Kontaktlos Bezahlen: Vor allem bei Kleinbeträgen schnell und bequem

06.08.2020 | 01:25

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Die meisten Bank- und Kreditkarten ermöglichen bereits das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse. Dabei wird die Karten einfach nah ans Kassenterminal gehalten. Vor allem bei kleineren Einkäufen ist das Bezahlverfahren schnell und komfortabel. Denn bei kleinen Beträgen sind häufig weder Unterschrift noch PIN-Eingabe nötig.

Bis 50 Euro braucht es häufig keine PIN

Kontaktlos bezahlen können Verbraucher entweder mit ihrer Girocard (früher: EC-Karte) oder mit der Kreditkarte. Viele Banken ermöglichen auch kontaktlose Zahlungen mit dem Smartphone. Dabei wird die Bank- oder Kreditkarte in einer speziellen Bezahl-App hinterlegt.

Kleinere Beträge lassen sich so schnell, stressfrei und ohne viel Kleingeld bezahlen. Bei Beträgen bis 50 Euro verlangt das Lesegerät oft nicht einmal einen PIN. Es greifen aber Mechanismen, die das Bezahlen dennoch sicher machen, erklärt der Bundesverband deutscher Banken (BDB).

So sicher ist kontaktloses Bezahlen

Wer an der Supermarktkasse oder im Klamottengeschäft kontaktlos bezahlen möchte, muss die Karte oder das Smartphone einfach an das Lesegerät halten. Durch die sogenannte NFC-Technik werden die Bezahldaten über eine Funkverbindung ausgetauscht. Eine Bezahlung ist nur dann möglich, wenn sie vom Händler angestoßen wird. Der Kunde wird unmittelbar danach über die Zahlung am Display des Händlerterminals informiert. Ein Bezahlen aus Versehen ist also relativ unwahrscheinlich.

Nach Angaben des Bankenverbands kommen beim kontaktlosen Bezahlen die gleichen „bewährten und hohen Sicherheitsmechanismen“ zum Einsatz wie bei anderen Kartenzahlungen auch. Der in der NFC-Karte verbaute Mikrochip (EMV-Chip) schützt die Daten gegen Verfälschung, Ausspähen und Kopieren und ist extra für das sichere Bezahlen entwickelt worden. Auch die notwendige Nähe von Karte oder Smartphone zum Bezahlterminal reduzieren die Risiken, dass die Daten abgefangen werden.

Wenn dennoch Sicherheitsbedenken bestehen, können Verbraucher eine NFC-Schutzhülle verwenden. Solange sie in dieser Hülle steckt, wird die Karte abgeschirmt.

Regelmäßige PIN-Eingabe schützt vor Missbrauch

Wenn Verbraucher regelmäßig kontaktlos bezahlen, müssen sie aus Sicherheitsgründen trotzdem zwischendurch ihre PIN eingeben – und das unabhängig von der Höhe der Einkaufssumme. Spätestens nach fünf Bezahlvorgängen oder nach einer Gesamtsumme von maximal 150 Euro muss eine PIN-Eingabe erfolgen.

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sollten Kunden aber ganz generell regelmäßig Ihre Kontoauszüge und Ihre Kreditkartenabrechnung prüfen, rät der Bankenverband. Das gelte ganz unabhängig vom gewählten Bezahlverfahren.