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Umfrage: Niedriglöhne und Erwerbsunterbrechungen wichtigste Gründe für unzureichende Altersvorsorge

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Niedrige Löhne sind für 42 Prozent der Deutschen eine der wichtigsten Ursachen für eine zu geringe Altersabsicherung. 36 Prozent erkennen eine Hauptursache ganz allgemein darin, dass der finanzielle Spielraum für private Vorsorge fehlt. Unterbrochene Erwerbsbiografien durch Job-Auszeiten oder längere Teilzeitphasen zählen ebenfalls für insgesamt 36 Prozent zu den wichtigsten Gründen für eine unzureichende Altersvorsorge. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox.

Geldmangel für zwei von drei Befragten ein Hauptgrund

Gefragt nach den drei wichtigsten Gründen für eine unzureichende Altersabsicherung geben 42 Prozent ein geringes Einkommen an. Damit sind niedrige Löhne für die Deutschen die wichtigste Ursache für eine unzureichende Altersvorsorge. Zu geringe finanzielle Spielräume im Alltag sehen 36 Prozent als entscheidenden Faktor. Insgesamt ist Geldmangel in Folge von mindestens einem dieser beiden Gründe für 64 Prozent der Befragten eine der Hauptursachen.

36 Prozent sehen in unterbrochenen Erwerbsbiografien einen ausschlaggebenden Punkt und nennen Job-Auszeiten (25 Prozent) und/oder längere Teilzeitphasen (16 Prozent) als weitere wichtige Ursachen.

Frauen bei den Hauptgründen deutlich überrepräsentiert

Während nur 37 Prozent der Männer geringe Einkommen als zentrale Ursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den Frauen mit 48 Prozent beinahe die Hälfte aller Befragten.

Noch größer ist der Unterschied bei Erwerbsunterbrechungen: Insgesamt 43 Prozent der Frauen nennen Unterbrechungen wie Elternzeit oder längere Teilzeitphasen – etwa für Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen – als wichtige Gründe dafür, wenn Menschen nur schlecht fürs Alter vorsorgen können. Bei den Männern sind es lediglich 29 Prozent.

"Dass die Meinungen zu den größten Altersarmutsrisiken zwischen den Geschlechtern so weit auseinander gehen, ist kein Wunder. Frauen sind bei der Altersvorsorge häufig doppelt benachteiligt: Sie haben im Durchschnitt geringere Einkommen und sind öfter von Erwerbsunterbrechungen betroffen", sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. "Gleichzeitig leben sie im Schnitt länger und benötigen daher tendenziell mehr finanzielle Rücklagen für den Ruhestand."

Ältere sehen finanzielle Hürden häufiger als Jüngere

Auch altersabhängig gibt es teilweise deutliche Unterschiede: Während nur 32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen geringe Einkommen als Hauptursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den 50- bis 79-Jährigen 49 Prozent. Jüngere Menschen nennen dagegen wesentlich häufiger Wissenslücken: 32 Prozent der unter 30-Jährigen halten mangelndes Wissen über Vorsorgemöglichkeiten für einen wichtigen Grund, bei den über 50-Jährigen sind es nur gut halb so viele (17 Prozent).