja sogar die Kreditkarte. Dabei kann das Familienoberhaupt bis zu fünf weiteren Teilnehmern bestimmte Rechte einräumen, sodass etwa Einkäufe der Kids zunächst freigegeben werden müssen. Ob sich diese Funktion für die Eltern in der Praxis wirklich als hilfreich erweist, bleibt abzuwarten.

Dutzende Neuerungen

Hinzu kommen zahlreiche weitere Neuerungen, von denen an dieser Stelle lediglich die Highlights angerissen werden können. So zeigt ein Doppelklick auf den Home-Button oberhalb der zuletzt genutzten Apps unter iOS 8 die am häufigsten kontaktierten Teilnehmer als kleine, runde Bilder. Siri kann auch bei gesperrtem Telefon durch ein Zauberwort gestartet werden. Die Spotlight-Suche durchforstet nicht nur lokal das Telefon, sondern auch das Internet, die Ergebnisse werden nach Kategorien sortiert dargestellt, wobei der Anwender selbst festlegt, welche Kategorien erfasst und wo sie angezeigt werden sollen. „Finde mein iPhone“ speichert den letzten Standort an iCloud ehe der Strom vollends verbraucht ist. Die Einstellungen zeigen den Akkuverbrauch jeder einzelnen App an, sodass der Nutzer gezielt Strom sparen kann. iMessages senden unter iOS 8 auch Standort, Fotos, Audio- sowie Videonachrichten, zum Abhören oder Antworten reicht es, das iPhone ans Ohr zu führen. Es gibt erweiterte Möglichkeit zur Nachbearbeitung von Fotos, Selbstauslöser, Zeitraffer-Aufnahmen sowie ein Retro-Design (schwarz-weiß).

Hervorragendes Display

Beim iPhone 6 misst der Bildschirm 58 x 104 Millimeter und erzielt somit eine Diagonale von 119 Millimeter oder 4,70 Zoll. Im Vergleich zum 4-Zoll-Bildschirm der Vorgänger macht das in der Fläche ein Plus von strammen 38 Prozent. Gleichzeitig wurde natürlich auch das Gehäuse ausladender: 67 x 138 x 7,0 statt 59 x 124 x 7,6 Millimeter entsprechen einem Zuwachs von 27 Prozent in der Fläche. Ergo weitaus weniger als die Mattscheibe zugelegt hat, das iPhone 6 nutzt den vorhanden Platz somit besser aus als sein Vorgänger. Die Schärfe blieb dabei exakt gleich: 750 x 1.334 Bildpunkte ergeben eine Dichte von 165 Pixel pro Quadratmillimeter respektive 326 ppi. Wie gewohnt ist die Helligkeit hoch und die Darstellungsqualität hervorragend: Dafür sorgt ein Dual-Domain-IPS-Panel, das aufgrund der optimierten Architektur der Subpixel eine höhere Blickwinkelstabilität bietet. Trotz gewachsener Mattscheibe blieb das Qualitätsniveau also gleich.

Wunder-Prozessor

Als Prozessor steckt der neue A8 unter der Haube, von dem Test-Apps verraten, dass es sich um einen Dual-Core-Chip handelt, dessen zwei Kerne mit 1,38 Gigahertz getaktet sind. Hinzu kommt der neue Co-Prozessor M8, der sich um die Verarbeitung sämtlicher Sensordaten kümmert und somit den Haupt-Prozessor gehörig entlastet. Der Arbeitsspeicher blieb mit 1 Gigabyte identisch. Das lässt auf eine allenfalls geringfügige Leistungssteigerung im Vergleich zum iPhone 5S hoffen, keine Konkurrenz zu den Prozessoren mit sechs oder gar acht Kernen und Taktraten von bis zu 2,5 Gigahertz. Weit gefehlt, wie die Benchmarks offenbaren: Linpack etwa ermittelt 1.435 MFLOPS (Millionen Fließkomma-Operationen pro Sekunde) und somit nahezu dreimal mehr als der aktuelle Durchschnitt aller in den letzten zwölf Monaten getesteten Smartphones! Geekbench sieht das iPhone 6 mit 2.932 Punkten indes „nur“ 58 Prozent über dem Mittel. Vor allem die Grafikleistung überrascht: Der GFX-Benchmark zum Beispiel ermittelt im Test „Manhattan (Offscreen-Modus)“ unglaubliche 1.105 Frames: Ein Niveau, auf dem etwa die PC-Grafikkarte Nvidia GeForce GTS 450 liegt, und für ein Smartphone genau dreimal höher als üblich. Mobil-Gamer dürften da feuchte Augen bekommen.

