So haben die Deutschen im Corona-Jahr ihr Geld angelegt

08.01.2021 | 12:31

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Wegen der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie war das Jahr 2020 für die meisten Menschen mit vielen Einschränkungen und Zumutungen verbunden. Doch zumindest aus Sicht vieler Anleger verlief das Jahr erfolgreich, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bankenverbands zeigt.

Zahl der Anleger und Sparer ist gewachsen

Engagement und Zufriedenheit der Deutschen mit ihren Geldanlagen sind demnach spürbar gestiegen. Hatten 2019 noch weniger als die Hälfte der Bundesbürger überhaupt Geld angelegt (46 Prozent), sind es Ende 2020 immerhin 53 Prozent.

Zugleich hat sich trotz der Corona-Pandemie und ihrer Folgen auch die Stimmung unter den Sparern und Anlegern deutlich aufgeheitert: Sechs von zehn (57 Prozent) sind mit der Wertentwicklung ihrer Anlagen zufrieden. Für die Umfrage hat das Marktforschungsinstitut Kantar Mitte Dezember insgesamt 1.001 Personen ab 18 Jahren befragt.

Die beliebtesten Geldanlagen 2020

Unter anderem sollten die Teilnehmer Angaben zu ihren bevorzugten Geldanlageprodukten im Jahr 2020 machen. Sie konnten dabei mehrere nennen. Die beliebteste Anlageform waren demnach Fonds und Sparpläne. Sie zählten bei 45 beziehungsweise 42 Prozent der Anleger und Sparer zu den bevorzugten Geldanlagen.

Dahinter landeten Aktien (35 Prozent) und Immobilien (27 Prozent), gefolgt von Tagesgeld (24 Prozent) und Festgeld (20 Prozent). In Gold (13 Prozent) und andere Edelmetalle (4 Prozent) haben im vergangenen Jahr vergleichsweise wenig Anleger investiert.

Nachhaltigkeit wird wichtiger

Das Thema Nachhaltigkeit hat die Anlage-Entscheidungen der Bundesbürger in diesem Jahr ebenfalls beeinflusst. Für zwei Drittel (65 Prozent) der Anleger ist es inzwischen ein wichtiger Aspekt, dass ihr Geld in nachhaltigen Projekten investiert wird. Mehr als ein Drittel der Anleger (35 Prozent) gibt an, aktuell tatsächlich auch in nachhaltige Geldanlagen investiert zu haben.

Sparer schätzen Sicherheit

Beim Sparen wollen die Deutschen auch in Zukunft auf Nummer sicher gehen: 85 Prozent der Befragten gaben an, selbst bei größeren Renditechancen auch künftig „gar nicht“ (58 Prozent) oder „eher nicht“ (27 Prozent) mehr Risiko bei der Geldanlage in Kauf nehmen zu wollen. Nur Wenige können sich das „gut“ (12 Prozent) oder „sehr gut“ (3 Prozent) vorstellen.