Der Sparkassenverband führte im Jahr 2012 Girogo ein. Damit wollten die öffentlich-rechtlichen Institute einen eigenen Markennamen für das zwischenzeitlich weitverbreitete kontaktlose Bezahlen etablieren. Allerdings funktioniert Girogo nicht ganz so unkompliziert wie das klassische kontaktlose Bezahlen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie funktioniert Girogo genau?
  3. Girogo ohne Girocard
  4. Wie kann ich Guthaben auf die Girogo-Karte aufladen?
  5. Wo kann ich Girogo nutzen?
  6. Die Vorteile von Girogo
  7. Kritik an Girogo
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Girokonten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Girogo ermöglicht das kontaktlose Bezahlen an NFC-Terminals bis zu einem Betrag von 25 Euro.
  • Im Vorfeld muss der Karteninhaber ein Guthaben, maximal in Höhe von 200 Euro, auf die Karte aufladen.
  • Girogo-Karten können als kontounabhängige Geldkarte erworben werden.
  • Kritik besteht im Zusammenhang mit dem möglichen Auslesen unverschlüsselter Daten vom NFC-Chip.

Wie funktioniert Girogo genau?

Zunächst einmal muss die Debit-Karte der Sparkasse, die Girocard, das Girogo-Logo aufweisen. Dieses findet sich auf der Rückseite der Karte in der linken unteren Ecke. Ist das Logo vorhanden, ist die Karte Girogo-fähig. Die Suche nach dem ebenfalls notwendigen Chip erübrigt sich. Karten sind heute generell mit einem Chip ausgestattet.

Damit der Sparkassenkunde Girogo nutzen kann, muss er zunächst ein Guthaben auf dem Chip der Karte aufladen. Wer kontaktloses Bezahlen bereits mit seiner Kreditkarte nutzt, wird sich etwas wundern. Hier entfällt das vorherige Aufladen des Guthabens.

Das auf der Karte verfügbare Guthaben kann in der Spitze 200 Euro betragen. Im Umkehrschluss können jetzt an den sogenannten NFC-Terminals im Einzelhandel Beträge bis zu einer Summe von 25 Euro bezahlt werden. Das kontaktlose Bezahlen setzt weder eine Unterschrift noch die Eingabe einer PIN voraus.

Der Begriff NFC-Terminal leitet sich aus dem englischen Begriff „Near Field Communication“, Nahbereichskommunikation, ab. Wer es schon einmal getestet hat, wird zustimmen, dass es ausgesprochen praktisch ist und beim Bezahlen wirklich Zeit spart.

Girogo ohne Girocard

Wer Girogo nutzen möchte, aber keine Girocard der Sparkasse besitzt, kann dennoch darauf zurückgreifen. Im Geldkartenshop können interessierte Verbraucher kontounabhängige Karten (White Card) mit Geldkarten- und Girogo-Funktion erwerben.

Wie kann ich Guthaben auf die Girogo-Karte aufladen?

Die Aufladung des maximalen Guthabens von 200 Euro erfolgt sehr unkompliziert. Dem Karteninhaber stehen zwei Optionen zur Auswahl:

  • Er kann am Geldautomaten mit der Funktion „Karte aufladen“ entsprechendes Guthaben auf die Karte packen.
  • Alternativ ist die Aufladung auch im Onlinebanking möglich.

Wo kann ich Girogo nutzen?

Girogo kann überall dort genutzt werden, wo das Girogo-Logo angebracht ist. Abgesehen vom Einzelhandel ist dies in immer mehr Schulmensen, in Rathäusern, an Parkautomaten oder Fahrkartenautomaten möglich. Die Zahl der Akzeptanzstellen steigt kontinuierlich.

Die Vorteile von Girogo

Man muss Girogo sowohl aus der Sicht der Verbraucher als auch aus der Sicht des Einzelhandels betrachten.

Für die Kunden bedeutet Girogo, dass die Suche nach dem passenden Geldbetrag ebenso hinfällig ist wie die Eingabe der PIN. Der Bezahlvorgang wird deutlich beschleunigt.

Für den Händler bedeutet Girogo eine wirtschaftliche Entlastung. Zum einen fallen die Transaktionskosten deutlich niedriger aus als bei klassischen Kreditkarten. Zum anderen wird die Bargeldhaltung reduziert, was wiederum auch eine zeitliche Ersparnis bedeutet. Zum Dritten fällt der Bezahlvorgang aus Sicht des Kassierers schneller aus, was wiederum einen schnelleren Kundendurchgang ermöglicht.

Kritik an Girogo

Mit Einführung der Girogo-Karten kam Kritik am mangelnden Datenschutz auf. Zahlreiche Daten, beispielsweise die letzten 15 Auflade- und Bezahlvorgänge, wurden unverschlüsselt auf dem Chip gespeichert. Mit einem NFC-fähigen Handy ließ sich der Chip aus vier Zentimetern auslesen, mit aufwendigeren Gerätschaften auf eine Distanz bis zu einem Meter.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Girogo-Funktion nicht abgeschaltet werden kann. Auch wenn der Karteninhaber kein Guthaben auflädt, ist die Funktionalität aktiv.

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