In der Gesamtwertung aller Benchmarks liegt das iPhone 6 schließlich 125 Prozent über dem Durchschnitt und setzt sich damit weit vor die bisherige Nummer eins, das HTC One (M8) mit aktuell 58 Prozent über Durchschnitt. Nur um Haaresbreite dahinter, mit 57 Prozent über Durchschnitt, rangiert das iPhone 5S. Das Gespann aus A8 und M8 beschert dem iPhone 6 also im Vergleich zum Vorgänger eine Steigerung von satten 68 Prozentpunkten und deklassiert die Konkurrenz mit ihren deutlich höher getakteten vier, sechs und acht Kernen. Sofern Apple keine bislang noch nicht aufgeflogene Methode entwickelt hat, die Benchmarks auszutricksen, stellen diese Ergebnisse ein kleines Wunder dar!

Identische Akkulaufzeit

Der Akku des iPhone 6 weist eine Kapazität von 1.810 Milliamperestunden auf, weshalb die Relation zur Displaygröße im Vergleich zum 5S und seiner 1.570-Milliamperestunden-Kraftzelle nur marginal geringer ausfällt, 4 statt 2 Prozent unterdurchschnittlich, um genau zu sein. Im Laufzeittest bei der Wiedergabe eines Full-HD-Videos mit maximaler Displayhelligkeit im Flugmodus hielt der Proband 310 Minuten durch und damit haargenau ebenso lang die das iPhone 5S. Das ist allerdings keine gute Nachricht, denn mit diesem Ergebnis liegen die beiden Apfelhandys elf Prozent unter dem aktuellen Mittelwert. iPhone-Nutzer kennen aber das Problem und dürften entsprechende Lösungen parat haben, die dank des Lightning-Anschlusses auch mit der jüngsten Generation kompatibel sind. Man kann dieses Resultat aber auch positiv auslegen: Trotz des mehr als ein Drittel größeren Bildschirms hält das iPhone 6 genauso lange – oder kurz – durch wie sein Vorgänger.

Kleine Version problematisch

In Sachen Speicher bleibt Apple seinem Konzept treu, verschiedene Kapazitäten zu offerieren. Für das iPhone 6 stehen Varianten mit 16, 64 und 128 Gigabyte zur Auswahl, die ohne Vertrag 699, 799 und 899 Euro kosten. Eine Version mit 32 Gigabyte gibt es beim iPhone 6 nicht mehr. Interessenten sollten berücksichtigen, dass von der kleinen Version mit 16 Gigabyte lediglich 11,85 Gigabyte netto übrig bleiben. Und wie immer fehlt es an einem Slot für Micro-SD-Karten, auch USB-On-the-Go zum Anschluss etwa eines USB-Sticks unterstützt das iPhone weiterhin nicht. Ob besagte 11,85 Gigabyte reichen, hängt maßgeblich von der Art der Nutzung ab: Ambitionierte Gamer stoßen bei grafisch aufwändigen Spielen mit jeweils bis zu 2 Gigabyte schnell an diese Grenze, ebenso wie Fans von Fotos, Videos und Musik. Bei 30 Bildern pro Sekunde fallen auf dem iPhone 6 pro Minute Videoaufnahme 130 Megabyte an, bei 60 Bildern pro Sekunde gar 180 Megabyte. Eine Stunde Videomaterial macht also 7,8 beziehungsweise 10,8 Gigabyte! Von Apps, Nachrichten, Terminen & Co. ganz zu schweigen.

