Jeder vierte Beschäftigte rechnet sicher mit Weihnachtsgeld

29.11.2020 | 10:46

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Ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland ist sich trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie sicher, dieses Jahr Weihnachtsgeld zu erhalten. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage von Statista und gehalt.de. Allerdings gibt es je nach Bundesland und Branche teilweise große Unterschiede bei der Höhe des Weihnachtsgeldes. Auch zwischen Männern und Frauen klafft eine beträchtliche Lücke.

Weniger Weihnachtsgeld wegen Corona

Im letzten Jahr erhielten den Angaben zufolge noch 60 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld. In diesem Jahr sind sich nur 24 Prozent sicher, dass sie zu den Feiertagen ein zusätzliches Entgelt erhalten. Immerhin: Weitere 30 Prozent halten es für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich.

Erwartungsgemäß ist die Unsicherheit in den von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Branchen besonders groß: Die Hälfte der Angestellten in den Sektoren Tourismus, Gastronomie und Veranstaltungen ist sich bereits sicher, dass es kein Zusatzentgelt geben wird. Über alle Branchen hinweg erwarten 17 Prozent der Befragten, dass es in diesem Jahr weniger Weihnachtsgeld als im Vorjahr geben wird.

Gender Pay Gap auch beim Weihnachtsgeld

Mit wie viel Weihnachtsgeld Beschäftigte rechnen können, ist sehr unterschiedlich. Für die Analyse wurden insgesamt 115.665 aktuelle Gehaltsdaten ausgewertet. Bei einer Auszahlung können Beschäftigte im bundesweiten Schnitt von 2.300 Euro Weihnachtsgeld ausgehen.

Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern zeigt sich jedoch auch beim Weihnachtsgeld. Während Männer im Schnitt mit etwa 2.400 Euro rechnen können, erhalten Frauen rund 300 Euro weniger. Unter weiblichen Beschäftigten liegt das durchschnittliche Weihnachtsgeld bei etwa 2.100 Euro.

Auch regional sind die Unterschiede groß. Im deutschlandweiten Vergleich der Bundesländer gibt es eine Differenz von bis zu 800 Euro. Das höchste Weihnachtsgeld erhalten Beschäftigte mit 2.600 Euro in Hamburg. In Sachsen-Anhalt gibt es im Schnitt nur 1.800 Euro Feiertagsbonus.

Geringverdiener bekommen seltener Weihnachtsgeld

Arbeitnehmer im Niedriglohn-Bereich erhalten laut der Auswertung seltener Weihnachtsgeld als Gutverdiener. Im vergangenen Jahr erhielten nur 37 Prozent Beschäftigten mit einem Nettoeinkommen unter 1.500 Euro Weihnachtsgeld. Bei einem Verdienst von mehr als 3.000 Euro waren es 70 Prozent. Während sich die Bonuszahlung bei Fachkräften auf rund 2.200 Euro beläuft, erhalten Führungskräfte mit rund 4.000 Euro fast doppelt so viel.