Die Kontonummer kann zusammen mit der Bankleitzahl als die Adresse eines Kontos verstanden werden. Jedes Girokonto hat eine eigene eindeutige Kontonummer, mit der es beziehungsweise der Kontoinhaber identifiziert werden kann. Kontonummern sind also ein wichtiger Baustein, um den reibungslosen Zahlungsverkehr zu gewährleisten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Der Aufbau der Kontonummer
  3. SEPA: Das Aus für die Kontonummer, wie wir sie kennen
  4. IBAN aus Kontonummer berechnen
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt Girokonten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kontonummer wurde am 1. Februar 2016 endgültig durch die IBAN ersetzt und soll nicht mehr für Zahlungen benutzt werden. Kontonummern existieren aber weiterhin und sind ein "Baustein" der IBAN.
  • In Deutschland müssen Kontonummern aus 10 Ziffern bestehen. Ist die Nummer kürzer, werden die fehlenden Ziffern durch Füllnullen am Anfang ergänzt.
  • Jede Kontonummer enthält eine Prüfziffer, um Tippfehler bei der Eingabe auszuschließen.

Der Aufbau der Kontonummer

Kontonummern werden je nach Bank nach gewissen Kriterien hierarchisch aufgebaut. Meistens zeigt die Kontonummer die Kennung der Filiale, bei der das Konto eröffnet wurde, die eigentliche Nummer des Kontos und gegebenenfalls gewisse Nummern für weitere zugehörige Konten. Handelt es sich beispielsweise um ein Unterkonto, wird die Kontonummer am Ende um zwei Nummern erweitert. Jede Kontonummer enthält außerdem eine Prüfziffer, mit der es möglich ist, sie mithilfe eines Algorithmus auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Es gibt eine Vielzahl von Prüfzifferberechnungsmethoden für diesen Zweck und sie können sich je nach Bank unterscheiden.

Das Kontonummernsystem der deutschen Banken umfasst zehn Stellen. Aber nicht jede Bank vergibt Kontonummern mit zehn Stellen. Oft sind sie nur sechs- bis achtstellig. In diesem Fall werden sie durch sogenannte Füllnullen komplettiert, welche an den Anfang der Kontonummer gesetzt werden, zum Beispiel so: 0000123456.

SEPA: Das Aus für die Kontonummer, wie wir sie kennen

Mit der Einführung des SEPA-Verfahrens, durch welches der europäische Zahlungsverkehrsraum vereinheitlicht wurde, änderten sich vor allem die Bankverbindungen, also Kontonummer und Bankleitzahl. Mit dem SEPA-Verfahren wurden IBAN und BIC lanciert. BIC bedeutet „Bank Identifier Code“ und IBAN steht für „International Bank Account Number“, was mit „internationale Kontonummer“ übersetzt werden kann. Damit stellen IBAN und BIC für alle Konten die neuen Bankverbindungen dar und haben Kontonummer und Bankleitzahl abgelöst.

Seit 2014 gelten IBAN und BIC offiziell. Die Umstellung erfolgte bis zum 1. Februar 2016 – solange waren alle Nummern parallel gültig und verwendbar. Als die Umstellung auf das SEPA-Verfahren abgeschlossen wurde, entfielen Kontonummer und Bankleitzahl komplett. Auch der BIC wird nicht mehr für Auslandsüberweisungen innerhalb der SEPA genutzt, da er über die IBAN ermittelbar ist. Nur noch die IBAN wird für solche Überweisungen gebraucht. Außerhalb der SEPA ist der BIC weiterhin notwendig.

IBAN aus Kontonummer berechnen

Die IBAN setzt sich aus Kontonummer und Bankleitzahl zusammen und kann ausgerechnet werden. Die Banken stellen entsprechende Rechner auf ihren Internetseiten zur Verfügung. Das Umwandeln der Kontonummer in die IBAN selbst vorzunehmen, ist nicht ratsam. Wie auch die Kontonummer wird die IBAN von den Banken vergeben und enthält eine eindeutige Prüfziffer, die vor Fehlern schützen soll.

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