Natürlich lassen sich Daten auch in die Cloud auslagern, die ersten 5 Gigabyte sind sogar kostenlos. Doch erstens ist hierfür ein Internet-Zugang erforderlich, und zweitens kostet das Zeit. Daher sollten alle, die ihr iPhone intensiv zu nutzen gedenken, auf Nummer sicher gehen und mindestens das Modell mit 64 Gigabyte Speicher ins Auge fassen. Bei der restlichen Ausstattung sind WLAN ac und LTE mit Cat 4 hinzugekommen, Downloads in 4G-Netzen erfolgen also mit 150 statt 100 Megabit pro Sekunde.

Weiterhin 8 Megapixel

Die Kamera hat Apple scheinbar belassen, wie sie war, denn Fotos werden weiterhin mit 3.264 x 2.448 Bildpunkten oder umgerechnet 7,99 Megapixel aufgenommen. Die Auflösung der Frontkamera beträgt wie zuvor 1.280 x 960 Pixel, was in Zeiten von 8-Megapixel-Selfies arg wenig ist. Hinter den Kulissen hat sich jedoch so ziemlich alles verändert: neuer Sensor, neue Optik, neue Software. Der HDR-Modus kann nun auch auf die Option „Auto“ geschaltet werden, das Originalfoto wird parallel gespeichert. Laut Apple sollen „Fokus-Pixel“ den Autofokus beschleunigen, dahinter verbirgt sich eine andere Methode zur Ermittlung des optimalen Fokuspunkts. Während konventionelle Smartphone-Scharfsteller Kontrastunterschiede ermitteln und per „try & error“ die beste Einstellung ermitteln – was logischerweise Zeit kostet –, kommt bei den neuen iPhones der so genannte Phasenabgleich zum Einsatz.

Hier wird der Fokuspunkt anhand von zwei Sensoren berechnet, die das Motiv auswerten und aufgrund der Abweichungsquote voneinander ad hoc den optimalen Fokuspunkt erkennen. Dieses System ist weitaus schneller und wird bei den meisten DSLR-Kameras verwendet. Beim iPhone 6 kann dennoch keine signifikante Beschleunigung des Autofokus-Prozesses festgestellt werden. Mag sein, dass die Scharfstellung selbst schneller erfolgt als zuvor, dann lässt sich aber die Software zu viel Zeit, ehe der Prozess in Gang gesetzt wird. Denn je nach Motiv und Lichtverhältnissen benötigt auch das iPhone 6 rund 1 bis 4 Sekunden zum Scharfstellen: Das ist weder besser noch schlechter als bei den meisten anderen Smartphones. Als irritierend erweist sich zudem, dass das gelbe Quadrat, welches Fokuspunkt und Abschluss des Scharfstellvorgangs gleichermaßen signalisiert, nicht immer erscheint, sondern teilweise einfach dauerhaft ausbleibt.

Keine Foto-Verbesserung

Die Schärfe der Fotos fällt für die 8-Megapixel-Liga verblüffend hoch aus, aber das war ja bereits bei den Vorgängern der Fall. Eine signifikante Steigerung zu den Aufnahmen des 5S lässt sich im Sichttest jedoch nicht feststellen, lediglich bei der Detailtreue. Vor allem wurde das Bildrauschen deutlich weniger, wenngleich es unter mäßigen Lichtbedingungen oder in dunklen Partien des Motivs nach wie vor nicht zu übersehen ist, was jedoch absolut üblich ist für Handy-Fotos. Da bewegt sich der Proband durchaus schon in der Spitzentruppe der Smartphones. Auf der anderen Seite neigt das iPhone 6 teilweise zu einer leichten Überbelichtung, dann sinken Kontraste und Dynamik, die Aufnahmen wirken leicht milchig. Daher halten sich Vor- und Nachteile am Ende die Waage, die Wertung entspricht somit derjenigen des iPhone 5S und ergo auf „gut“.

