Steueroptimierte Fonds

Das Ziel vieler Anleger besteht nicht nur darin, eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, sondern darüber hinaus auch noch ihre Steuerlast zu senken. In früheren Jahren boten steueroptimierte Fonds dafür noch hinreichend Gelegenheit. Zum einen handelte es sich um geschlossene Fonds, deren Beteiligung einen hohen Fremdkapitalanteil mit sich brachte, zum anderen um offene Fonds, die über die Zinszahlungen für den Anleger Steuereffekte hervorbrachten. Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren jedoch durch einschneidende Gesetzesänderungen dafür gesorgt, dass steueroptimierte Fonds kaum noch mangels Anlegerinteresse aufgelegt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Steueroptimierte Fonds haben völlig an Bedeutung verloren.
  • Der Wegfall des Steuerprivilegs bei Lebensversicherungen bedeutete für fremdfinanzierte geschlossene Fonds mit einer Laufzeit von zwölf Jahren das Aus.
  • Die Abgeltungssteuer führte zu einem Ende von offenen Investmentfonds, die in erster Linie auf die Steuerfreiheit von Kursgewinnen nach einem Jahr setzten. Diese ist nicht mehr gegeben.

Abgeltungssteuer: Das Aus für steueroptimierte Investmentfonds

Steueroptimierte Investmentfonds spekulierten darauf, dass Kursgewinne innerhalb des Fonds nach einem Jahr für den Anleger steuerfrei waren. Mit dem Wegfall der Steuerfreiheit auf Kursgewinne bei Aktien oder Rentenpapieren und der Einführung der Abgeltungssteuer wurden steueroptimierte Fonds für Anleger uninteressant. Eine ungewollte Steueroptimierung erfolgt dennoch, wenn ein Fonds drastische Kursverluste erfährt und vom Anleger verkauft wird. Diese Verluste kann er in der Steuererklärung mit Gewinnen aus anderen Fonds der gleichen Anlageklasse verrechnen und somit seine Steuerschuld mindern.

In der Gruppe der steueroptimierten Fonds haben einzig offene Immobilienfonds überlebt. Diese bieten den Besitzern der Anteile durchaus auch Steuervorteile, da die Abschreibungen auf die Objekte auch eine Auswirkung auf die Rendite des Fonds, sprich des steuerpflichtigen Anteils der Ausschüttung haben.

Geschlossene steueroptimierte Fonds spielen ebenfalls keine Rolle mehr

Geschlossene steueroptimierte Fonds haben ebenfalls an Bedeutung verloren. Die Variante, den zwölf Jahre währenden fremdfinanzierten Anteil durch eine in der Auszahlung steuerfreie Lebensversicherung nach zwölf Jahren zu tilgen, entfällt seit dem Wegfall des Steuerprivilegs für Lebensversicherungen. Dieser Sachverhalt trug auch dazu bei, dass die Laufzeiten bei geschlossenen Fonds zunehmend kürzer werden und sich heute bei vielen Anlagemodellen zwischen acht und zehn Jahren bewegen.

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