Verblüffend ruhige Videos

Videos nimmt der Kandidat in Full HD auf, also mit 1.920 x 1.080 Pixel, ebenfalls wie bei den Vorgängern. Die Datenrate kletterte von 16 auf mehr als 18 Megabit pro Sekunde, im neuen Modus mit 60 Bildern pro Sekunde fallen gar bis zu 27,6 Megabit pro Sekunde an. Das sieht man den Clips natürlich an: Die Schärfe hat enorm zugelegt, ein wenig auch die Detailtreue. Allerdings war bei den Videos im Test teilweise auch das Phänomen der leichten Überbelichtung zu beobachten. Das verzeiht man dem iPhone 6 jedoch gern, zieht der Autofokus doch endlich dauerhaft scharf und nicht nur wie zuvor lediglich einmal zu Beginn der Aufnahme. Dadurch werden nun beispielsweise Schwenks von nahen auf ferne Motive möglich.

Vor allen Dingen bleibt das für viele Smartphones typische Pumpen aus, bei denen der Autofokus regelmäßig unnötig und kräftig nachzieht, was zu unschönen Bildschüben führt. Hier schöpfen die „Fokus-Pixel“ erst so richtig ihr Potenzial aus, das Bild steht bombenfest. Doch es kommt noch besser: Bei der Ankündigung der achten iPhone-Generation machte sich zunächst ein wenig Enttäuschung breit als bekannt wurde, dass der optische Bildstabilisator dem 6 Plus vorbehalten bleibt. Doch wenn man sich die Videos des iPhone 6 ansieht, verfliegt dieses Gefühl rasch: Noch nie hat ein digitaler Stabilisator auch nur annähernd dermaßen gute Ergebnisse erzielt! Vor allem im Zusammenspiel mit dem neuen 60-Bilder-pro-Sekunde-Modus, der die Bilder wunderbar geschmeidig werden lässt, wirken die Clips beinahe wie mit einer Steadicam erstellt, da kann nicht einmal der optische Bildstabilisator des LG G3 mithalten. Absolut verblüffend, Begeisterung pur!

Es muss also niemand zum iPhone 6 Plus greifen, nur um ruhige Videos zu bekommen. Andererseits sei festgehalten, dass das G3 bereits bei Full HD noch schärfere und vor allem kontrastreichere Bilder liefert als das iPhone 6, von den 4K-Videos ganz zu schweigen. Optimal wäre eine Kombination aus beiden. Unterm Strich erntet das iPhone 6 natürlich ein klares „Sehr gut“ in der Videowertung und gehört damit zu der Handvoll Smartphones mit der Prädikatsnote.

Sexy "Knäckebrot"

Für eingefleischte iPhone-Fans mag es ungewohnt sein, doch den unvoreingenommenen Betrachter nimmt das 6-er nahezu zwangsläufig für sich ein: Die vor allem zur Rückseite hin abgerundeten Kanten sorgen für eine ungemein ergonomische Haptik, die Metallschale wirkt ungemein edel. Hinzu kommen die superflachen 7 Millimeter, die im Zusammenspiel mit den angewachsenen Maßen und dem Gewicht von 129 Gramm den klassischen Knäckebrot-Effekt entstehen lassen. So stabil wie immer, ruft der Proband beinahe zwangsläufig die Bezeichnung „Handschmeichler“ auf den Plan. Einzig zu bemängeln ist in diesem Zusammenhang die ein wenig aus der Rückseite hervorstehende Kameralinse, aufgrund der das Telefon nicht so brettflach auf dem Tisch liegt wie seine Vorgänger. Wird es in dieser Position bedient, wackelt es geringfügig – was freilich keinen Beinbruch darstellt. Dennoch suboptimal.

Einhand-Problem

Selbstverständlich lässt sich ein Telefon mit 4,7-Zoll-Display nicht mehr so einfach mit einer Hand bedienen wie eines mit 4 Zoll. Dafür hat sich Apple aber einen besonderen Trick überlegt: Der mechanische Home-Button hat hierfür eine neue Funktion erhalten, die ausschließlich auf dem iPhone 6 und 6 Plus verfügbar ist: Tippt man ihn zweimal sanft an, rutscht die obere Hälfte des Bildschirms nach unten und wird dadurch für den Daumen erreichbar.

Auf den ersten Blick eine geniale Idee, die sich in der Praxis aber als nicht ganz so komfortabel erweist. Denn die Ansicht kehrt nicht nur nach acht Sekunden wieder in ihren Ausgangszustand zurück, sondern auch nach jedem Tipp auf den Touchscreen. Wer also mehrere Aktionen hintereinander durchzuführen beabsichtigt, muss somit immer wieder den Bildinhalt per Doppeltipp auf den Home-Button nach unten holen. Das ist auf Dauer nicht praktikabel, da greift man eher um oder holt doch die zweite Hand zu Hilfe. Besser wäre es, die Ansicht bliebe so lange verschoben bis der Nutzer sie per abschließendem Doppeltipp explizit beendet oder für eine gewisse Zeitspanne keine Aktion mehr erfolgte. Aber das könnte Apple ja durchaus noch per Software-Update nachreichen …

Fazit

Selten gab es einen dermaßen guten Grund, auf das neue iPhone umzusteigen: Der 4,7 Zoll große Bildschirm bietet endlich den zeitgemäßen Platz für Multimedia und mobiles Internet. Und ist qualitativ so gut wie eh und je. Ein regelrechtes Wunder stellt der neue A8-Prozessor dar, der mit seinen zwei Kernen à 1,38 Gigahertz die versammelte Konkurrenz an die Wand spielt und mehr als doppelt so schnell rechnet wie der Durchschnitt – damit ist das iPhone 6 die neue Nummer eins. Ebenso verblüffend ist die Qualität der Videos vor allem im Modus mit 60 Bildern pro Sekunde, die enorm stabil, ruhig und ordentlich scharf sind, eine signifikante Steigerung im Vergleich zum iPhone 5S. Der Klang des Musikplayers fällt ebenso erstklassig aus wie bei den Vorgängern.

Die Laufzeit des Akkus blieb indes gleich, in puncto Ausstattung kamen WLAN ac und LTE Cat 4 hinzu. Die Fotos sind mit 8 Megapixel annähernd identisch: Die Detailtreue wurde zwar höher, doch dafür litten einige Aufnahmen im Test unter einer leichten Überbelichtung, weshalb die Qualität unterm Strich unverändert abschneidet. Ebenso wie die grundsätzliche Bedienung, wenngleich iOS 8 zahlreiche Neuerungen mit sich bringt.

Damit stellt das iPhone 6 das beste Mobiltelefon von Apple dar: rank, schlank, sexy, mit tollem Display, Wunder-Prozessor und hervorragender Multimedia-Leistung. Die einzigen Haken sind die ebenso magere Akkulaufzeit wie beim iPhone 5S sowie die hohen Preise ohne Vertrag, die das Preis-Leistungs-Verhältnis auf haargenau 50 Prozent drücken: Kunden erhalten für ihr Geld also lediglich halb so viel Leistung wie im Durchschnitt. Den Haben-Wollen-Reflex löst die Wunderflunder dennoch fraglos aus.

  • Ausstattung: 137 von 175
  • Foto: 21 von 25
  • Video: 23 von 25
  • Musik: 23 von 25
  • Handhabung: 222 von 250
  • Gesamt: 426 von 500